Die Sorgen der Bewohner im Chaco

Fuerte Olimpo: Nicht nur die Sorge über eine Sanierung der Transchaco Route bereitet den Bewohnern in Alto Paraguay Sorgen. Nun kommt ein weiteres Problem hinzu, das sie aber wohl kaum beeinflussen können.

2017 soll ein Jahr der Dürre werden. Schon in den Monaten November 2016 bis Januar dieses Jahres fehlten ergiebige Regenmengen. Durchschnittlich werden jährlich 1.300 mm an Niederschlägen in der Region aufgezeichnet, in den ersten Monaten des Jahres sollten es 50% dieses Volumens sein, aber bis heute sind nicht mehr als 180 mm registriert worden.

Der Viehsektor ist beunruhigt, er ist einer der wichtigsten Stützen der wirtschaftlichen Produktion in der Region. Mehr als zwei Millionen Rinder könnten negativ beeinflusst werden.

In dem Zeitraum zwischen November 2016 und dem ersten Monat des Jahres 2017 sind nur Regenmengen in dem Bereich von 200 mm erzielt worden, in anderen Jahren waren es oft mehr als 600 mm.

Kleinbauern sind in der Regel als erstes betroffen, große Landwirte haben Wasserreservoirs angelegt. So können die Tiere zwar versorgt werden aber die Weiden trocknen deswegen genauso aus. Laut den Prognosen der Meteorologiebehörde würden im Februar keine ergiebigen Niederschläge in der Zone auftreten, im März soll es auch nur zu vereinzelten Schauern kommen.

2011 war im Chaco die letzte große Dürre Periode. Sie bedeutete den Tod von mehr als 10.000 Rindern.

Quelle: ABC Color

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5 Kommentare zu “Die Sorgen der Bewohner im Chaco

  1. Der Viehsektor ist „beunruhigt“ über die zu erwartenden geringen Regen-Niederschlagsmengen. Dabei sind es doch genau diese Rinderhalter die entscheidend dazu beitragen, daß das Klima immer mehr gestört und zerstört wird. Wer trägt denn die Hauptschuld an den immer weiter um sich greifenden Waldrodungen, auch und gerade in Paraguay? In erster Linie der illegale Holzhandel und in derem Gefolge die Rinderhalter – in indirektem wie auch in direktem Zusammenspiel. Einfach widerlich diese Krokodilstränen!

  2. Auf Rinderfarmen bleiben mehr Bäume erhalten als auf Sojafarmen aber es ist wahr es ist wiederlich was im Chaco gerade passiert.Ich gehe sogar soweit,dass ich hoffe ,dass der komplette Boden von Chaco versalzen wird wie in vielen Teilen Australiens.Die Natur kommt damit zu Recht die Menschen gott sei Dank noch nicht.Da wo man nix verdienen kann sieht man auch keine Menschen!

  3. Ja, es hat schon was paradoxes, wenn da unbekuemmert gerodet wird und dabei das oekologische Gleichgewicht gestoert wird (weniger Baeume bedeuten weniger Verdunstung) und sich dann beschwert wird, dass viel weniger Regen faellt.

    Es soll ja in Paraguay Gesetze geben, die das Baumfaellen regulieren soll bzw. die Wiederaufforstung – und trotzdem passiert nichts. Einfach traurig sowas.

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