Der Chaco ist auch Paraguay

Fuerte Olimpo: Die Realität im Departement Alto Paraguay ist weit entfernt von dem Land, von dem die Einwohner träumen. Es herrschen katastrophale Zustände.

Der Bischof von Caacupé, Ricardo Valenzuela, hat einige Aussagen in seiner Predigt am 8. Dezember getroffen, die aber im Kontrast zu der schmerzhaften Realität stehen, die die Bewohner von Alto Paraguay erleben.

Die fast völlige Abwesenheit vom Staat, in dem besagten Departement und in anderen Regionen vom Chaco, können die Bewohner von Bahia Negra bestätigen. Sie haben täglich mit Trinkwasserproblemen zu kämpfen.

Bildung ist für die Herrscher der Region ein ungelöstes Problem. Die Infrastruktur ist prekär und bricht komplett zusammen wenn es regnet. Der Schulbetrieb wird dann eingestellt. Die Gesundheitsversorgung wird vernachlässigt. Wer in der Region schwer erkrankt, muss entweder nach Asunción verlegt werden oder stirbt einfach.

Die ganzen Probleme stammen aus den vergangenen Jahren und nehmen weiter zu. Alle Bewohner im Chaco geraten zunehmend in Vergessenheit und bleiben mit ihrer Unsicherheit weiterhin allein.

Wochenblatt / Paraguay.com

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8 Kommentare zu “Der Chaco ist auch Paraguay

  1. Hat der Staat diese Menschen gezwungen da zuwohnen?
    Neuankömmlinge, die sind eh selber schuld, wenn sie das Land nicht vorab erkunden.

    1. Sollen alle nach ASU umziehen? Um es etwas genauer zu definieren, der Chaco fängt nach dem passieren der puente Remanso an. Ab da, bis an die Grenze zu Bolivien wird alles sträflich im Stich gelassen und vernachlässigt. Aber bei Euch im Supermercado wollt ihr dann schon Fleisch und Milchprodukte aus dem Chaco.

  2. Die Politik spielt schon eh und je nur in Asuncion ihr Spielchen. Der Chaco ist dann gut, wenn die Hacienda Geld zu holen hat. Ansonsten passiert sehr wenig von der Regierung aus.

  3. Im chaco wird das Geld verdient was die Regierung einen großen Teil von nimt. Eine kluge Regierung sollte den Chaco mehr Achtung schenken !

  4. Ich war schon immer dafür. Der Staat sollte eine achtspurige Autobahn durch den Chaco bauen. Trinkwasserprobleme haben die Nomaden und Beduinen übrigens auch, aber die wissen sich zu helfen. Dank Geldern via freiwillig zur Kirche dazu gestoßenen Steuerzahlern, aus dem armen Rom muss der Stellvertreter Gottes Herr Ricardo Valenzuela aber trotzdem keinen Durst leiden.

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