Der Schulweg führt über den Fluss

Pedro Juan Caballero: In ländlichen Gegenden könnten die Schüler sicherlich ein Buch über ihre täglichen Erlebnisse auf dem Schulweg beschreiben. Mit einem Floß über einen Fluss ist sicherlich ein ganz besonderes Abenteuer.

Die indigene Schule Piky Cua liegt sich in etwa 60 Kilometer von der Hauptstadt des Departements Amambay entfernt. Der Weg dorthin für die Schüler aus der Kolonie Indigena ist täglich mit Gefahren verbunden.

Das hat einen triftigen Grund, denn schon vor Monaten ist die Brücke über den Fluss Aquidabán eigestürzt. Obwohl der Vorfall an übergeordnete Stellen gemeldet wurde passierte nichts. Nun hat vor kurzer Zeit der Unterricht begonnen und die Schüler aber auch Lehrer müssen mit einem Floß das Gewässer überqueren.

Jedoch sind von dem Einsturz ebenfalls alle Siedler in der Gegend betroffen. Es gibt zwar alternative Ausweichrouten, die aber einen weiten Umweg erfordern. Die mangelnde Aufmerksamkeit der Stadtverwaltung von Pedro Juan Caballero könnte aber auch andere Gründe haben. Mehrere Anwohner in der Gegend, die nicht genannt wurden, denken, es liege wohl an der armen Bevölkerung. Sie habe zu wenig Einfluss auf politische Bereiche und werde deshalb vernachlässigt.

„Wir hoffen, dass die Behörden uns helfen, eine neue Brücke zu bauen. Sie sollen nicht warten, bis zuerst ein Schüler sterben muss, damit jemand kommt und die Situation ernst nimmt“, erklärte ein Siedler aus der Gegend.

Quelle: ABC Color

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