Dürre verursacht Probleme im Chaco

Falsche Prognosen der Rio Pilcomayo Kommission für landwirtschaftliche Kulturflächen machen den Landwirten in der Region zu schaffen, nun sind die Zwiebelproduzenten davon betroffen. Sie betonen aber, wenn der Wasserfluss gewährleistet würde, könnten sie die Märkte beliefern.

Eigentlich herrscht vor allem die Viehzucht im Chaco vor, aber immer mehr Menschen profitieren auch von der Agrarwirtschaft. Die Estancia “La Madrugada“ ist hier Vorreiter, in dem sie durch 300 einheimische Angestellte auf über 30 Hektar Zwiebeln kultiviert. Alle Arbeiten würden per Hand ausgeführt, sagte Zenón Morinigo, einer der Initiatoren des Projekts. Hauptsächlich betreibt die Estancia jedoch die Viehzucht.

Morinigo fügte an: „Im vergangenen Jahr wurden 45.000 Kilo Zwiebeln pro Hektar geerntet und an Supermarktketten in der Hauptstadt verkauft. Nachdem die Abnahme gesichert war, beschlossen wir, Bewässerungssysteme zu installieren, dabei unterstützten uns, beratend, auch internationale Experten. Doch dieses Jahr schaue es nicht so gut aus“, sagte der Initiator.

Der Pilcomayo-Kanal ist so gut wie ausgetrocknet. „Alle Geräte, wie Pumpen, Schläuche, Filter und weitere sind vorhanden, wenn der Kanal aber kein Wasser hat können wir nicht bewässern“, sagte Morinigo und fügte an, die Zwiebeln bräuchten ständig Wasser, alleine nur Niederschläge würden nicht ausreichen.

Arnaldo Benitez, Manager der Estancia, erklärte, durch dieses Problem sei dieses Jahr der Anbau auf 12 Hektar beschränkt. „Eigentlich wollten wir 70 Hektar kultivieren, aufgrund der Dürre dann nur noch 20 ha und schließlich jetzt 12 Hektar“, sagte er.

Wenn die Regierung den Wasserfluss am Rio Pilcomayo garantieren könne, dann werde man auch die Märkte mit Zwiebeln beliefern. „Der Preis wird nicht mehr als 2.000 Guaranies pro Kilo betragen, Arbeit für viele Bewohner in der Umgebung schaffen und den Lebensunterhalt der Familien sichern“, erklärte Benitez.

Quelle: ABC Color