Die Rechnung ohne den Wirt gemacht

Ciudad del Este: Eine Frau, die von Polizisten erpresst wurde und dies zur Anzeige brachte, wurde schlussendlich selbst festgenommen. Sie hatte eine offene Rechnung mit der europäischen Justiz, ein Fakt den die lokalen Polizisten zu Geld machen wollten.

Eine Polizeidelegation verhaftete Reinalda Santacruz Brítez, die sechs Polizeibeamte der regionalen Mordkommission von Alto Paraná wegen Freiheitsberaubung und Erpressung angezeigt hatte. Sie wurde auf dem Heimweg verhaftet, nachdem sie einen lokalen Radiosender verlassen hatte.

Gegen die Frau liegt ein internationaler Haftbefehl zur Auslieferung an Spanien vor, der gestern Morgen unter der Leitung von Hauptkommissar Osvaldo Alejandro Ávalos, und des neuen Leiters der Ermittlungsabteilung, Hauptkommissar Hugo Grance, vollstreckt wurde.

Generalkommissar César Silguero, Leiter der Abteilung für strafbare Handlungen der Polizei, sagte, dass die spanischen Behörden gestern nach der Veröffentlichung der Anzeige der Frau die rote Notiz aktiviert haben. Nachdem das Dokument beim Interpol-Büro in Asunción eingegangen war, wurde der Haftbefehl beim Strafrichter in Asunción, Rolando Duarte Martínez, beantragt.

Silguero erklärte, dass die Frau am 22. Oktober letzten Jahres in Spanien im Rahmen einer Untersuchung über Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung und Prostitution zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden sei.

Sie wurde gestern in die Hauptstadt gebracht, um dem Gericht übergeben zu werden, damit das Auslieferungsverfahren eingeleitet werden kann.

Sie zeigte sechs Polizisten an

Vor ihrer Festnahme hatte Santacruz sechs Polizeibeamte der Ermittlungsbehörde angezeigt, die sie angeblich ihrer Freiheit beraubt hatten, um 100.000 US-Dollar als Gegenleistung für die Nichtbefolgung des internationalen Haftbefehls zu verlangen.

Im Rahmen der Anzeige wurden der stellvertretende Offizier Diego Ayala, die Unteroffizier Éver Aquino, Rafael Silvero, Hugo Báez, Alfredo Báez und die Offizierin Karina Caballero festgenommen. Letztere erhielt Hausarrest mit der Begründung, dass sie ein Baby mit COVID-19 stillt.

Wochenblatt / Abc Color

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Europakongress

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2 Kommentare zu “Die Rechnung ohne den Wirt gemacht

