Das Projekt deutsch-paraguayische Hochschule

Asunción: Der Präsident der Republik, Federico Franco, empfing gestern ein deutsches Komitee welches beabsichtigt ein Ausbildungszentrum im Land zu errichten mit Unterstützung der Industrieunion Paraguays und eine SRH Hochschule Heidelberg.

Die Projektpräsentierung fand gestern Nachmittag im Sitz der Industrieunion Paraguays (UIP) statt an der neben einem Gremium an Geschäftsleuten auch der deutsche Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel, teilnahm. Zuvor war Niebel in Begleitung des deutschen Botschafters Ellner im López Palast, wo dem Staatschef das Projekt erstmalig vorgestellt wurde.

Am gestrigen Nachmittag erklärte der Minister, dass der neue Präsident sich sehr interessiert zeigte. Franco versprach ihnen ebenso vollste Unterstützung bei dem Bildungsprojekt.

Niebel schlug Franco ebenso vor, falls es notwendig wäre, das Gesetz zu ändern welches die Befähigung von neuen privaten Universitäten im Land regele, um einen legalen Rahmen zu schaffen in dem man arbeiten könne.

Eduardo Felippo, Vorsitzender der UIP, erklärte, dass mit einer neuen Hochschule auch neue Möglichkeiten zur Ausbildung kommen und sich damit auch die Qualität der Professionellen verbessert. „Wir sind sehr zufrieden eine Universität in Paraguay zu bekommen die den Maßstäben der ersten Welt entspricht. Damit vertiefen wir den Kompromiss als Gremium mit der Ausbildung. Ein historischer Kompromiss“, versicherte der Geschäftsmann.

Felippo nutzte die Gelegenheit um hervorzuheben wie gut er es von den deutschen Autoritäten findet, dass sie eine Allianz mit dem privaten Sektor eingehen. „Bei der vorhergehenden Regierung baten wir um eine bevorzugte Behandlung für das Thema, welches der deutsche Minister im Gepäck hat, weil es ein Bildungsprojekt ist. Die alte Regierung jedoch ignorierte uns nicht nur sondern empfahl der deutschen Kommission nicht nach Paraguay zu kommen. Dirk Niebel jedoch entschied mannhaft das Projekt voranzutreiben“, hob Felippo hervor.

Nach einer Machbarkeitsstudie die die SRH durchführte wurde klar, dass das Land ein solches Bildungsniveau, theoretisch und praktisch benötigt. Bei Umfragen wurde klar, dass es dem Land an Bildungseinrichtungen fehlt die praktisches Wissen weitergeben und nicht nur trockenen Unterreicht verschreiben. In diesem Punkt hat die deutsche Hochschule ein speziellen Plan bei jedem Studiengang die der Kapazität stark erhöht.

Im September dieses Jahres soll festgelegt werden in wie groß das Bildungszentrum wird, wo es errichtet werden soll und welche Studiengänge ins Angebot aufgenommen werden.

„Die Bildung und die Ausbildung von Menschen sind die Basis für jegliche Gesellschaft, die nicht nur lesen und schreiben vermittelt sondern auch eine Elite schaffen will um die Zukunft der Nation zu lenken. In die Bildung zu investieren ist ein aktiver Teil des Kampfes gegen die Armut was der Gesellschaft erlaubt in einer echten Freiheit zu leben“, erklärte Dirk Niebel.

(Wochenblatt / Abc / Foto: Abc)

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7 Kommentare zu “Das Projekt deutsch-paraguayische Hochschule

  1. ich werde das Gefühl nicht los, daß deutsche Außenpolitik im luftleeren Raum stattfindet. Die Anerkennung der neuen paraguayischen Regierung und das Übergehen zur Tagesordnung ist politisch völlig istinktlos. Wer das zu verantworten hat, müßte sofort aus dem Amt gejagt werden. Es gab und gibt für Deutschland keinen Grund übereilt die neue Regierung anzuerkennen. Der glücklose Entwicklungshilfeminister Niebel hätte seinen Besuch abbrechen und ohne weitere Gespräche nach Deutschland zurück kehren können. Er hätte damit dem Ansehen Deutschlands gedient, Nun hat er ihm geschadet. Er hat Deutschland gegenüber dem gesamten südamerikanischen Kontinent isoliert. Falls der deutsche Botschafter, Herr Ellner, ihm zu diesem Vorgehen geraten hat, dann beweist das seine mangelnde Integration in die paraguayische Gesellschaft. Der BRD, die vorgibt ein Rechtstaat zu sein, hätte es gut angestanden das Amtsenthebungsverfahren aus demokratischer, vor allem aber aus rechtstaatlicher, Sicht in Frage zu stellen. Ein Angeklagter hat nämlich in einem Rechtsstaat immer ausreichend Zeit für seine Verteidigung und sollte ein ergebnisoffenes Verfahren haben. Nichts dergleichen trifft auf das Verfahren gegen Herrn Lugo zu. Wie blind ist die deutsche Außenpolitik. Ihr Fehlverhalten gefährdet das gute Ansehen der Deutschen in diesem Lande. Daher distanziere ich mich ausdrücklich von der Entscheidung der BRD-Regierung.

