Die ANDE vor dem Zusammenbruch

Asunción: Die Nachlässigkeit in Bezug auf die Energiegewinnung von Itaipù, die Apathie, die enormen Verluste und vor allem die Korruption haben dazu geführt, dass die ANDE heute ein völlig zusammengebrochenes Unternehmen sei, erklärte Nelson Cristaldo.

Er sagte, dass die im Jahr 2017 eingeführte Tariferhöhung willkürlich und auf grobe Fahrlässigkeit des Unternehmens zurückzuführen sei, vor allem weil man teurere Energie von Itaipu gekauft habe.

Ingenieur Nelson Cristaldo, Berater von Unternehmen des Privatsektors, erklärte weiter, die Verluste von der ANDE seien so groß, dass sie heute nicht mehr tragbar seien. Deshalb könne das zusammengebrochene Unternehmen fast nicht mehr internationalen Kredite bekommen und Eigenmittel (die aus dem Kauf und Verkauf von Energie stammen) werden nicht mehr für die Infrastruktur verwendet, sondern lediglich zur Bezahlung von Löhnen oder zur Beseitigung von Schäden.

Er fügte hinzu, dass vor fünf Jahren die “Eigenmittel“ aufgebracht gewesen seien und dann keine andere Möglichkeit bestanden habe, beispielsweise von der Weltbank, der IDB und europäischen Banken, Geld zu leihen.

„Aber es gibt ein Problem in Abhängigkeit von den Multilateralen. Es ist so, dass es bei der ANDE durchschnittlich 900 Tage dauert, um einen Kredit zu erhalten. Das heißt, wenn der jetzige Präsident (Pedro Ferreira) heute mit der Beantragung eines solchen beginnt, wird er die erste Auszahlung innerhalb von drei Jahren erhalte“, warnte er.

Er fügte hinzu, dass Ferreira aus diesem Grund die Finanzierung von Arbeiten im Rahmen des Projekts “schlüsselfertig“ für 300.000.000 USD mit der Garantie des Staates befürwortet und erreicht habe, weil auf diesen Betrag zugegriffen werden könne. Auf traditionellen Wegen muss man mindestens drei Jahre warten, “Zeit, in der die ANDE bereits völlig zusammengebrochen ist“.

Als Cristaldo die Gründe für eine willkürliche Erhöhung der ANDE-Tarife erläuterte, erinnerte er daran, dass das Unternehmen zwischen 2016 und 2017 die teuerste Energie von Itaipú bezogen habe, obwohl das binationale Wasserkraftwerk seine Energiepreise seit 10 Jahren nicht erhöht habe.

„Die einzig rationale Antwort dafür ist, dass die Brasilianer das “Armdrücken „gewonnen haben. Darüber hinaus bricht Itaipú immer wieder neue Rekorde in der Stromproduktion. Heuer war das schon der Fall und es wird so weiter gehen. Wenn das passiert, gibt es in beiden Ländern viel mehr Energie als garantiert, denn sie ist dann billiger als die festgesetzte Marke“, betonte Cristaldo.

Zu diesem Punkt erklärte er, dass Itaipú zwei Energiekosten zu bewältigen habe: Die garantierte mit 45 Dollar pro MWh und die höhere mit 5 Dollar pro MWh. „Dann kam der Tarifmix bei 27 Dollar pro MWh zu uns. In der Zeit von Horacio Cartes stieg er jedoch auf fast 33 US-Dollar pro MWh, und das machte keinen Sinn, weil es mehr billige Energie gab, die wir nicht kaufen konnten. Und wenn wir sie nicht gekauft haben, wer hat sie dann genommen?“.

Er fügte hinzu, dass der staatliche Energieversorger ANDE zu diesem Zeitpunkt seine Bilanzen präsentiert und argumentiert habe, dass sie die Energiekosten von Itaipú auf 32 US-Dollar pro MWh gesenkt habe und 2016 negative Zahlen geschrieben worden seien. „Das ist unmöglich, wenn die ANDE Strom für 32 US-Dollar kauft und für 80 US-Dollar pro MWh verkauft“, kritisierte Cristaldo.

Wochenblatt / ABC Color

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3 Kommentare zu “Die ANDE vor dem Zusammenbruch

  1. Michael Knutsch und Vasilie Mich

    Reply

    Ja, erst einmal Halloooo, ich weiß gar nicht ob Sie es schon wussten, aber auch ich hatte mal ein Betrieb, der leider nur Verlust und kein Gewinn erzielte. Ja. Und dann sind wir Pleite gegangen. War zwar komisch und für uns alle unverständlich, aber leider wahr.

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