Der Markt ist der “Schuldige“, dass Sonnenblumen verschwinden

Asunción: Wenn in einer offenen, wie in Paraguay, freien Marktwirtschaft, Produzenten nur auf Nachrichten reagieren, die für sie keinen interessanten ertrag bringen und deren Produktionskosten nicht decken, ist die Antwort einfach und lautet Rückzug.

Im Zuge dessen sucht man nach neuen Anbauprodukten in der Landwirtschaft.

Die eingangs erwähnten Aussagen traf der Der Minister für Landwirtschaft und Viehzucht, Marcos Medina, als er wegen der Besorgnis der Erzeuger angesprochen wurde, dass in diesem Jahr die Sonnenblumen fast ebenso von der landwirtschaftlichen Ernte verschwinden würde wie der Weizen und Mais.

„Wir haben gerade ein Treffen mit Landwirten in betroffenen Zonen beantragt, um die Situation beurteilen zu können“, sagte Medina.

Er fügte an, die Absicht “dabei ist es, zu sehen wie man den Sektor stärken und irgendwie unterstützen kann, sodass zumindest die Auswirkungen in Grenzen gehalten werden. Sobald dann die Marktbedingungen sich wieder verbessern, kann man das Aussaatgebiet vergrößern“.

„Die offene Marktwirtschaft funktioniert in keiner Weise. Wenn die Preise gut sind, steigen die Anbauflächen rapide an und wenn die Preise sinken ist genau das Gegenteil der Fall. Was wir suchen wollen, ist der Punkt des Gleichgewichtes“, erklärte der Minister weiter.

In Bezug auf den Weizen betonte Medina die Notwendigkeit, zumindest die Binnennachfrage zu decken. „Der Export ist auch wichtig. Die Basis für alles ist unsere Binnennachfrage und von dort aus bauen wir wieder unseren Weg aus, um die Anbauflächen zu vergrößern und Exporte zu ermöglichen“, sagte er.

Wochenblatt / ABC Color

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15 Kommentare zu “Der Markt ist der “Schuldige“, dass Sonnenblumen verschwinden

  1. Der Minister hat es erfasst. Die freie Marktwirtschaft ist asozial, hab ich gestern schon geschrieben.: https://wochenblatt.cc/mietpreise-sollen-reguliert-werden/#comment-158283

  2. Was ist dann besser als die „freie Marktwirtschaft“? Etwa die Planwirtschaft? Hat ja wunderbar funktioniert zu Sowjetzeiten und im „Arbeiter- und Bauernparadies“ der DDR.

    1. @Simplicus
      Es ist allgemein bekannt das sie die DDR kennen, dort gelebt haben zu ihrer Freude.Planwirtschaft, Produktionslenkung hin oder her.Ein kann ich ihnen versichern gehungert hat in diesen „Arbeiter- und Bauernparadies“ keiner. Auch wenn alles nicht immer im Ossi-Land schon war! Es gab bei denen Bonzen,Reiche, normale und Unterschicht der Unterwelt.
      Wo waren sie den in diesen Paradies und wie lange!
      Die Landwirtschaft hat Grundsätzlich die Aufgabe das Volk zu ernähren.Das ist in Paraguay nicht der Fall.Ohne Importe wäre dieses Land bald ausgerottet. Schwerste Hungersnot! Die Monokulturen sind nur dazu da, den Alkohol für Ökowahn in Europa und Viehfutter für billiges Fleisch der Industriestaaten liefern. Die Bauern haben auch eine „Soziale Verantwortung“ für das Land, das Volk.Das wussten selbst die Nazi´s, die Kommunisten,die Nachfolger auch! Hier geht es nur um den Profit einzelner und der Agrarkonzerne. Deshalb ist der Staat ein großer Feind einer Landreform
      Das ist Asozial,

  3. Ein neues Wirtschaftsmodell muss her. Das wird aber nicht gelingen. Schon vor Jahren meinte Warren Buffett: wir führen einen Krieg gegen die Armen. Wir werden gewinnen.
    Ein namentlich nicht genannter Fonsmanager meinte: „Je länger ich an der Wallstreet arbeite, desto mehr bin ich davon überzeugt, dass Karl Marx recht hatte“ .Das Wirtschaftswachstum in Industrieländern hat sich von der Lohnentwicklung und vom Wohlstandszuwachs der Arbeitnehmer abgekoppelt, erst recht die Gewinne von Konzernen, aller großzügigen Tarifabschlüsse in Deutschland zum Trotz. Statt zu breiter Wohlstandsverteilung kommt es seit den Siebzigerjahren zu einer swohl individuellen wie institutionellen Reichtumskonzentration. Die Folgen sind gravierend für die Unterschicht: psychische Erkrankungen, gesundheitliche Anfälligkeit, eine deutlich reduzierte Lebenserwartung.
    Quelle: www.telepolis.de
    Die Bundesregierung Deutshlands macht immer genau das, was die Reichen wollen und genau das Gegenteil von dem, was sich die Armen wünschen.
    Quelle: Universität Osnabrück

  4. Nachtrag: Während sich in England in den vergangenen drei Jahrzehnten die Wirtschaftsleistung verdreifachte, hat sich zugleich die Anzahl der Haushalte, die ihre Wohnung im Winter nicht ausreichend heizen können, von 14 Prozent auf 33 Prozent erhöht.
    Quelle: www.telepolis.de
    Heute gelesen: In Deutschland verdienen 3,7 Millionen Arbeitnehmer weniger als Euro 2.000 brutto. Wollen wir das? Falls ja, arme, kranke Gesellchaft.

