Deutsches Modell im Gespräch

Mehrere Experten sind der Ansicht, dass dringende Reformen im Bildungssektor vonnöten sind. Es geht, wie immer, um finanzielle Mittel aus öffentlichen Geldern, die im Laufe der Zeit immer weniger werden. Eigenverantwortung lautet das Stichwort.

Dr. Enrique Bendaña ist Präsident des Zentrums für Regulierung, Standards und Kommunikationswissenschaften (Cerneco). Er und weitere seiner Mitglieder argumentieren, dass die Regierung den kostenlosen Zugang an die Universitäten abschaffen müsse. Dafür sollen Studentendarlehen eingeführt werden, die dann in Raten innerhalb von 10 Jahren zurückbezahlt werden könnten. Mit diesem Projekt würde für andere Generationen eine Unterfinanzierung verhindert.

„Während die Menschen sich Sorgen über die kommende Präsidentschaftswahl machen und die Möglichkeit einer Wiederwahl im Raum steht kümmern wir uns nicht um kurzfristige Angelegenheiten sondern schauen in die Zukunft. Vor allem was mittel- und langfristig passieren wird. Wir wollen das Nationale Carlos Antonio López Stipendium weiter beibehalten, aber vor allem muss dies auch nachhaltig sein“, erklärte Bendaña.

Er schlug folgendes Modell vor: „Die Bachelor- und Master Stipendien werden in ein Kreditsystem umgewandelt. Dabei muss der Student innerhalb von 10 Jahren die Höhe der Unkosten zurückbezahlen, wie ein Fond, in den einbezahlt wird“.

Bendaña erwähnte zwei Beispiele. Eines davon ist das amerikanische System. Dort bekommt der Student Geld für das Studium geliehen. Nach dem Abschluss hat er zwei Jahre eine tilgungsfreie Zeit und muss danach innerhalb von 10 Jahren den Kredit mit einem Zinssatz von 2% abzahlen. Im deutschen Modell bekommt der Student 50% der Kosten für das Studium geliehen aber ohne Zinsen. Laut der Cerneco wäre eines der beiden Beispiele für Paraguay anwendbar.

Quelle: ABC Color

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2 Kommentare zu “Deutsches Modell im Gespräch

  1. ach so…das System “ Quotas“ auch auf Bildungsebene einführen? Tolle Idee. Ich möchte mich jetzt nicht im einzelnen auf paraguayische Bildung einlassen, aber was kommt nach einer schulischen Bildung????

  2. CERNECO. Würden nur ALLE staatlichen Institutionen so handeln (an die Zukunft DENKEN und VERNÜNFTIGE Vorschläge einbringen und nach Möglichkeit auch AUSFÜHREN), wie diese. Leider fängt das Problem bei den meisten schon mit dem DENKEN an. Bildung ist alles. Richtiges AUSBILDEN auch. Wird ja vielleicht noch was, Irgendwann 🙂

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