Drogen im Chaco: Mennonit plötzlich unter Hausarrest

Filadelfia: Obwohl Alexander Wieler Friesen mit 1.960 Gramm Marihuana und 15 Gramm Kokain erwischt wurde gewährt ihm der Richter Gaspar Rodriguez (Beitragsbild) aus Filadelfia eine ganz besondere Hafterleichterung.

Alexander Wieler Friesen war am 12. Juli 2017 in einem Fahrzeug der Marke Isuzu unterwegs, das auf die Kooperative Fernheim Ltda zugelassen ist. Im Auto fanden die Polizisten ein Postpaket. Darin waren fünf kleinere Päckchen. Einige enthielten eine weißliche Substanz. Untersuchungen der Staatsanwaltschaft stellten fest, dass es sich um 1.960 Gramm Marihuana und 15 Gramm Kokain handelte. Absender von dem Paket war Daniel Herbert Fischer.

Andrés Arriola, Staatsanwalt, beschuldigt Friesen mit Betäubungsmitteln ohne Genehmigung gehandelt zu haben (Gesetz Nr. 1340, Artikel 27). Die mögliche Haftstrafe liegt zwischen fünf und 15 Jahren.

Rodriguez genehmigte nun einen Antrag der Verteidigung. Er hob die Untersuchungshaft von Friesen auf und ordnete Hausarrest an, weil der Beschuldigte angab, “drogensüchtig“ zu sein und er zum Zeitpunkt der Festnahme das Marihuana und Kokain für den Eigenkonsum nutzen wollte.

Der Beschluss von dem Richter wurde von den lokalen Behörden und Bürgern in der Region sehr in Frage gestellt. Der Angeklagte soll einer der größten Händler im Drogenmilieu vom Departement Boquerón sein.

Wochenblatt / La Nación

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2 Kommentare zu “Drogen im Chaco: Mennonit plötzlich unter Hausarrest

  1. Was hat die Hafterleichterung gekostet?
    Wer soll das glauben Eigenverbrauch, das Kokain kann noch glauben.Nur bei gelegentlichen Konsum.
    Süchtige brauchen viel mehr.1.960 Gramm Marihuana für den Eigenverbrauch ist doch wohl ein Witz,das sind mehr 2000 harte oder 2450 normale Joint s a.0,8gramm.Sau schlechter Lügner!

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