Durch Überschwemmung steigt die Anzahl der Schwangerschaften bei Minderjährigen

Asunción: Die überfüllten Notlunterkünfte, wo Betroffene von Überschwemmungen ausharren, sind ein ideales Brutbecken für Schwangerschaften und Übertragungen von Geschlechtskrankheiten.

“Immer dann, wenn es Überschwemmungen gibt, steigt die Anzahl der Schwangerschaften, insbesondere bei Frauen bis zu 22 Jahren Alter. Auch Geschlechtskrankheiten steigen proportional an. Der Prozentsatz des Anstiegs liegt bei 25 – 30%“, so Dr. Luis Fleitas, Direktor der 18. Sanitätsregion des Gesundheitsministeriums.

“Da in den Notunterkünften nicht nur Familienangehörige leben, sondern auch neue, unbekannte Personen, entsteht so eine Art Kontrollverlust, der diese Schwangerschaften in die Höhe schießen lässt. Die minderjährigen Jungen sind ohne jegliche Kontrolle aktiv“, so der Doktor weiter bei einem Radiointerview.

Ebenso kann man den erhöhten Konsum von alkoholischen Getränken und Drogen dafür verantwortlich machen, da hierbei die Hemmschwelle sinkt. Geschlechtskrankheiten wie Syphilis und Gonorrhö sind dabei jederzeit übertragbar. Anstiege von HIV Erkrankten konnten bisher nicht festgestellt werden.

Obwohl Familienplanung angeboten wird, heißt dies nicht automatisch, dass diese Dienstleistung jemand in Anspruch nimmt oder umsetzt. Verhütungsmittel will bis heute fast keiner benutzen. Dr. Fleitas erinnerte sich an eine 15-Jährige bei der letzten Überschwemmung. „Diese hatte damals schon ein 2-jähriges Kind und gebar gerade ein zweites. Wenn sie einmal 20 Jahre alt ist, wird sie 4 bis 5 Kinder haben, wenn keiner dies unterbindet“.

Laut dem Spezialisten sind es meistens die Jungen oder Männer, die die Verhütungsmethoden nicht akzeptieren. Es ist ganz normal junge Mütter mit vielen Kindern zu sehen, die meist von verschiedenen Vätern stammen und in der Uferregion des Rio Paraguay leben.

“Weder die Gesundheit noch der Lebenswandel wird für die Kinder vorteilhaft verlaufen, wenn sie in dem Zirkel der Armut groß werden, nur weil Verhütung verpönt ist. Damit ist genügend Nachwuchs für kriminelle Taten und Drogenabhängigkeit vorhanden“, so Dr. Fleitas abschließend.

Wochenblatt / Radio 970 AM

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16 Kommentare zu “Durch Überschwemmung steigt die Anzahl der Schwangerschaften bei Minderjährigen

  1. Es gibt hier mehrere Komponenten, die im Artikel auch erwähnt werden. Natürlich auch der Hinweis auf die katholische Kirche, ohne sie zu erwähnen und die Männer sind in jedem Fall alleine schuld.
    Eine Sache wird aber nicht einmal angedacht. Man beantworte nämlich einfach die Frage warum so viele Menschen, eigentlich immer mehr, in Überschwemmungsgebieten leben. Liegt das vielleicht auch an absurden Grundstück und Immobilienpreisen weil man den spärlichen Arbeitsplätzen nachlaufen und daher in Richtung grosser Stadt ziehen muss? Es liegt also nicht nur an vielen Kindern sondern weil auch immer mehr von rundherum kommen.
    Das ist was ich immer sage. Bei der freien also mit weniger freundlichen Worten völlig unkontrollierten Wirtschaft werden nie die kosten berücksichtigt, die sie veursacht. Ist aber auch egal, die werden ja dann dem Staat umgehängt, bis es nicht mehr geht.

    1. „Man beantworte nämlich einfach die Frage warum so viele Menschen, eigentlich immer mehr, in Überschwemmungsgebieten leben.“
      Na wegen den stets wiederkehrenden „Überschwemmungspartys“ in den Notunterkünften.

