Die blauen Beeren

Misiones: Ausnahmen bestätigen die Regel in Paraguay. Manch einer hat Ideen und verdient damit Geld, sogar sehr gutes Geld. Ein Nischenprodukt findet immer viele Abnehmer.

Auf etwa eineinhalb Hektar in Potrero Alto, in der Gegend von Santa Rosa, baut Andrés Pattini Heidelbeeren an. Vor zwei Jahren fing er mit dem Projekt an. Er erklärte, das Vorhaben sei nicht einfach gewesen, vor allem wegen der roten Erde, die nicht so gut für die Beeren wäre.

Er bereitete den Boden vor, indem er Sand, Kieferrinde und Saatgut von der Universität aus Florida hernahm. Im Moment gelingt es Pattini einen Ertrag im Bereich von 3.500 Kilogramm pro Jahr zu erzielen. Damit aber die Produktion rentabel wird braucht es mindestens 10 Tonnen von den blauen Früchten.

2013 musste der Landwirt einen herben Rückschlag verkraften. Widrige Wetterverhältnisse und schwere Unwetter zerstörten seine ganze Anbaufläche. Er begann von Neuem und baute auch Tomaten und andere Gemüsesorten in einem Gewächshaus an. Die größten Hindernisse bei der Heidelbeere sind Hagelstürme, Heuschrecken und Ameisen. Mittlerweile verkauft Pattini auch schon Setzlinge seiner Blaubeeren an weitere Interessenten. Für die Ernte werden meistens Frauen aus der Umgebung eingestellt, 5.000 Guaranies bekommen sie pro Kilo bezahlt.

Pattini ist eigentlich Apotheker und stammt aus Argentinien. Ein Freund lud ihn nach Paraguay ein, dann blieb er mit seiner Frau für immer hier.

Quelle: Ultima Hora

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