Die Beamten werden immer reicher

Asunción: Wer nicht als Beamter einen Job in der Regierung inne hat profitiert kaum von guten Gehältern. Landwirte lagen auch in der Spitzengruppe bei den Steigerungen ihrer Einkommen, sie fallen nun aber deutlich ab. Zudem ist der durchschnittliche Lohn wesentlich geringer.

Die Einkommen der Angestellten, laut der neusten permanenten Haushaltserhebung (EPH), weisen große Unterschiede auf. Das Lohngefälle, vor allem zwischen den öffentlichen und privaten Sektoren, ist sehr ausgeprägt. In den drei Zweigen der Regierung wurden durchschnittlich Gehälter von 6,6 Millionen Guaranies monatlich erreicht. Das ist ein Wachstum von 93% zwischen den Jahren 2007 und 2015.

Im selben Zeitraum stiegen die Löhne bei den einfachen Landwirten und Arbeitern um 101% an. Sie liegen im Durchschnitt aber nur bei 1,5 Millionen Gs. 2007 waren es nur 745.000 Guaranies pro Monat.

Inzwischen ist aber hier ein Abwärtstrend erkennbar. Im Sektor von Arbeitern der Industrie, Monteure und dem Maschinenbau kam es nur zu einem Plus der Einkommen um 65% zwischen 2007 und 2015.

Erwähnenswert ist, dass die Regierung der größte Arbeitgeber im Land ist. Rund 300.000 Beschäftigte hat sie unter Vertrag.

Quellen: 5dias / ABC Color

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4 Kommentare zu “Die Beamten werden immer reicher

  1. Das Beamte immer Reicher werden ist ja nicht verwunderlich.Bei den krummen Nebengeschäften ist mehr als Natürlich, kein Vieh macht Mist!
    Von normaler ehrlicher Arbeit ist noch niemand richtig Reich geworden, maximal an Erfahrung.

  2. Als Cartes sein Amt als Staatspräsident übernahm, versprach er den Wasserkopf der Beamten deutlich zu reduzieren. Zu Beginn seiner Amtszeit wurde angeblich ein Kassensturz des Staatshaushaltes gemacht und dabei festgestellt, daß 93 % der Staatsausgaben allein für Personalkosten aufgebraucht würden. Was sind nun aus diesen Versprechungen von Cartes und seinen Colorados geworden?

  3. Die Regierung, der größte Arbeitgeber im Land, rund 300.000 Beschäftigte hat sie unter Vertrag. In der Schweiz sind es nicht einmal 30.000 Beatmete. Aber die Schweiz ist auch viel kleiner und die Beatmeten müssen auch viel weniger Turnschuhe kaufen, um täglich neue Weisungen, Bürgerakten und Verordnungen in die amtlich bewilligten Behälter einzureihelen.
    So ist das aber nun einmal, entweder man hat einen Padrino, der einem ins Beatmetenhäuschen oder ins Tele bringt, dann gibt es satte 1.000 Euro mtl., oder eben nicht, dann bekommt man halt fürs Terere-trinken nur etwas über 200 Euro monatlich.
    Wenn man die Qualität und Mentalität hierzulande mit EU vergleicht, so sind diese 2.500 bis 12.000 Euro jährlich – so viel wie ein chinesischer Landsmann in der Schweiz im Monat verdient – immer noch zu viel, denn man bezahlt innerhalb der EU einem Sechstklässler auch keine 200 Euro monatlich, auch wenn eine von ihm errichtete Mauer wohl ein paar Jahre länger bestand hält. Aber wie J.H.H.Rabie sagen würde: “Sie leben trotzdem”. Naja, who cares?

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