Der Rettungswagen, der niemals kam

Teniente Irala Fernández: In den Morgenstunden des 24. Januar 2020 kam es bei einer schwangeren Frau im Indigenengebiet “El Estribo” zu Komplikationen. Die gesendeten Hilferufe wurden zwar beantwortet, die Reaktion jedoch blieb aus. Was war passiert?

María Dolores Paredes (17) sollte an diesem Tag entbinden. Nachdem es um 09:00 Uhr problematische wurde hoffte man auf eine Verlegung in das Krankenhaus nach Filadelfia. Das Krankenhaus in Yalve Sanga reagiert, jedoch viel zu spät. Als gegen 14:00 Uhr der Rettungswagen ankam, war die Frau schon halbtot und im Koma. Sie wurde dann als Notfall nach Filadelfia gebracht, wo sie gegen 16:00 Uhr starb. Alles war umsonst. Sie starb, wie es des Öfteren im Chaco passiert, weil das staatliche Gesundheitssystem unzählige Mängel hat oder gar nicht präsent ist.

Was die Familienangehörigen von María Dolores Paredes jedoch wirklich ärgerte war die Form, wie ihr der Leichnam übergeben wurde. Aus Filadelfia kam ein Patrouillenfahrzeug der Polizei, auf dessen Ladenfläche der Leichnam in einem Karton eines Kühlschranks transportiert wurde. Nach der Beerdigung in ihrer Gemeinschaft kritisierten sie den Vorfall in einem Programm bei Radio Pai Puku.

Obwohl jetzt María Dolores Paredes in Frieden ruht, schreit die Verantwortlichkeit zum Himmel, für die Personen, die sie hätten retten können. Natürlich war sie keine Tochter eines Präsidenten oder eines Parlamentariers. Es war eben nur eine Indigene, die einst Schönheitskönigin im angrenzenden Fußballklub war.

Wochenblatt / Radio Pai Puku

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4 Kommentare zu “Der Rettungswagen, der niemals kam

  1. Großer Diktator Ströessners Erbe

    Wenn nicht ein Großteil der Steuereinnahmen in der Korruption versickern würde, dann könnte sich der Staat einen eigenen Krankenwagen leisten und sogar Benzin dazu, bräuchte nicht von USA, Japan, Taiwan oder Deutschland gespendet werden. Und die Frau wäre noch am Leben. Jedenfalls in der EU hätte man ihr bestimmt helfen können, wenn sie rechtzeitig in Krankenhaus gebracht hätte werden können. Dafür geht es der dekadenten Großer Diktator Ströessners Erben mit Parteibuch Colorado bestens.

  2. Was diesen Menschen in ihrem eigenen Land angetan wird ist einfach nur abartig. Die Menoniten prallen sie würden sich als Paraguayer fühlen und die Hiesigen prallen mit ihrer „Tierra fertil Guarani“ und ihrer Kauderwelsch Sprache Guarani, die sie selber nicht mal beherrschen aber wehe ein Guarani braucht Unterstützung oder dergleichen. Diese Menschen sind Geister in ihrem eigenen Land. Die sind sehr speziel die Indios, das kann man nicht abstreiten, nur wurde ich seit ich in Paraguay lebe, nicht ein einziges mal von einem Indio beleidigt oder rassistisch, gar schlecht behandelt. Sie haben sich sogar geschlossen für mich, Ausländerin, eingesetzt als ein Mennoniten Pärrchen mich beim Chef anscheissern wollten damit ihre Tochter meine Arbeitsstelle kriegt. Wie hat das alte kanadische white Trash Weib gesagt:“ Du weisst schon, dass die für uns lügen werden und dann bist du weg!!“ Das haben sie nicht!!! Keiner!! Chapeau für diese Leute auch wenn sie sich sehr schwer tun in der heutigen Gesellschaft. So etwas haben sie nicht verdient.

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