Die verlassenen Waldkolonie: Seit neun Monaten kein Mediziner vor Ort

Santa Rosa del Aguaray: Ein Gesundheitsposten in der symbolträchtigen Kolonie Yaguareté Forest scheint aufgegeben worden zu sein. Rund 4.000 Personen in der Region haben keine ärztliche Hilfe zu erwarten.

Der Familiäre Gesundheitsposten (USF) verfügt über vier Krankenpfleger, eine medizinische Fachkraft und zwei Gemeindeangestellten. Die Aufmerksamkeit richtet sich auf eine Bevölkerung von fast 4.000 Einwohnern.

Das Gesundheitszentrum ist seit neun Monaten ohne Arzt. Nach dem Tod eines drei Monate alten Kindes mit einer Atemwegserkrankung wurde der Mediziner versetzt.

Das Kind musste nach Asunción gebracht werden, aber eine Gruppe von Menschen unter der Leitung des Stadtratsvorsitzenden aus Santa Rosa del Aguaray von der Colorado Partei, Rubén Marín, der Mitglied des örtlichen Gesundheitsrates war, verhinderte den Einsatz des Krankenwagens, weil die Eltern des Mädchens der liberalen Partei angehörten.

Nach diesem Eklat wurde der Krankenwagen dem Hospital von Santa Rosa del Aguaray zugeteilt, weil laut Beschwerde kein Fahrer für das Fahrzeug vorhanden ist.

Der Gesundheitsposten ist von Montag bis Freitag von 07:00 bis 15:00 Uhr besetzt. Samstags und sonntags ist niemand anwesend. In Notfällen oder bei schwerwiegenden Krankheiten müssen die Kolonisten in das etwa 50 Kilometer entfernte Krankenhaus von Santa Rosa del Aguaray fahren. Die durchschnittlichen Kosten für so eine Reise betragen 300.000 Guaranies., wenn sie auf bestimmte Weise durchgeführt werden müssen, erklärten Bewohner der Kolonie.

Das Einsatzfahrzeug der örtlichen Polizeistation dient, sofern verfügbar, auch als Krankenwagen, ohne dass Kosten anfallen.

Der Direktorin der II Gesundheitsregion, Dr. Lourdes Jara, sagte, dass eine Ausschreibung für einen Arzt des Gesundheitspostens in die Wege geleitet worden sei. Nächste Woche könnte ein Ergebnis vorliegen.

Sie fügte hinzu, dass der örtliche Krankenwagen an anderen Stellen eingesetzt werde, an denen auch Bedürfnisse bestehen würden.

Die Bewohner der Kolonie gaben weiter an, dass der der Familiäre Gesundheitsposten USF eine illegale Verbindung zum Netz des Energieversorgers ANDE haben soll. Ebenso sei das Gebäude vom Einsturz bedroht, weil die Wände erhebliche Risse aufweisen würden.

Die Kolonisten betonten weiter an, dass sie dem Gesundheitsministerium Schreiben mit der Bitte um eine Lösung der Probleme zugesandt hätten, es aber nie eine Antwort gegeben habe.

Wochenblatt / ABC Color

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1 Kommentar zu “Die verlassenen Waldkolonie: Seit neun Monaten kein Mediziner vor Ort

  1. Da ist ein Mädchen gestorben, weil die Eltern das falsche Parteibuch haben. Der schuldige Borkenkäfer wurde zur Rechenschaft gezogen und sitzt in Tacumbu, als Ausgleich wurde der Krankenwagen abgezongen. Und Samstag und Sonntag krank werden ist keine gute Idee. Ist doch logisch man! Oh dios mio…

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