Der erste Einsatz mit dem Feuerwehrauto aus Carlos Pfannl

Carlos Pfannl: Erst im Dezember 2017 schien es noch Schwierigkeiten bei der Gründung einer Feuerwehr in Carlos Pfannl, Guairá, zu geben. Aber Maria Elena Dubberke schaffte das Unmögliche. Zugleich kam es schon zu einem ersten Einsatz mit unterstützenden Maßnahmen.

Vor allem die Hürden beim Zoll gestalteten sich schwierig zu überwinden, damit das Feuerwehrauto TLF 16 ausgelöst werden konnte. Insgesamt waren jetzt 27.800.000 Guaranies an Gebühren fällig, umso das Fahrzeug zu bekommen. Laut Dubberke stellte die Zollbehörde aber nur eine Rechnung über 15 Millionen GS. aus, obwohl die volle Summe bezahlt wurde. Der Wert des Fahrzeugs sei einfach geändert worden, sagte sie.

Am 23. Dezember 2017 konnte aber Dubberke endlich mit dem Feuerwehrauto vom Hafen in Asunción zurück nach Carlos Pfannl fahren. Dabei kam es in Yaguarón zu einem ersten Einsatz mit dem TLF 16. Dubberke und weitere Personen leisteten Erste Hilfe bei einem schweren Verkehrsunfall bis ein Krankenwagen eintraf und die Verletzten in ein Hospital brachten. Somit ist wohl die erste “Feuertaufe“ des Einsatzfahrzeugs bestens gelungen.

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12 Kommentare zu “Der erste Einsatz mit dem Feuerwehrauto aus Carlos Pfannl

  1. „Insgesamt waren jetzt 27.800.000 Guaranies an Gebühren fällig, umso das Fahrzeug zu bekommen. Laut Dubberke stellte die Zollbehörde aber nur eine Rechnung über 15 Millionen GS. aus, obwohl die volle Summe bezahlt wurde.“

    Na so was! Da frage ich mich aber ganz ernsthaft, wie das passieren konnte! Ich dachte, die Zollbeamte waeren alle pflichtbewusst und ehrlich bei der Arbeit. Wobei, hmm, im April sind die Wahlen, da muss vorgesorgt werden, bis dann die Nachfolger kommen und absahnen!

    Jedenfalls, der jungen Frau wuensche ich nur das Allerbeste und viel Freude bei der Arbeit und den verbrecherischen Zollbeamten wuensche ich einen saftigen Tritt in den Hintern.

  2. Auch in Paraguay bekommt man einen Fuehrerschein erst ab 18 Jahren,insbesondere fuer so grosse Fahrzeuge wie dieses Feuerwehrauto. Wie die junge Dame dann das Gefaehrt vom Hafen in ASU bis nach Carlos Pfannl gefahren hat bleibt ein Raetsel…ebenso wie die Ausloesesumme beim Zoll

      1. Da hat wohl wieder eine Gewitterhexe aus wo auch auch immer alles versucht zu Verdrehen. Ist doch klar, dass Du das Auto nur abgeholt hast aber gefahren ein anderer ist…Egal hauptsache viel Glück mit dem Fahrzeug und der Gründung der Feuerwehr

  3. Nun, mit Sicherheit wird die 16-jährige Maria-Elena nicht dieses Tanklöschfahrzeug vom Hafen Asuncion bis nach Carlos Pfannl gebracht haben, denn erstens hat sie keinen Führerschein und zweitens wird sie schon jemanden in Paraguay gefunden haben, der ohne Problem dieses Fahrzeug an seinen Bestimmungsort überführen konnte. Nun, man müßte eben mal den Despacho genau angucken, betr. der Differenz zwischen den bezahlten „Gebühren“ von Gs. 27.800.000 und der Abrechnung des Zollamtes über Gs. 15.000.000. Schließlich besteht der Gesamtbetrag des Despacho nicht ausschließlich aus Zoll Es ist hier erklärt, daß insgesamt Gs. 27.800.000 an Gebühren fällig waren. Da sind aber auch enthalten: Zoll, MWST, Hafengebühren, und noch viele andere Gebühren, und letztlich dann auch das Honorar des Despachanten. Dem Despacho sind Rechnungen für alle aufgeführten Kosten beigelegt, unter anderem auch die Abrechnung des Zollamtes. So ist es ohne weiteres möglich, daß die Zollbehörde tatsächlich Gs. 15.000.000 berechnet und gefordert hat, der Gesamtbetrag der Despacho-Abrechnung aber Gs. 27.800.000 betrug. Zoll und MWSt sind aufgeführt auf der Abrechnung des Zollamtes des Finanzministeriums und stellen nur einen Teil des Despacho dar. Von vielen anderen Institutionen sind dem Despacho ebenfalls Rechnungen begeifügt. z.B. von der Hafenverwaltung u.a. für die Feststellung der Bemessungsgrundlage (Valor imponible), für die Lagergebühren usw.usw. und letztlich auch die Rechnung des Despachanten für sein Honorar. Alles zusammen ist dann der Gesamtbetrag von Gs. 27,800.000, in welchem dann eben Zoll und MWSt in Höhe von Gs. 15.000.000 lt. Abrechnung des Zollamtes lediglich enthalten ist. Die angeblich „verbrecherischen“ Zollbeamten haben mit den weiteren Kosten von Gs. 12.800.000 nicht das Geringste zu tun.