  2. „Obwohl Familienplanung angeboten wird“

    Von der Bill & Melinda Gates Foundation finanziert – similar zu Planned Parenthood?

    „heißt dies nicht automatisch, dass diese Dienstleistung jemand in Anspruch nimmt oder umsetzt. Verhütungsmittel will bis heute fast keiner benutzen.“

    Könnte das evtl. am verbreiteten Katholizismus liegen? 😉
    Oder doch eher am fehlenden Geld?

    1. Das liegt nicht am Geld und auch nicht (nur) am Glauben. Es liegt einfach darin begründet, dass diese Machos meist nicht viel in der Birne haben, alles ignorieren, wenn es um Verantwortung geht und auch noch die Bildung fehlt.
      Sicher, Einbildung ist auch ein Art Bildung 😉

      Auf der anderen Seite wird dies in diesem Artikel auch erwähnt:
      „Es ist ganz normal junge Mütter mit vielen Kindern zu sehen, die meist von verschiedenen Vätern stammen und in der Uferregion des Rio Paraguay leben.“
      Mit der Uferregion hat dies aber nur indirekt zu tun. Frauen mit einigen Kindern, ohne (Ehe)Mann, sind in allen Ecken dieses Landes anzutreffen.

  3. Wenn sie lange weile haben beschäftigen sie sich halt.Wenn in Europa der Strom etwas länger ausfällt steigt auch die
    Geburtenrate, also nichts neues.Wenn wundert es in Paraguay organisiert es die Ande regelmäßig!

  4. „Frauen mit einigen Kindern, ohne (Ehe)Mann, sind in allen Ecken dieses Landes anzutreffen.“

    Dieses Phänomen ist in vielen Drittweltländern zu beobachten, Herr Bauer. Da ist PY keine Ausnahme.

  5. Diese Sorglosigkeit dieser Leute auf die Zukunft ist beängstigend! Grauenvoll.
    Habe auch schon von den folgenden Fällen gehört:
    21 Jahre – 4 Kinder!
    23 Jahre – 6 Kinder!

    1. Na ja wer will auch sowas schon heiraten? Also bleibt locker, meidet Ueberschwemmungsgebiete sowie auch Ufergebiete am Rio Paraguay und wenns denn schon mal sein muss dann wenigstens mit ein paar Luemmeltueten im Sturmgepaeck.

  6. Das ist das Hauptproblem der Menschheit, verursacht durch die so genannte Dritte Welt. Es wird „gegurkt“ auf Teufel komm raus. Dann soll der Staat dafür sorgen, dass alle vernünftig bezahlte Arbeitsplätze haben und notfalls, dass sich die „böse“ Erste Welt sie ernährt, medizinisch versorgt usw. Ein Faß ohne Boden. Der lange verstorbene Vorsitzende der Zoologischen Gesellschaft, Frankfurt, Prof. Grzymek, nahm sie die „Frechheit“ heraus, die Wahrheit zu sagen. Man sollte der Natur ihren freien Lauf lassen und nicht die vielen Kinderlein vom wohlhabenden Ausland versorgen lassen. Dafür wurde er ganz böse verteufelt, vor allem von Indien. Einem aufstrebenden Land, in dem auch heute noch mehr als 40 % der Menschen ihre Notdurft im Freien verrichten. (Weltgesundheitsorganisation)

    1. Im Grunde ist was Sie geschrieben haben, das was ich immer sage. Wer sind die einzigen aus der 1. Welt, die in der 3. Welt gross kassieren. Die globalen Konzerne. Die lassen sich ihre Gewinne nicht entgehen.
      Die Pharmaindustrie schickt natürlich gerne ihre Produkte, zahlen muss es der Steuerzahler der 1. Welt. Die Waffenindustrie ist sowieso omnipräsent und beliefert bei jedem Krieg natürlich beide Seiten und achtet, dass der Krieg möglichst lange dauert. Das ist Friedenspolitik. Wer es bezahlt? Siehe vorher.
      Diese sogenannte humane Werte Politik ist nichts weiter als das Sozialsystem für globale Konzerne. Den Vogel schiessen dann Starbucks, Apple, Google, Amazon etc. ab, wenn sie stolz Steuern sparen und dann aber zu Flüchtlingsverstehern werden. Sie sollen doch zugeben, dass es hier maximal um neue Kunden geht und wer dessen Gehalt bezahlt, dass diese dann die Konzernprodukte bezahlen können, ist aus deren Sicht ja auch schon geklärt.

