“Dämonisierung“ eines Pastors beschäftigt das Kultusministerium

Asunción: Der Fall eines Pastors, der gegen eine Form der “Dämonisierung“ von Indigenen vorging, beschäftigt nun den stellvertretenden Kultusminister, Herminio Lobos.

Lobos erklärte, dass der angebliche Pastor nicht registriert sei. Es handelt sich dabei um den evangelischen Geistlichen Serafin Navarro, der letzte Woche rituelle Elemente der indigenen Kultur von der Ethnie Guarani Mbya “konfisziert“ hatte, weil sie angeblich zum “Austreiben von Dämonen dienen“.

„Wir untersuchen, was genau passiert ist. Es müssen auf jedem Fall die Rechte der indigenen Völker respektiert werden. Wir forschen jetzt nach, woher der Pastor kommt und welche Schritte wir unternehmen müssen“, sagte Lobos, dessen stellvertretendes Ministerium dem Ministerium für Bildung und Wissenschaft unterstellt ist.

Lobos schloss eine mögliche Anzeige an die Staatsanwaltschaft in diesem Fall nicht aus.

Für Lobos sei das, was Navarro getan habe, “eine persönliche Maßnahme“ und keine vollständige Darstellung des Christentums, die er als einen Pastor zu repräsentieren habe. „Diese Handlung war eine persönliche Maßnahme des Pastors, ich glaube nicht, dass sie etwas mit dem Christentum zu tun hat“, sagte er.

Offensichtlich soll diese Frage weiter untersucht werden, um die Achtung der Religionsfreiheit, die in der Verfassung verankert ist, zu gewährleisten.

„Soweit wir sehen konnten, hat der Pastor keine Rgistrierung im Vizeministerium“, erklärte Lobos. Navarro gehört zur sogenannten Pfingstgemeinde “Principe de la Paz“ an.

Unabhängig davon ermittelt die Staatsanwaltschaft schon aufgrund einer Anzeige in dem Fall. In dem vorgelegten Dokument wird darüber berichtet, dass die Empörung über den Glauben und die religiösen Überzeugungen (durch ein Video der Aggressoren) öffentlich gemacht wurde und der Pastor der evangelikalen Kirche einer festgelegten Haftstrafe ausgesetzt sei, die im Art. 233 des Strafgesetzbuches “Verletzung der Religions- und Glaubensfreiheit“ begründet ist.

Wochenblatt / ABC Color

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3 Kommentare zu ““Dämonisierung“ eines Pastors beschäftigt das Kultusministerium

  1. Hier werden schon wieder „Äpfel und Birnen“ komplett durcheinander gemischt. Einmal steht im Text des Berichtes: „Es handelt sich dabei um den evangelischen Geistlichen…. “ und an anderer Stelle „Navarro gehört zur Pfingstgemeinde…. “ und weiter unten „…. der Pastor der evangelikalen Kirche“. Wer auch immer für den Bericht verantwortlich ist, hat offensichtlich keine Ahnung vom Thema. Evangelisch hat noch lange nichts mit evangelikaler Kirche zu tun. Richtig ist, daß die sogenannten Pfingstgemeinden zu den evangelikalen Abspaltungen der evangelischen Kirche gehören, weder der evangelischen Kirche unterstellt oder von diesen Weisungen erhalten. Sie führen ein komplettes Eigenleben in jeglicher Hinsicht! Diese Unterscheidung korrekt widerzugeben ist sehr wichtig, denn es ist bekannt, daß die evangelische Kirche in Paraguay aus Sicht der katholischen Mehrheitskirche gerne mal als Sekte bezeichnet und diffamiert wird. Sie ist, genau wie die evangelisch-mennonitische Kirche, der römisch-katholischen Kirche suspekt und ein Dorn im Auge und wird weiterhin der Ketzerei beschuldigt, wenn auch nicht mehr so laut wie früher.

  2. Eine Kirchliche haut der anderen Kirchlichen die Reliquien weg, das ist doch kompletter Mumpitz sowas. Religion ist für die, welche die Angst vorm Tod nicht packen. Aber ihr werdet alle im dunklen Nichts enden, daran ändert der Glaube nichts!

  3. Die Pfingstgemeinden haben nichts mit der evangelischen Kirche zu schaffen und sind auch evangelischen Geistlichen.
    Pfingstgemeinden sind Freikirchen die machen sich die Bibel zurecht wie sie sie gerade brauchen.Die Mehrzahl nennt sich Kirche,genau hingesehen sind es Vereine. Sie Missionieren auf Teufel komm raus.Oft füttern sie Arme an mit Nahrungsmittel.
    Es gibt den Ausdruck:“Reischristen.“ In Afrika sehr beliebt.
    Diese Kirchen besser „Christliche Sekten“ haben sehr viel Geld, aus den Ausland und Inland.Sie erheben den Kirchenzehnt!
    Bei der Achtung vor den Kultur anderer Völker gehört diese Schweinehund eingesperrt!

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