Der Mindestlohn könnte auf 2.143.000 Guaranies ansteigen

Asunción: Der gesetzliche Mindestlohn wird Mitte des Jahres angepasst. Nach den jetzigen Berechnungen könnte es zu einem Anstieg zwischen 4% und 5% kommen.

Nach Angaben des Arbeitsministers Guillermo Sosa ist die Anpassung des gesetzlichen Mindestlohns in der ersten Monatshälfte vom Juni vorgesehen, sobald die Inflationsrate Ende Mai bekannt ist.

Laut der von der Zentralbank von Paraguay (BCP) erstellten Umfrage über die Erwartungen der wirtschaftlichen Variablen (EVE) beträgt die Inflationserwartung im Monat Mai 0,3%. Die kumulierte Inflation seit Juli 2017, als die letzte Anpassung vorgenommen wurde, beträgt bis März 2018 nicht mehr als 3,52%. Wenn die BCP-Prognosen erreicht werden, könnte die kumulierte Inflation Ende Mai 4,12% betragen.

Auf die Frage nach der Höhe der Lohnanpassung stellte der Minister klar, dass er keine bestimmte Zahl angeben wolle, da die Händler den Preis sofort auf der Grundlage von Erwartungen nachjustieren würden, was für die Kaufkraft schädlich sein könnte.

Sosa erklärte weiter, dass der Anstieg, der vom Mindestlohn wahrgenommen wird, besser als Neujustierung bezeichnet werden sollte, da die Veränderung nach dem Verlust erfolgt, den das Gehalt im Verhältnis mit den Preisen hatte.

Eine Erhöhung von 5% des Mindestlohns unter Berücksichtigung der Inflationsprognosen für Mai könnte zu einem Anstieg um 102.056 Guaranies führen. In diesem Fall würde das Mindestgehalt ab Juli des laufenden Jahres 2.143.179 Gs. betragen.

Die letzte Gehaltsanpassung wurde im Juli 2017 vorgenommen, als der Wert um 3,9% anstieg. Das entsprach einer Erhöhung in Höhe von 76.616 Guaranies.

Bei der Analyse der Entwicklung in den letzten fünf Jahren ist festzustellen, dass der Mindestlohn seit Januar 2013 um 382.891 Gs. gestiegen ist.

Auf die Frage, wie sich der private Sektor an die Anpassung des Mindestlohns anpasst, kommentierte Jorge Pecci, Präsident der Firma Automaq, dass jede Lohnerhöhung eine Komplikation darstelle. Er fügte an, es sei klar, dass eine Gehaltsanpassung im Juni jeden Jahres stattfinde und die Unternehmen würden im Zuge dessen eine Änderung ihrer Ausgaben vornehmen.

Wochenblatt / 5días

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8 Kommentare zu “Der Mindestlohn könnte auf 2.143.000 Guaranies ansteigen

  1. Jetzt verstehe ich auch warum hier alle so bei der Sache sind, ja richtige Arbeitstiere: Lohnerhöhung gibt es jedes Jahre, ob man will oder nicht.

  2. Was würde ich dafür als Gegenleistung von meinem #Arbeiter# im privaten Arbeitsbereich zugute haben? Arbeitsstunden pro Tag, Pausenzeiten?

  3. Wer bekommt denn hier den Mindestlohn, doch wohl kaum die Mehrheit? Einzig die daraus resultierenden Preissteigerungen im Handel treffen die Leute?

    1. Cristian2005 Du hast recht, Die bei Politikern und der Öffentlichkeit Hausangestellten erhalten kaum den Mindestlohn, während gerade diese Leute eine weitere Lohnerhöhung im privaten Sektor wollen. Faktisch heißt das noch längere Terere Pausen zu machen, noch ineffizienter die Zeit totschlagen, ohne der eigentlichen Arbeitsaufgabe nach zu gehen. Damit man die andere Woche auch noch etwas zu tun hat, und nicht zu einer anderen Aufgabe heran gezogen wird. Mein Arbeiter arbeitet effektiv für mich höchstens 1 Stunde am Tag, während er sich die andere Zeit irgendwo im Bario aufhält. bekommt aber Mindestlohn und ist IPS versichert. Wenn ich ihn kontrolliere unerwartet natürlich, dann ist ganz fleißig am suchen von Fehlerquellen. Leider habe ich nicht die Zeit Ihn ständig zu kontrollieren.

      1. Personal ohne Beaufsichtigung zu lassen, geht in diesem Land einfach nicht!
        Wenn er ohnehin nur 1 Std. effektiv arbeitet, schaffst Du das in 20 min.
        Mach es einfach selbst, das spart Geld und vor allen Dingen Nerven.
        Bei mir läuft das allerding etwas anders. Ich gebe morgens den Tagesplan aus, und es funktioniert!
        Probier es einfach.

  4. man sollte hier in paraguay nicht ständig nach mehr mindestlohn schreien sondern endlich den lohn nach der leistung berechnen, da würden aber wohl die meisten dumm zur wäsche rausgucken. aber das paraguaische arbeitsmodell heisst: alle jahre mehr lohn dafür weniger arbeiten.

  5. Der Mindestlohn bekommt in Paraguay jemand der zB. als Metzger in einem Supermercado arbeitet. Aber wie viele sind das?
    300.000 Beatmete im Beatmetenhäuschen verdienen weitaus mehr.
    Doch die Mehrheit der Menschen, etwa eine Haushaltshilfe, auch angestellte Reinigungskraft, etc. verdient zwischen 900.000 und 1.400.000, das bei sechs Tagen pro Woche. Wobei man das mit „arbeiten“ nicht mit Europa vergleichen darf.
    Die ständige Erhöhung des Mindestlohns führt dazu, dass diese an den Konsumenten weiter gegeben wird, die Preise steigen, ergo muss Mindestlohn erhöht werden.

  6. Dieses Spiel bleibt und ist nicht durch dacht ,jedes Jahr eine Anpassung jedes Jahr höhere Preise und in Zukunft auch noch höhere Steuern.Das ist für PY eine Spirale nach unten in die Arbeitslosigkeit. Welcher Betrieb oder Konzern will den in diesen Land investieren bei der Unsicheren Lage durch Gewerkschaften verursacht? Keiner mit Verstand ,also mehr Banditen und Korruption in Zukunft weil irgenwie müssen die Arbeitslosen ihre Familien doch satt bekommen und Arbeitslosengeld wie in D gibt es nicht oder Hartz 4.Eine Anhebung des Mindeslohnes bei gleichzeitiger Preis Kontrolle mit eine höchst Anstieg des Inflation Index mehr nicht würde wirken aber kommt eines Diktates gleich und vereinbart sich nicht mit der freien Marktwirtschaft. Also was tun?

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