Die Resistenz der Paraguayer gegenüber Gebühren

Encarnación: Seit dem vergangenen Donnerstag begann die Gemeindeverwaltung aus der Hauptstadt von Itapuá wieder Müllgebühren von Einzelpersonen und Unternehmern zu erheben. Das hat fatale Folgen für die Umwelt.

Mit einer rigorosen Entschlossenheit werfen manche Menschen ihren Abfall einfach in die Gegend. Vor allem an den Straßenseiten zu der Mülldeponie türmen sich nun Berge von Unrat.

Eine geraume Zeit funktionierte die Waage in der Deponie nicht. Das führte dazu, dass die Abfälle “pauschal“ oder gar nicht abgerechnet wurden. Nun wollen viele diese Prozedere aber umgehen.

„Die Waage wurde wieder instand gesetzt. Nun muss die Gebührenordnung eingehalten werden“, erklärte Alberto Vázquez, Leiter der Deponie.

Laut der Gemeindeverordnung kostet Hausmüll pro Kilogramm 50 Guaranies, Industrieabfälle zwischen 250 und 500 Guaranies / kg sowie flüssige Stoffe 600 Gs. pro Kilogramm.

140 Tonnen Müll werden täglich zu der Deponie geliefert, im Sommer sind es sogar 200 Tonnen.

Wochenblatt / ABC Color

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5 Kommentare zu “Die Resistenz der Paraguayer gegenüber Gebühren

  1. Tja schon mal was von Müllvermeidung vernommen? Wenn man halt überall für jeden Dreck ne Plastiktüte aufgedrängt bekommt und bei Ablehnung dieser nur unfreundliche oder verdutzte Blicke erntet, weiss man wie die Menschen hier ticken. Auch das gerne praktizierte „Entsorgen“ von Babywindeln am Strassenrand lässt tief blicken, wie junge Paare denken.

  2. Weltweit sind ALLE Deponie-Besitzer Millionäre geworden, theoretisch (leider nur theoretisch)
    sollten Deponien dem Mitbürger für „Restmüll“ noch bezahlen.

  3. Man könnte berechnen wie viele Tonnen Abfall die Einwohner einer Stadt +o- produzieren und diese Anteilsmäßig jedem Haushalt bei der Begleichung der Grundstücksteuer einkassieren. Aber das wären dann ja schon europäische Zustände. Solch schon erfundene Räder möchte man hier nicht einführen sonder experimentiert noch an drei-, vier- und hexagonalen Rädern.
    Natürlich würde es trotzdem solche geben, die eh ihre jährlich Grundstücksteuer und somit dann also auch keine Abfallgebühren zahlen. Warum sollten sie das auch tun. Natürlich würde es trotzdem solche geben, die ihr ganzes Können unter Beweis stellen müssten und ihren Abfall anzünden.
    Aber warum denn den Abfall nicht an die Straßenränder werfen. Gut, kostet zwar die mir unerklärliche Mühe mit dem Müll im Wagen durch die Gegen zu wackeln, um ihn an einem geeigneten Ort zum Fenster raus zu werfen. Aber Zeit hat man ja. Ja, warum nicht. Sollte mich etwa jemand anzeigen? Ne, will wohl keine Probleme mit meinem Tio aus San Pedro bekommen.
    https://www.youtube.com/watch?v=veE1pGEaJig

  4. Unbelehrbar viele Paraguayer. Es ist doch hinlänglich bekannt, dass „Müll irgendwo hinschmeissen“, Konsequenzen hat – sei es für die Regenwasserkanalisation (sofern vorhanden), der Natur (Müll an Ufern und Bächen), die Ästhetik oder sogar anderen Einwohnern. Ich wohn an einer Sackgasse und dort entsorgen auch manche Leute ihren Dreck. Wenn ich meine Welpen rauslasse, finden die garantiert irgendwas fressbares – was überhaupt nicht nach meinem Sinne ist. Und zweimal haben sie mir auch schon Windeln ins Haus gebracht.

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