    1. Distanz zur BRD find ich gut. Ist das nicht ein Grund warum wir alle hier sind. Sich hier über Deutschlands Charakter auszulassen ist kaum noch nötig. Jeder wird genug Gründe gehabt zu haben nach Paraguay zu kommen, oder nicht? Die Liste wäre zu lang sie hier aufzuführen, aber Politik ist mit Sicherheit einer der vielen Gründe weshalb einige froh sind von Deutschland weg zu sein.

      Ich finde aber mal ganz Objektiv für Paraguay schön, dass es mit Bildung Unterstützung bekommen soll und die Regierung das auch befürwortet. Wenn sich noch mehr Universitäten hier einrichten können wir bald wirklich von nueva germania sprechen wie es schon Leute vor meiner Zeit taten und die BRD GmbH hinter sich lassen 🙂

      1. Man kann sich für Niebel wahrlich fremdschämen!
        Nur ist dies hier das typische Geschwurbel von Verlierern, die in D-land keinen Fuss an den Boden bekommen haben. Der Frust darüber manifestiert sich als Verschwörungstheorie – das Produkt: Eine braune Gesiteshaltung in der von BRD GmbH, Neu-Germanien, Bilderbergern usw. schawdroniert wird. Bedauerlich für Paraguay.

  2. „Die Bildung und die Ausbildung von Menschen sind die Basis für jegliche Gesellschaft, die nicht nur lesen und schreiben vermittelt sondern auch eine Elite schaffen will um die Zukunft der Nation zu lenken.“

    Die „Bilderberger“ lassen gruessen! Paraguay ist eben noch viel zu wenig globalisiert, islamisiert und in allem auf Bilderbergerline gebracht. Da muss man schon was tun damit sich das aendert. Natuerlich alles schoen unter dem Deckmantel der Bildung, die ja angeblich allen nuetzt.

  3. Zu zweitletzter Absatz: „Im September dieses Jahres…“
    Im September wird erst einmal festgelegt wie, wann, wo, warum und was überhaupt für Studiengänge ins Angebot aufgenommen werden!
    Super, zum heutigen Zeitpunkt sollten diese Punkte schon geklärt worden sein.
    Der zweitletzte Abschnitt heisst auf Deutsch nichts anderes als dass man mal Gelder in Marktanalysen und Baufirmen etc. pp. verlocht und in wenigen Monaten interessiert sich eh kein Journalist mehr für das Projekt, weil es sich sang und klanglos in heisse Luft aufgelöst hat. Ausserdem kann man in Paraguay an zahlreichen Universitäten a Distancia wie Hagen D, Barcelona/Madrid E und zwei in England studieren und die Semester- und DiplomPrüfungen in den Embajades ablegen.
    Entweder verfolgt diese SRH Hochschule Heidelberg, nichts anderes als ein perfides Spiel der Bilderberger, Syntologen oder Freimaurer oder führen sonst etwas im Schilde. Warum? Schauen Sie sich die Preise auf deren Homepage an! Diese können nie und nimmer von Paraguayern bezahlt werden. Und diese Fachhochschule ist ganz bestimmt kein gemeinnütziger Verein. Die ganze Wahrheit würde mich sehr interessieren, das Warum und das Wieso Paraguay?

  4. Auf der Internetseite der privaten, von der Wirtschaft getragenen Hochschule SRH heißt es u. a.: „Unser „Heidelberger Studienmodell“ legt einen Schwerpunkt auf die optimale Mischung aus Theorie und Praxis. Von unseren gewachsenen Partnerschaften mit weltweit tätigen Unternehmen profitieren unsere Studierenden von Anfang an.“
    Welche Firmen sind an einer Zusammenarbeit mit Paraguay interessiert? Wie hoch sind die Rendite bei dieser Zusammenarbeit?
    Während des „marzo paraguayo“ war ein deutscher Informatiker im Auftrag der GIZ, einer halbstaatlichen deutschen „Entwicklungshilfe“-Organisation „Berater“ für die elektronische Datenverearbeitung im Amt des Staatspräsidenten.
    Gibt es weiterhin solche „Berater“ in zentralen Ämtern?

  5. Auswärtiges Amt stellt Äußerung Niebels zu Paraguay klar
    Berlin besorgt über Entwicklung in südamerikanischem Land
    Nach Kritik an Äußerungen von Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) zur Amtsenthebung von Paraguays bisherigem Präsidenten Fernando Lugo hat die Bundesregierung ihre Sorge über die dortige Entwicklung betont. „Es hat in der Region und darüber hinaus erhebliche Kritik an dem Machtwechsel gegeben“, sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Andreas Peschke, am Montag in Berlin. Die Bundesregierung blicke deshalb „mit gewisser Sorge“ auf die Entwicklungen in dem südamerikanischen Land. Jetzt komme es darauf an, dass es in Paraguay „in dieser fragilen Situation“ eine dauerhafte tragfähige Lösung gebe.

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