Die Freigabe der Kraftstoffpreise hat wohl fatale Auswirkungen

Asunción: Nachdem die Preise für den gewöhnlichen Diesel und Benzin durch die Regierung frei gegeben wurden, jedoch vor allem im öffentlichen Transportwesen keine Anpassung erfolgte, könnten morgen weniger Busse zirkulieren.

Der Präsident von den Busunternehmern in der Hauptstadt von Paraguay (Cetrapam), Cesar Ruiz, erklärte, dass die Unternehmer nicht plötzlich teuren Dieselkraftstoff kaufen könnten, aber die Fahrpreise im Gegenzug nicht erhöht würden. Er warnte davor, dass die Entscheidung, kein teures Diesel zu ordern, dazu führe, dass automatisch weniger Busse in den Straßen zirkulieren werden, was zu Klagen der Passagiere führe.

Ruiz stellte klar, dass es im Finanzsystem keine “mediane Regulierung oder Deregulierung gibt, und dass es unverständlich ist, wie der Staat den öffentlichen Verkehr im Hinblick auf die Änderung der Fahrpreise kontrolliert und den Hauptfaktor Diesel aber frei gibt“.

Er fügte hinzu, dass der Staat die “zwingende Verpflichtung” habe, den Kraftstoffpreis für den öffentlichen Verkehr zu regulieren, um negative Auswirkungen auf den Fahrpreis zu vermeiden, was sich auf einen großen Teil der Bevölkerung auswirke.

Auf die Frage, ob man eine “selektive Regulierung” nur für den öffentlichen Verkehr benötigen würde, antwortete Ruiz Díaz: „Natürlich muss der Staat garantieren, wie viel ich für meinen Treibstoff bezahlen werde, um zu wissen, wie viel ich für die Tickets verlangen muss“.

Wenn man darauf hinweist, dass, laut dem Handelsminister Gustavo Leite, die Deregulierung des Diesels nicht unbedingt zu einem Anstieg der Treibstoffpreise führe, antwortete er: „Ist er ein Minister oder ein Zauberer? Wenn der öffentliche Verkehrssektor 300 oder 400 Guaraníes mehr pro Liter für das Produkt namens Diesel bezahlen muss, werden wir offensichtlich eine Steigerung des Fahrpreises haben, wie das im Januar dieses Jahr bereits geschehen ist“.

Durch die Preisfreigabe der Regierung, so Ruiz, wolle Petropar den Diesel im Vergleich zu privaten Kraftstoffunternehmen am billigsten verkaufen.

„Aber wir müssen auch berücksichtigen, dass kein Transportunternehmen bei Petropar seinen Kraftstoff bezieht. Wir haben Verträge mit einer Laufzeit von mehr als 10 Jahren mit privaten Unternehmen unterzeichnet und die Strafen für die Vertragsauflösung belaufen sich auf Millionen von US-Dollar“, betonte Ruiz.

Wochenblatt / ABC Color

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14 Kommentare zu “Die Freigabe der Kraftstoffpreise hat wohl fatale Auswirkungen

  1. Die Folgen waren doch ganz klar vorhersehrbar. Entweder sind die Entscheidungsträger wirklich zu dumm das zu erkennen, oder es stecken ganz andere Absichten dahinter. Mit Logik hat das Ganze jedenfalls nichts zu tun. Die Folgen der Preisfreigabe dagegen werden sich gravierend bemerkbar machen. Wohl auch in Hinsicht auf den sozialen Frieden, denn hunderttausende Menschen werden davon direkt betroffen sein.

  2. Was ist eigentlich mit unseren liberalen Kommentatoren los? Ich habe Lobeshymnen erwartet wie; “Freie Preise für freie Bürger!” , “Subventionen sind Kommunistengedöns und führen strack in den Untergang (siehe DDR)!” , “So muß freie Marktwirtschaft!” usw.
    Aber nichts dergleichen. Statt dessen wird einfach das Fähnchen passend in den Wind gehängt und die kognitive Dissonanz umsegelt.

  3. Im Circus Maximus im antiken Rom bei Gladiatorenkämpfen:
    je nach Lust und Laune; wie es dem zuschauenden Kaiser gefiel
    senkte er den Daumen nach unten, um dem Sieger von den beiden
    Gladiatorkämpfen zu signalisieren, den am Boden liegenden, be-
    siegten Gegner mit dem Schwert zu töten.
    Wieso fiel mir jetzt diese alte Geschichte bei dem obigen Artikel ein?

  4. Ja, wen wundert es da, dass Cartes sauer ist, dass er nicht gefragt wurde und nicvht gemeinsam,e Eidungen gemacht wurden? Er hatte die Möglichkeit das ganze besser zu übersehen und hätte seinem Nachfolger den negativen Eindruck ersparen können. Oder ist das jetzt die neue Zukunft Paraguays?

  5. eigentlich müsste die Freigabe des Preises ein LOB erfüllen, weil dieser müsste sich dann aufgrund von Qualität eher auf die Richtung 2.500 Gs pro Liter bewegen als in die andere RIchtung. Aber was halt wiederrum alle vergessen ist, das es sich hier lediglich um den Diesel Typ III handelt, genauso wie ECO85, alle anderen Sorten waren ja eh schon frei, also was soll die Aufregung, Tankwagenkolonne nach Venezuela schicken und fertig, die können da gerne 10x pro Woche a 100 LKW pendeln, dann kostet der Diesel wahrscheinlich nur noch 1.000 Gs. (transportkosten inkludiert). Also weiter so ….

  6. Den dreck Benzin und Diesel müsste schon längst verschwinden, daher ist es gut, wenn er teurer wird, dann wird weniger gekauft. Das heisst für uns alle, gesünder leben.

  7. Dahinkriechender Datenstrom

    Was ist aus dem Motor geworden, welcher von einem Einheimischen Studenten entwickelt wurde und mit Wasser laufen soll? Ich meine, dann wäre der Spritpreis doch irrelevant.

    1. Richtig – das war doch der Witz des Jahres damals und viele Leutchen haben hier im Forum gewettert, das die bösen Kritiker nach Hause fahren sollten. Aber die “”Hurra-Paraguay”-Aktivisten sind wohl nun selbst alle wieder in DACHL gelandet 🙂

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