Die gefährliche Arbeit der Journalisten in Paraguay

Asunción: Für alle Berichterstatter ist heute ein Feiertag. Es ist der Jahrestag der Journalisten in Paraguay. Zugleich wird aber auch an die Opfer gedacht, die bei der Recherche von Informationen ihr Leben lassen mussten.

Heute, am 26. April 1845, erschien die erste paraguayische Zeitung “El Paraguayo Independiente“.

Die Union der Journalisten feiert heute den Gedenktag. Das wurde während der Diktaturzeit unter Alfredo Stroessner beschlossen. Es gibt jedoch nicht nur etwas zu feiern, denn an dem heutigen Tag starb vor 27 Jahren der Reporter Santiago Leguizamón. Er wurde von Drogenhändlern an der Grenze zwischen Paraguay und Brasilien erschossen. Es ist also heute ein Trauer- und Feiertag zu gleich.

Um 08:00 Uhr wird ein Kranz am Denkmal des ermordeten Journalisten an der Avenida Carlos A. López niedergelegt.

Die Vereinigung der Journalisten registrierte 16 Tötungen an Kommunikatoren zwischen 1991 und 2015, mehrere blieben unbestraft.

Quelle: ABC Color

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8 Kommentare zu “Die gefährliche Arbeit der Journalisten in Paraguay

  1. Zwischen 1991 und 2015 wurden 16 „Kommunikatoren“ ermordet. Wie viel Journalisten im gleichen Zeitraum tätlich angegangen und Morddrohungen usw. erhielten steht auf einem anderen Blatt. Es ist noch nicht lange her, da wurden die Rundfunk- und FS-Macher sowie Zeitungsredakteure in ASU dazu verdonnert, künftig mehr Positives über die Arbeit der Regierung zu berichten. Das ist natürlich auch eine Art Druck auszuüben. In diesem Zusammenhang rief ich in diesem Forum dazu auf, daß die ansonsten so „großmäuligen“ Kommentatoren dem Wochenblatt ihre Anerkennung für die nicht ganz ungefährliche Arbeit aussprechen mögen. Das Ergebnis war einfach nur beschämend! Nur ein einziger Kommentator fand sich dazu bereit, der Redaktion für ihre Arbeit zu danken. Offensichtlich ist es der Mehrheit der Leser und Kommentatoren nur wichtig, sich hier in Szene zu setzen, und sei es nur mit dummen Bemerkungen und Haßtiraden. Fürwahr kein Rumesblatt – mich jedenfalls hat es sehr ernüchtert über meine „lieben Landsleute“.

      1. Will Ihnen eigentlich nicht mehr antworten. Doch Ihr Kommentar ist wohl etwas naiv. Glaube doch keiner, daß die Regierung (egal wer an der Macht ist) sich nicht dafür interessiert, was die im Lande lebenden Ausländer denken und was sie hier treiben. Gerade deshalb, weil Ausländer eher zum Aufmucken neigen als die Masse der Paraguayer und überdies mehr informiert sind als die Einheimischen. Es gibt weltweit viele Beispiele dafür, wie sich plötzlich die Stimmung gegen im Lande lebende Ausländer wendete weil man Sündenböcke für die eigene verfehlte Politik suchte oder den Menschen ein Ventil öffnete um ihren Zorn auf die Regierenden anderweitig los zu werden. Speziell die Mennoniten können in ihrer leidvollen Geschichte ein Lied davon singen.

    1. Es waere interessant zu wissen, ob das Wochenblatt wirklich von der paraguayischen Regierung überwacht wird. Meines Erachtens wird ein Grossteil der Artikel einfach übersetzt und ist teilweise auch selbst investigativ taetig, wenn vor allem DACHler betroffen sind.

      Jedenfalls ein Glueckwunsch von mir zum Jahrestag der Journalisten an die Redaktion!

  2. Bitte jetzt NICHT wegen meinen allseits beliebten, stets treffenden, kurz und bündigen, vom Duden abgesegneten und gerne gelesenen seriösen Kommentare gleich auf die Straße gehen! Bitte auch KEINE Aufrufe zum Dank meiner investigativen Kommentare starten. Das ist doch selbstverständlich und gerne geschehen. Es genügt mir schon das Feedback der täglich eintreffenden netten und aufmunternden Antworten auf meine Kommentare, meine Arbeit als so „großmäuligen“ Kampfposter fortzuführen. Insbesondere Leser J.H.H.Rabie ist stets davon entzückt. Außerdem wäre mein Chef, Vladimir P., nicht sonderlich begeistert, wenn ich meine linguistischen Fähigkeiten nicht mehr auf Wochenblatt unter Beweis stellen publizieren würde.
    Offensichtlich gehöre wenigstens ich nicht zur Mehrheit der Leser und Kommentatoren, deren es nur wichtig ist, sich hier in Szene zu setzen, und sei es nur mit dummen Bemerkungen und Haßtiraden.
    Nur weil ich in der Küche das Licht angeschlossen habe und die Kinder zu mir deshalb jetzt Gott sagen, werde ich Sonntags trotzdem nicht ruhen, Sie, geschätzter Leser und geschätzte Leserin, weiterhin mit meiner ebenso geschätzten Arbeit die logischen und strukturellen Besonderheiten Paraguays näher zu bringen und zu erläutern.

  3. die Arbeit von Journalisten/ Reportern finde ich ungeheuer wichtig. Sie schildern Dinge, Sachverhalte, negativ und positiv, wo man sonst nichtszu wissen bekommt. Nicht zu vergessen, dass sie sich oftmals in lebensbedrohliche Gefahren begeben

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