Die Geschichte und Zukunft des Flughafens in Mariscal Estigarribia

Mcal. Estigarribia: Der Flughafen im zentralen Chaco wurde 1970 strategisch für die paraguayische Luftwaffe konstruiert. Rat gebend war das US-amerikanische Militär beteiligt. Mit einer Start– und Landebahn in einer Länge von 3.500 m konnte es auch große Flugzeuge empfangen.

Offiziell eingeweiht wurde der Flughafen 1985. Er war für militärische und zivile Zwecke ausgerüstet und befähigt. Er besaß sogar ein Radar um den nationalen Luftraum zu überwachen. Kurz darauf wurde er nur militärisch genutzt und verfiel langsam. Eines der ersten Taten nach der Einweihung war die Deinstallation des Radars. Nach dem Ende der Diktatur wurden auch militärische Flüge auf den Flughafen ausgesetzt womit er total seinem Glück bzw. Unglück überlassen wurde.

Nur um die Piste wiederherzustellen benötigt man rund 50 Millionen US-Dollar. Die Idee für die Zukunft ist jedoch ein Projekt zum Ausbau und Wiederinbetriebnahme. Mit 360 Millionen US-Dollar soll der Flughafen das Binnenland zu einem Drehkreuz und Frachtland für Südamerika verwandeln.

Eines steht jedoch nach der Einreichung des Projekts im November letzten Jahres fest, keiner wird sich mit diesem Thema vor den Wahlen im April die Finger verbrennen. Da die Investitionssumme aus einer privaten und öffentlichen Allianz kommen muss, möchte sich keiner mit unmöglichen Finanzierungsproblemen rumschlagen, wenn Armut, Arbeitslosigkeit und andere Themen viel wichtiger sind um die Wahl zu gewinnen.

Der projektierte Flughafen in Mariscal Estigarribia ist ein Gigant, der Flugzeuge aller Größenordnungen empfangen kann. Durch die lange Landebahn können ganz neue Frachtbeziehungen in Betracht gezogen werden.

Als Fruchtproduzenten sind Paraguay, Argentinien und Brasilien durch ihr Klima bestens geeignet. Europa, das nördliche Asien, die USA und Kanada können nur 6 Monate pro Jahr selbst Früchte anbauen und den Rest des Jahres müssen sie importiert werden. Per Lastkraftwagen kann man die verderblichen Waren nicht entsenden, weswegen ein solcher Frachtumschlagsplatz nützlich wäre.

(Wochenblatt / Abc)

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2 Kommentare zu “Die Geschichte und Zukunft des Flughafens in Mariscal Estigarribia

  1. es wäre sicher besser, den vorhandenen Flugplatz auf diese Größenordnung auszubauen, zu einem Flughafen, ASU…auch natürlich als Drehkreuz im südlichen Südamerika

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