    1. Da bin ich mir gar nicht so sicher. Vor drei Wochen hatte ich Ersatzteile aus dem Ausland kommen lassen – die Erfahrung mit dem Zollamt am Flughafen war einfach grässlich, in anderen Ländern kaum vorstellbar, vielleicht noch im tiefsten Afrika. Weitere Importe werde ich möglichst vermeiden., Erwähnenswert ist, dass ich in der Tat langjährige Afrika-Erfahrung habe und daher vergleichen kann.

    2. Martin, hoeren Sie bitte auf um den Brei zu reden. In einer Rechnung muessen alle Leistungen und Gebuehren aufgelistet werden. Alles andere ist unserioes.

  4. also bei 27,8 mio hat Sie ja immerhin für 15 mio eine Rechnung erhalten, das ist eigentlich schon sehr unüblich, überdies muss aber angemerkt werden das die einfuhr der autos eigentlich nur einen Bruchteil – um nicht zu sagen ca. 10% der erwähnten summe – kostet und der rest normal in die hände des despachanten fliesst. mich würde nicht wundern wenn dies ein paraguayischer despachant aus Villarrica gemacht hat der sich von den 27,8 vermutlich 20 mio in die tasche gesteckt hat oder irgendwie anders verteilt wurde. ich denke es wäre aber sinnvoll mal die offiziellen papiere in den artikeln zu posten damit man erkennt wo das geld eigentlich wirklich hingeflossen ist. in dem sinne, der zoll arbeitet ohne schmiergeld halt leider nicht und wenn zu gründlich das es dann mehr kostet als es kosten sollte jjjj

  5. Die eigentliche Schweinerei ist doch eine ganz andere:
    Der Staat kommt seinen Verpflichtungen nicht nach( in diesem Fall landesweit für eine funktionierende Feuerwehr zu sorgen)
    Jetzt kommt ein junger Mensch daher und engagiert sich in so einer vorbildlichen Weise und dann wird diese Eigeninitiative noch mal eben mit knapp 28.000.000 bestraft!
    Das ist für eventuelle Nachahmer nicht gerade ein Ansporn!

    1. ja Rafael, so ist Paraguay. Da werden Spenden mit Zoll belastet, weil einige Beamte den Hals nicht voll bekommen. Da wird auch eine leere Sardinendose noch besteuert, es gibt keine nachlesbaren Regularien, und die Despachanten, seien es Paraguayer oder Deutsche, arbeiten mit diesen Gaunern Hand in Hand

      1. @retto, es gibt nachlesbare Regularien wie das zollgesetz usw. und dort steht genau beschrieben wie was wo und was steuerfrei ist und was nicht steuerfrei ist. es gibt bei „valorierung“ selbst auf gebrauchtgut zollabgaben auchgleich feuerwehrautos eigentlich davon ausgenommen sind also 0% zoll haben wenn diese als „spende“ über die offizielle feuerwehr ankommen. das es dann aber nicht bei 0% bleibt sondern trotzdem etwas gezahlt werden muss liegt am papierkram aber da reden wir sagen wir mal von ca. 2 mio GS aber nicht mehr. das mit den gaunern muss ich leider bestätigen, deswegen ist es immer wichtig nicht nur auf einen einzlenen despachanten zu hören sondern sich mehrere angebote einzuhohlen, da gibt es nämlich massive unterschiede.

    2. Da haben Sie absolut Recht, Rafael. Einfuhr fuer gemeinnuetzige Zwecke sollten, ja muessen, zollfrei sein.
      Und gleichzeitig werden notwendige Steuerreformen, wie Tabaksteuererhoehungen, verworfen, weil ein gewisser Herr C., Oberhaeuptling, ein Zigarettenmonopol im Land besitzt und an allen Hebeln sitzt.
      Das kotzt einen richtig an, dass kleine Buerger zur Kasse gebeten werden und Millionaere und Politiker keinerlei „Belastungen“ erfahren.

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