  1. Reichsbaron Abramowitsch van Witzleben-Elensky

    Also eine gesuchte Puffmutter die Frischfleisch aus Paraguay an die Bordelle Europas vermittelte.
    In Paraguay stecken meist alle unter einer Decke die im Fall involviert sind. Da fällt einem nur noch die Geschichte von Joseph und seinen Brüdern ein wie sie ihn verkauften an ismaëlitische Sklavenhändler.
    Flavius Josephus schreibt dieses in seinen Jüdischen Antiquitäten:
    “Jakob liebte den Joseph, den ihm die Rachel geboren, sowohl seiner körperlichen Schönheit als auch seiner geistigen Fähigkeiten wegen (er war allen seinen Brüdern an Klugheit überlegen) mehr als die anderen Kinder. Diese Zuneigung seines Vaters aber häufte auf Joseph den Hass und Neid seiner Brüder, und es wuchs derselbe noch mehr durch seine Glück verheißenden Träume, die er dem Vater und den Brüdern mitteilte. Es liegt ja in der menschlichen Natur, auf das Glück selbst der nächsten Verwandten eifersüchtig zu sein. Die Erscheinungen aber, die Joseph im Schlafe hatte, waren folgende….
    …So deutete Jakob den Traum nicht ohne feinen Witz, die Brüder aber waren über ihn nichts weniger als erfreut. Und sie wurden sehr gereizt gegen Joseph, gleich als sei es ein Fremdling, dem das im Traume verkündete Glück erblühen werde, und nicht ihr eigener Bruder, mit dem sie doch wahrscheinlich all das Gute zusammen genießen würden, wie sie auch von gleicher Abkunft mit ihm waren. Deshalb beschlossen sie, ihn zu töten. Die Brüder freuten sich, als sie den Joseph kommen sahen, jedoch nicht wie über die Ankunft eines nahen Verwandten und Boten ihres Vaters, sondern wie über die eines Feindes, den Gott in ihre Gewalt gegeben. Um nun die günstige Gelegenheit nicht entschlüpfen zu lassen, schickten sie sich sogleich an, ihn umzubringen….
    Judas aber, auch einer von Jakobs Söhnen, erblickte arabische .Kaufleute vom Stamme Ismaels, welche Gewürze und syrische Waren aus Galad nach Ägypten brachten. Nach Rubels Weggang nun riet er seinen Brüdern, den Joseph aus der Zisterne zu ziehen und ihn den Arabern zu verkaufen. Wenn ihn dann auch weit weg bei Fremden der Tod ereilen sollte, so würden sie sich wenigstens von der Schuld des Mordes freihalten. Dieser Vorschlag gefiel ihnen, und sie zogen daher den Joseph aus der Zisterne heraus und verkauften ihn um zwanzig Minen* den Kaufleuten; er war damals 17 Jahre alt. Rubel aber kam in der Nacht zur Zisterne, da er den Joseph ohne Vorwissen der Brüder retten wollte. Als er nun auf sein Rufen keine Antwort erhiel~ vermutete er, die Brüder hätten ihn nach seinem Weggange getötet, und machte ihnen deshalb Vorwürfe. Diese aber erzählten ihm den wahren Hergang, worauf er zu trauern aufhörte.”
    *1 Mine (Mna), griechische Silbermünze, = 100 attische Drachmen = 40,19 Euro.
    Sie verkauften Joseph also für rund 20 x 41 Euro = 803.8 Euro. Also für etwa 1000 US$ verkauften die Brüder Joseph als Sklaven. Bei den Römern war der Preis pro Sklave etwa so viel wie ein Haus oder ein Auto heute.
    Ein Gottesbeweis: Die Bibel gibt genau diesen Preis an den Flavius Josephus auch angibt.
    1. Mose 37,28 “Als nun die midianitischen Kaufleute vorbeikamen, zogen sie Joseph aus der Zisterne herauf und verkauften ihn den Ismaelitern für 20 Silberlinge; und diese brachten Joseph nach Ägypten.”
    Auf Menschenhandel steht in der Bibel die Todesstrafe.
    Bezahlt wurde in Ägypten aber immer in Brot und Bier wie folgend. Ich kann es jetzt auf die Schnelle nicht herausfinden ob nun 20 Silberlinge (804 Euro) viel oder wenig gewesen wären.
    Man bekam aber als Tageslohn früher in Ägypten im Durchschnitt 10 Brote und wollen wir mal sagen 2 Krüge Bier. Sagen wir mal 1 Krug Bier hält rund 4 Liter so sind es 8 Liter Bier pro Tag und 10 Brote a 500 Gramm (um sehr optimistisch zu sein). Das sind dann 5 Kg Brot und 8 Liter Bier. 1 Brot a 500 Gramm ist bei ALDI etwa 1.9 Euro x 10 = 20 Euro pro Tag als Bezahlung in Brot und bei ALDI kosten 1 Liter Winter Bock Bier 1.38 Euro x 8 = 11 Euro.
    https://www.aldi-sued.de/de/produkte/produktsortiment/getraenke/bier.html
    Der Mindestlohn betrug sich also im Mittelreich der Ägypter rund 31 Euro pro Tag. Umgerechnet auf heute von den Naturalien damals. Das heißt etwa daß 804 Euro als Sklavenpreis für Joseph rund 26 Tagelöhne sind oder besser gesagt 1 Monatsgehalt.
    Ist doch erstaunlich oder? Damals verdienten sie rund 961 Euro im Monat bei 31 Arbeitstagen und heute verdient so mancher Deutsche nicht viel mehr in der hochgelobten Bundesrepublik als der Ägypter von damals mehr als 3000 Jahre zurück.
    Ich empfehle stark sich in Brot und Bier das Gehalt auszahlen zu lassen um der Inflation entgegenzuwirken. Das Brot ist damals anscheinend genauso teuer gewesen wie heute. Das nenn ich mal Wertbestand über fast 4000 Jahre.
    “Aus dieser Zeit wissen wir, dass der Standardgrundlohn aus zehn Broten und einem Drittel bis zwei vollen Krügen Bier pro Tag bestand, auch wenn dies sehr unterschiedlich gewesen zu sein scheint. Man muss wissen, dass das ägyptische Bier viel weniger Alkohol enthielt als modernes Bier und einen höheren Kaloriengehalt hatte. Dies war in der Regel die Ration der am schlechtesten bezahlten Mitarbeiter und reichte kaum aus, um sich am Leben zu erhalten. Andere wurden mit einem Vielfachen des normalen Lohns bezahlt, der vom Doppelten bis zum Fünfzigfachen des normalen Lohns reichte. In einem Fall weiß man jedoch, dass der höchstbezahlte Beamte achtunddreißig und ein Drittel Laibe erhielt, während der am niedrigsten bezahlte Arbeiter ein und ein Drittel Laib bekam. Manchmal waren diese Löhne sehr hoch. In einem Beispiel aus dem Reich der Mitte erhielt ein Expeditionsleiter fünfhundert Brote pro Tag als Ration. Solche großen Summen wurden jedoch wahrscheinlich nicht in echten Broten oder Bierkrügen ausgezahlt. Dies wäre für den persönlichen Verbrauch des Expeditionsleiters zweifellos viel zu viel. Wahrscheinlicher ist, dass es sich bei dieser Brotsumme um eine Maßeinheit für Waren handelte, die der modernen Vorstellung von einer Geldeinheit nahe kommt, eine Praxis, die es den alten Ägyptern ermöglichte, zu sparen und auch ein Konto für Brot und Bier zu führen.

    Da die Standardmaße für Brotlaibe und Bierkrüge von Ort zu Ort und von Zeit zu Zeit variierten, ist es schwierig zu bestimmen, wie viel die Menschen zu essen hatten und wie gut sie lebten. Der Kalorienwert der Soldatenration in Uronarti betrug etwa ein Drittel Kilo Gerste pro Tag. Zu Brot gebacken entspricht dies etwa 1.500 Kalorien pro Tag, was nicht ausgereicht hätte, um das Gewicht zu halten, wenn der Soldat körperlich anstrengende Arbeit verrichtet hätte. Zusätzliche Kalorien hätte er wahrscheinlich durch Bier und vielleicht Gemüse zu sich genommen.

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