Das kostet der “noch resultatlose“ Kampf gegen die EPP

Asunción: Der Haushaltsplan 2018 ist vorgelegt. Die Katze ist aus dem Sack. Besonders bei der Finanzierung der gemeinsamen Einsatzkräfte (FTC) gibt es ein starken Zuwachs an finanziellen Mitteln. Ist dieser gerechtfertigt?

Natürlich will keiner, dass die FTC Mitglieder mit der Sammelbüchse herumgehen, um Kraftstoff kaufen zu können. Ein bisschen mehr Engagement war jedoch schon zu erwarten, Resultate eventuell auch. Nichtsdestotrotz liegen die neuen Zahlen vor, mit fast 100 % Zuwachs.

In weniger als 4 Jahren, also seit Mitte 2013, wurden 107 Millionen US-Dollar an Mitteln aus dem Verteidigungs- und Innenministerium für die FTC bereitgestellt und verbraucht. In 2016 und 2017 waren es jeweils 41 Milliarden Guaranies oder rund 8 Millionen US-Dollar jährlich. Für 2018 sind 79,9 Milliarden Guaranies vorgesehen, also rund 14,23 Millionen US-Dollar. Davon kommen 59,8 Milliarden Guaranies aus dem Fond des Verteidigungsministeriums während das Innenministerium nur 20,02 Milliarden Guaranies dazusteuert.

Bezahlt werden soll von dem militärischen Teil Bonifikationen, Reisen, Spesen, Lebensmittel, Kleidung, Bürobedarf, Kraftstoffe und militärisches Equipment. Das Innenministerium berappt von seinem Anteil Auszeichnungen, Lebensmittel, Kraftstoff und andere Konsumartikel, hieß es.

Alle FTC Mitglieder erhalten eine zusätzliche Zahlung neben ihrem Sold. Die Gesamtsumme dafür in 2018 umfasst 2,22 Milliarden Guaranies. Außerdem sollen für 27,19 Milliarden Guaranies Maschinen und militärisches Equipment angeschafft werden. Rund 6 Milliarden sind für unvorhergesehene Käufe vorgesehen, die meist für Undercover-Aktionen genutzt werden. Kraftstoffkäufe sollen mit 7,1 Milliarden und Lebensmittel mit 19 Milliarden Guaranies ins Gewicht fallen.

Währenddessen sind fünf Geiseln in den Händen der EPP: Edelio Morínigo mit 1159 Tagen, Abrahán Fehr mit 760 Tagen, Félix Urbieta mit 328 Tagen, Franz Hiebert mit 15 Tagen und Bernhard Blatz mit 4 Tagen Gefangenschaft.

Wochenblatt / Abc Color

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

7 Kommentare zu “Das kostet der “noch resultatlose“ Kampf gegen die EPP

  1. Schöne Reden und Ankündigungen wieviel jetzt (warum erst jetzt?) angeblich in den Kampf gegen die EPP investiert werden soll zählen überhaupt nichts. Es kommt allein auf die Resultate an und waren bisher gleich NULL. Schon in der Bibel steht: „die Worte höre ich wohl, allein mir fehlt der Glaube“!

      1. Von Kopfgeld hat niemand was, die meisten Kopfgeldempfänger sind schnell verstorben.
        Deshalb halten sie Klappe in den betreffenen Gebieten.

        1. Wir reden hier von 107 Millionen US-Dollar. Die Leute in den betreffenden Gebieten wissen nichts aber bei der Größenordnung wird schon jemand singen der die Hintermänner kennt… Man müßte dem Vögelchen natürlich Straffreiheit und Anonymität zusätzlich anbieten. Korrupt sind sie alle.

  2. Noch haben sie keinen Erfolg vorzuweisen aber schon die Auszeichnungen beschaffen….. Irgenwelches Lametta brauchen sie wohl um es sich anzuheften

  3. Ist mir jetzt zu mühsam mein Celular zu bemühen, um zu summieren, wie viele Millionen US-Dollar an Steuergelder die letzten Jahre für die Bekämpfung der EPP ausgegeben wurden. Dass sie verbracht wurden, darüber besteht kein Zweifel. Waren ja auch zum Verbrauchen bestimmt, Bonifikationen, Reisen, Spesen sind nicht umsonst zu haben. Kommt mir irgend wie so vor, wie Sauerkrau, 51. US-Bundesstaat, wo Milliarden an Euro zur willkürlichen Überwachung potentiell terroristisch veranlagter unbescholtener Steuerzahler eingesetzt wird, damit man etwas zu tun hat, während Terroranschläge ausgeführt werden, um zwischen 2 Wochen und 2 Jahren den den Terroranschlägen dem Steuerzahler großposaunt die Schuhgrößen der Attentäter zu präsentieren, die man über deren öffentliches Facebock-Profil in Schwerstarbeit hat zu ermitteln vermocht. Vermutlich wird es auch in Paraguay – wie in Sauerkraut – durch die Aufwendung von Steuergelder täglich noch sicherer in Syrien, Afghanistan und dem Irak.
    So, sorry für mein wiederum kurzes, investigatives Kommentare schreiben, muss dringend eine Undercover-Aktion machen, denn der Teerere, pardon, Kaffee ist mir ausgegangen und bekomme erst morgen wieder mittel um Kaffee zu kaufen, deshalb gehe ich heute etwas früher in die Undercover-Aktion. Ok und tschüsss.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.