Das Leben auf einer Müllkippe

Ayolas: Gemeinderäte prangern die Existenz von Umweltkriminalität auf der städtischen Müllkippe an. Aber nicht nur das. Viele Menschen suchen dort nach Verwertbaren unter katastrophalen Bedingungen.

Die Mülldeponie liegt etwa 12 Kilometer außerhalb der Stadt Ayolas. Alle Arten von Abfällen finden sich dort wieder, sogar solche aus Krankenhäusern. Héctor Ayala (FG), Stadtrat, verlangt nun eine sofortige Lösung von den katastrophalen Zuständen. Carlos Duarte (ANR), Bürgermeister von Ayolas, versprach sich um die Angelegenheit zu kümmern.

Ayala äußerte sich besorgt über die Rahmenbedingungen der Mülldeponie. Es gebe kein verantwortliches Management. Hausabfälle aber auch aus der Industrie und aus Krankenhäusern landen alle auf dem Abladeplatz. Nadeln, Latex Handschuhe, Sonden und weitere sind verstreut über die ganze Fläche.

Etwa 25 Personen, ohne irgendwelche Vorsichtsmaßnahmen, suchen in dem Müll nach Verwertbaren. Hunde und andere Tiere wühlen ebenfalls in dem Abfallberg und setzten sich so Infektionen aus, genauso wie die Menschen.

In der letzten Sitzung vom Gemeinderat forderte dieser den Bürgermeister offiziell auf, administrative Maßnahmen umzusetzen, sodass die Deponie den bestehenden Umweltgesetzen und Hygienevorschriften im Land entspreche.

Duarte erklärte, er wisse, dass die Deponie mehr Investitionen und Maschinen benötige, damit die Abfälle angemessen behandelt würden. Jedoch fehlen die nötigen Ressourcen dafür. Die Kommune habe aber eine Genehmigung vom Umweltsekretariat Seam für die Deponie. Sie soll nun noch weiter vom Stadtzentrum verlegt werden.

Wochenblatt / ABC Color

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3 Kommentare zu “Das Leben auf einer Müllkippe

  1. Asynchroner Transfer Modus

    Antworten

    Die Lösung ist so simpel, dass sie allen Verantwortlichen bereits letzte Woche eingefallen ist: Mit übriggebliebenen Steuereinnahmen einen paraguayschen Satelliten ins All schießen. Die Hunde freuen sich jedenfalls über jeden gefundenen Mutterkuchen auf der Müllhalde. Ein paar medizinische Geräte werden noch ein paar Millennia weiter um um die Wette strahlen . Was macht man eigentlich in Paraguay mit Altöl, Pinselreiniger, Sparlampen, Batterien etc? Vitaminanreicherung für die Zubereitung von Teerere oder nur zum Anfeuern von Plastikmüll zu gebrauchen? Ist ja aber egal, todo tranqui hier im Lande. Ah, da fällt mir ein, man könnte ja auch von jedem Haushalt Müllentsorgungsgebühren verlangen, ob sie nun Müll produzieren oder nicht, damit eine Verbrennungsanlage finanzieren und vorher noch qualifizierte Arbeitsplätze für Trennung von Recycelbarem schaffen. Ja, ok, ich gebe es zu, war wohl eine schlechte Idee. Dafür – habe ich schon erwähnt – alles tranqui hier im Lande. Ah, jetzt, gute Idee: man könnte ja auch von jedem Haushalt Müllentsorgungsgebühren verlangen, ob sie nun Müll produzieren oder nicht, und das Geld in die eigene Tasche und den Müll in die Landschaft stecken. Schafft ja offensichtlich auch qualifizierte Arbeitsplätze.

  2. Eine leuchtende Idee .!!!!!! Die Mülldeponie weiter hinter die Stadt zu verlegen .
    Aus den Augen , aus dem Sinn .
    Aber wenn da mal eine Krankheit ausbricht?
    Da sagen die Verantwortliche : Mein Name ist Hase .

  3. Und dann verlangen sie von uns keine fluessigkeiten herummstehen zu haben und alles ausleeren kuebel reifen und wenn jeder sieht was da ab geht mit muell das ist denge und und und noch 100 mal groesser als ein reifen oder gefaess das muesste als ersters in griff bekommen werden und dann koennen sie von haus zu haus gehen und nicht den einzelnen belehren und dort so ne scheisse verabreichen den das ist eine zeitbombe die schon da ist

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