  5. Deutschland hat sich längst von der „sozialen Marktwirtschaft“ los gesagt. Ich könnte mir vorstellen, man sollte sich den Lehren eines Prof. Ehrhard wieder erinnern und staats- bzw. wirtschaftsrelevante Bereiche einer gewissen staatlichen Kontrolle unterziehen. Eine von Ethik und Moral befreite „soziale Marktwirtschaft“ taugt genauso wenig wie eine „Planwirtschaft“.

    1. Eine von Ethik und Moral befreite „soziale Marktwirtschaft“ nennt man „freie Marktwirtschaft“, asozial eben. „Planwirtschaft“ sagt nichts ueber soziale bzw. kulturelle Werte aus. Wir haben heute auch nur Planwirtschaft. Geplant wird in den Monopolen, welche aus diesem Grund verboten gehoeren und eigentich vom Kataster verhindert werden sollten. Ist aber auch so ein Plan…. Wer es immer noch nicht gemerkt hat; „willkommen in der Planwirtschaft.“

  6. et gibt nix besseres als freie marktwirtschaft, et gibt nix wat effizienter is, et gibt nix wo jeder ne chance hat wat zu schaffen, wenn er/sie/es will
    nur in der freien marktwirschaft kann jeder bei sich so wirtschaften wie et ihm passt, wenn er auf sozialistische experimente staht sei ihm frei gegeben so zu handeln, sich einzuschraenken geld zu verballern und wie jedes sozialistische experiment bisher, pleite zu gehn
    in der sozialen martkwirtschaft oder in der planwirtschaft kann keiner so wirtschaften wie er will… kann nur nach den von oben kollektiv aufgezwungegen regeln spielen…

      1. dat stimmt, man tut ja inner statlichen bildung die ja pflicht is, den kinners in die birnen kloppen, dat der staat alles regeln muss weil leute zu bloed sind alleine entscheidungen zu treffen
        und wenn der sozialstaat wieder mal, beim tapferer bekaempfung der probleme die er selber produziert, scheitert, iset wieder der kapitalismus schuld
        der staat muss mehr regeln und eingreifen weil der freie markt hat versagt…
        die meisten leminge koennen sich dat leben ohne dat jemand denen sagt wie sie zu leben haben nicht mehr vorstellen
        erlernte unfaehigkeit und abhaengigkeit

  7. Habe ich an sich schon nach kurzer Zeit gesagt, als ich hier hergekommen bin. Der Binnenmarkt muss das Kriterium sein und daher braucht es auch staatliche Eingriffe. Wenn man überhaupt etwas tun will, ist das der einzige Weg.
    Planwirtschaft hat man sowieso, weil in Paraguay völlig offensichtlich einige wenige Private vermutlich zumeist sogar Ausländer den Agrar und Exportsektor kontrollieren, daher muss der Staat hier Hand anlegen. Das ist noch lange kein Kommunismus sondern lediglich eine Normalisierung.
    Solange wie gesagt die OPEC regiert und selbst in 1. Welt Staaten der Erdölkonzern immer noch in mehrheitlich staatlicher Hand ist, sprechen wir hier sowieso nicht von freier Marktwirtschaft und diese wird es auch in der Tat nie geben. Der Kapitalismus hat ebenfalls kein Heilkraut gegen Verschuldung oder bankrott und beginnt vom ersten Tag an mit Gender und Multikulti Experimenten, weil alle Menschen Kunden sind. Das sind wie gesagt alles keine Themen mit denen man sich beschäftigen braucht.
    Das wirklich wesentliche wäre tatsächlich ein Gleichgewicht anzustreben, vor allem in Punkto Geburtenkontrolle. Das hier gesagte ist erst der Anfang, ich bin aber schon zufrieden einmal etwas anderes als ewiges Wachstum und Freiheit zu hören, also sprich permanent mit Fakten berieselt zu werden, die es nachweislich in dieser Form nicht gibt.

  8. Irrenhaus-Beobachtungs-Institut

    „und selbst in 1. Welt Staaten der Erdölkonzern immer noch in mehrheitlich staatlicher Hand ist“

    Bei Petrobras mag das ja partiell zutreffen, wobei Brasilien ja nicht zu den 1.Weltländern gerechnet wird, aber haben sie Belege für ihre Aussageb bei z.b. Chevron, Exxon, Shell oder BP (die sich unseren Recherchen zufolge vornehmlich in privater Hand bzw. Hedgefonds befinden) ?

    1. Schlicht vertan. Es waren Staaten wie Brasilien also Mercosur gemeint, weil die auch mit Paraguay mehr zu tun haben. Also 2. oder 3. nicht aber 1. Welt.
      Trotzdem gilt auch für die 1. Welt, dass es die Opec gar nicht geben dürfte.

  9. Gott sei Dank ist es kein Prinz Albert geworden

    Wenn etwas in Paraguay produzierst, musst es sowieso exportieren, hierzulande kauft dir deine Erzeugnisse eh niemand ab. Demasido Caro. Ausser Bier, Caña und Fleisch vom Carnicero Alemán natürlich, da fährt man Kilometerweit in die Pampas um ne Knackwurst zu bekommen.

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