      1. Nun ja, gäbe es keine großen Konzerne, die die Rohstoffe usw. der 3. Welt aufkaufen, so säßen viele in der 3. Welt noch heut ein den Baümen. Richtig ist, dass die 1. Welt auch heute noch viel Unsinn treibt. Die EU verscherbelt ihre Agrarprodukte in Afrika, so haben die Bauern dort selten eine Chance, auf die eigenen Beine zu kommen. Es ist allerdings grober Unfug, der so genannten 1. Welt alles in die Schuhe zu schieben. Ich habe viele Jahre in Afrika und Asien gelebt und weiß daher, wo der Hase im Pfeffer liegt. Klar, die Finanz- und die Waffenindustrie kümmerten sich redlich um den 1. und den 2. Weltkrieg, der dann den Deutschen in die Schuhe geschoben wurde. Heute sind es immer noch unsere großen Freunde USA, die Kriege anzetteln oder anzetteln lassen, die dann von den einfachen Bürgern in den USA, Europas und anderen bezahlt werden. Hilfe bekommen sie von ihren Vasallen aus Europa und Japan. Trotz alledem: dass Elend der Welt kommt in erster Linie vom vielen, unbedachten „Gurken“ bis dass sich die Balken biegen.

        1. Stimmt natürlich auch. Wo Schatten ist, da ist auch licht. Es hat sich schon auch positives entwickelt.
          Das wirklich für mich störende ist, die Heuchelei des Westens von souveränen Staaten. Wenn ein Staat souverän ist, dann kann es auch wirklich keine Einmischung geben. Wie erklärt man aber dann die Kriege in Libyien und Syrien? Eben wie Sie sagen, der gute Freund kommt mit Werten, die man dann verteidigen muss. In anderen Staaten waren es dann Chemiewaffen, die aber nie gefunden wurden.
          Das weitere typische Vorgehen ist auch, jedem souveränenem Staat Auslandsschulden in Fremdwährung auf zu halsen, damit er dann parieren muss
          Der langen Rede kurzer Sinn. Wenn das Gurken das Problem ist, warum werden dann nicht die internationalen Menschenrechte um einen Paragraphen erweitert, nämlich dass man nur einmal gurken darf` also Ein Kind Ehe und bei Verstoss dagegen sofort gegen diese Schurkenstaaten los gebombt wird und trotzdem dann wieder von souveränen Staaten sprechen. Wenn also schon heucheln dann bitte ordentlich und sinnvoll. Es ist nämlich schon seit langer Zeit so, dass diese Einmischungen zum Destabilisieren aber nicht zum Stabilisieren verwendet werden und das ist ja wohl das dümmste, was man tun kann und dieses Vorgehen beschränkt sich aber definitiv auf USA und Europa. China Japan Russland wären mir da eher nicht aufgefallen

          1. Gerade heute erklärte mir eine junge Paraguayerin, die Präservative im Laden einräumte, das „traki traki“ mit Präservativen sei in etwa so, als würde man versuchen, eine Schokolade mitsamt ihrem Papier zu essen.

          2. Hätte sie eventuell eine Bemerkung dieser Art gegenüber Illegalen äh pardon Schutz suchenden Fachkräften gemacht oder in Bezug auf die Homo Ehe, dann hätte es von der Wertegemeinschaft der 1. Welt aber Sanktionen gegeben.
            Wenn es aber nur um Verhütungsmittel geht, dann ist es egal. Ich glaube eben schon, dass die Hauptschuld auf den mit Absicht verkehrten Prioritäten liegt.
            Wenn man in der 3. Welt den selben Aufwand treiben würde um dort Verhütungsmittel in Mode zu bringen, wie in Europa Energie aktiviert wird um die Bevölkerung weltoffen und flüchtlingsfreundlich zu machen…

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