Drogenboss wegen befohlenem Mord aus dem Gefängnis heraus angeklagt

Guarambaré: Die Staatsanwältin Daysi Sánchez erhob Anklage gegen Erwin Krause (43), aufgrund von Beweisen, dass er für den Mord an seinem Neffen Enrique Silgueira (28) verantwortlich ist, der sich im Januar dieses Jahres in Guarambaré ereignete.

Die Vertreterin der Staatsanwaltschaft erhob Anklage gegen den Drogenboss Erwin Krause, alias Koki, wegen vorsätzlicher Tötung als Täter in einem Fall, in dem das Verbrechen seines Neffen, eines 28-jährigen Zahnarztes, untersucht wird.

María Esther Krause Viuda de Solalinde (70), die Mutter von Erwin und Großmutter von Enrique, die ebenfalls wegen Mordes angeklagt wurde, wird in demselben Fall ebenfalls angeklagt. Staatsanwältin Sanchez ordnete auch die Festnahme der Frau an, um ihre strafrechtliche Verfolgung zu sichern, da sie einen argentinischen Personalausweis besitzt. Den Ermittlungen zufolge wusste sie nämlich, was ihr Sohn vorhatte, und verhinderte es nicht.

Eine weitere Person, die in diesem Fall angeklagt ist, ist der mutmaßliche Auftragskiller Marcos Román González, der flüchtig ist. Die Staatsanwaltschaft hat daher einen internationalen Haftbefehl gegen ihn beantragt. Der andere Beschuldigte ist der Taxifahrer José Alfredo Romero, der Román zum Haus von Enrique Silgueira fuhr. Die Anklage gegen den Taxifahrer lautet auf Vereitelung der Strafverfolgung und Strafvollstreckung.

Nach den Informationen, die der Ermittler der Staatsanwaltschaft gesammelt hat, soll Erwin Krause, der im Gefängnis von Tacumbú eine Strafe wegen Drogenhandels verbüßt, einen Auftragskiller, Marcos Román González, von seinem Haftort aus engagiert haben.

So kam der Auftragskiller am 8. Januar in der Stadt Guarambaré mit einem Toyota Vitz an. Er gab vor, am Kauf eines von Enrique Silgueira angebotenen Motorrads interessiert zu sein. Nach einem kurzen Wortwechsel gab er jedoch mehrere Schüsse auf den Zahnarzt ab, der verwundet zu Boden fiel und einige Minuten später starb.

Tatsächlich stellte die Staatsanwaltschaft fest, dass die einzigen Drohungen, die der ermordete Zahnarzt erhielt, von seinem Onkel Koki Krause stammten, die er von seinem Haftort aus per Handy-SMS verschickte. Die Untersuchung deutet auch darauf hin, dass diese Warnungen auf einen Vermögensstreit in der Familie zurückzuführen sind.

Marcos González floh daraufhin und verbrannte das Fahrzeug. Unmittelbar danach traf José Alfredo Romero, ein Taxifahrer, am Tatort ein und fuhr ihn in die Stadt Asunción.

Den Ermittlungen zufolge war María Esther Krause Viuda de Solalinde, die Großmutter des Verstorbenen, über alle Pläne ihres Sohnes Erwin von seinem Gefängnis aus informiert. Sie ist wegen Betrugs vorbestraft.

Hohe Strafe

Erwin Krause, der des Mordes an dem Zahnarzt beschuldigte Mann, verbüßt eine 24-jährige Haftstrafe, nachdem er am 29. April 2016 von der Senad in Villeta festgenommen wurde, als er die Verschiffung von 18,9 t Marihuana überwachte, die in einem geheimen Hafen am Paraguay-Fluss nach Uruguay verschifft werden sollten.

Zuvor war “Koki” Krause bereits zwei Jahre zuvor verhaftet worden, als er in derselben Gegend von Villeta das Geschäft mit dem Kraftstoffmelken betrieb.

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Europakongress

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