Den Letzten beißen die Hunde

Fernando de la Mora: Während die Arbeiten am Metrobus ausgesetzt werden beziehungsweise noch kein echtes Ende in Sicht ist, fängt die frühe Vogel bekanntlich den Wurm.

An den Haltestellen des Metrobusses installieren sich Händler ohne jegliche Erlaubnis. Nachdem sie Monate lang keine Waren im Baustellenbereich verkaufen durften, sehen sie es als ihr bürgerliches Recht an, dies nun erneut zu tun. Tische, Stühle, Grillanlagen, was auch immer notwendig ist um mehrheitlich Essenstände aufzubauen, wird herangetragen damit eine Art Standrecht eingefordert werden kann, bevor eines Tages wirklich noch der Metrobus kommt, an den viele nicht mehr glauben oder glauben wollen.

Die Folgen dieser ambulanten Einrichtung auf Höhe von Km 9 sind wie immer Müllberge, wo gar keine sein dürften und fehlendes Reinigungspersonal, da die Verkäufer ja nicht zum reinigen da hin kommen, sondern zum verkaufen. Auch die exklusive Fahrspur des Metrobusses wird als neue Parkfläche dankbar angenommen.

Bis Dezember arbeitet Mota Engil an einer Teilfertigstellung in der Zone, die danach entweder durch paraguayische Firmen oder dieselbe fertiggestellt werden muss. Klar ist jedoch, dass während dies nicht geschieht und die Installationen des Metrobus zweckentfremdet werden, dies keinem von Nutzen ist, da der Zustand tagtäglich verschlechtert wird.

Wochenblatt / Última Hora

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4 Kommentare zu “Den Letzten beißen die Hunde

  1. Johan Moritz van Nassau-Siegen

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    Scheint als ob dieses Projekt vom MOPC eingestellt wurde wenn man da schon „die Zuegel fahren laesst“. Na, what’s up Arnoldo Wiens! Der Wind aus den Segeln?
    Klar es ist nicht ein Zuckerschlecken mit der Baumafia nur sollte wenigstens was Konkretes gesagt werden obs noch was gibt mit dem Metrobus oder ob das Ganze als „gescheitert“ erklaert wird.
    Was fuer ne Schande. Und das unter der Regie eines Mennoniten.
    Wenn erst so langsam die Kakerlaken wieder antrudeln dann kann man wohl annehmen dass das MOPC die „Fahnen gestrichen“ hat betreffs des Mammutprojektes Metrobus.
    Wenns schon angefangen hat dann sollte man auf gut mennonitische Art und Weise das Ding auch „bis zum bitteren Ende durchziehen“.

    1. Aber ich möchte nochmals darauf hinweisen, diesen ganzen Schlamassel hat nicht Arnoldo Wiens zu verantworten, sondern alle jene korrupten und unfähigen Rotkrawatten, die das Projekt in´s Leben gerufen und organisiert hatten. Normalerweise müßt hier schon längst der Staatsanwalt seine Ermittlungen aufgenommen haben, denn das alles stinkt ja fürchterlich bis in den Himmel. Warum also hört man hierzu nichts?

  2. Das ist auch so eine „Krankheit“ in Paraguay. Man läßt offensichtlichen Rechtsmißbrauch einfach zu, reagiert in keinster Weise bis sich die Übeltäter aus ihrem Rechtsbruch heraus einen Rechtsanspruch ableiten. Es ist doch wirklich unverständlich, warum die Behörden nicht unverzüglich reagieren. Das ist ja nicht nur hier so der Fall, das gleiche gilbt für die willkürlichen Landbesetzungen oder auch für die Inbesitznahme von Land entlang der stillgelegten Eisenbahnlinie von ASU nach Ypacarai oder den Hüttenansiedlungen entlang des Rios in ASU. Hat das alles was mit Unlogik oder mit Ignoranz zu tun. Ich jedenfalls kann mir das nicht erklären.

  3. Berd Dumm und Beate Kopf

    Antworten

    Wie immer und alles hierzulande: Hätte man einen Plan gehabt könnte man das Projekt wenigstens als planloses Projekt benennen. Aber so trifft Kinderarbeit wohl besser die Beschreibung der Durchführung dieses Projekts. Aber das ist ja ganz normal hier in Paragauy.

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