Ein ganz besonderes Rezept

Asunción: Nach einem Zeitungsbericht will jeder ein Stück vom Kuchen abhaben. Es floss Geld, um die Abstimmung der Verfassungsänderung zu garantieren. Das würde auch die Hartnäckigkeit derer erklären, die damit wiedergewählt werden könnten.

Soziale Sensibilität zu zeigen ist wichtig, um gewählt zu werden. Einmal Volksvertreter findet, ganz gleich in welcher Partei, ein Kurswechsel statt. Ein Jeder bietet sein Votum an, wenn ausreichend Geld in Aussicht gestellt wird.

Ganz besonders Personen, die der Bevölkerung glauben machen wollen, sie wären von der einen oder anderen Sache wirklich überzeugt, leugnen ihre wahren Ansichten, um ein Teil des Kuchens abzubekommen.

Das Rezept des heutigen Kuchens ist einfach. Es bedarf nur einer internen Änderung des Reglements sowie 23 Stimmen im Senat und 41 im Abgeordnetenhaus. Auf äußere Einflüsse, zum Beispiel das Volk, was durch alle Beteiligten vertreten werden sollte, achtete man nicht. Nun wird mit einem Kommuniqué darum gebeten, dass Proteste vor den Häusern der beteiligten Gesetzgeber aufhören. Die Reaktion der Bevölkerung dürfte gegenteilig ausfallen, da sich eine große Menge von Cartes und Lugo betrogen fühlt. Sie legten einen Schwur ab, die Verfassung zu respektieren und zu achten und tun nur Gegenteiliges.

Wochenblatt / Abc Color

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12 Kommentare zu “Ein ganz besonderes Rezept

  1. Dies ist ein ganz hervorragender Artikel, der die paraguayischen, politischen „Besonderheiten“ unverblümt und kommentiert wiedergibt. Ich wiederhole mich, wenn ich der Redaktion in dieser für Journalisten unsicheren Zeit große Anerkennung für ihren Mut ausspreche. Leider hatte mein voran gegangener Kommentar zu diesem Thema keinerlei positive Resonanz unter den sonst so großspurig auftretenden Kommentatoren ausgelöst. Einer davon verstieg sich sogar in die Bemerkung, daß ich damit ein „Schleimscheißer“ wäre. Ich frage mich nur, was in den Gehirnen solcher Menschen umgeht und aus welcher Schublade sie stammen. Doch gut zu wissen, mit welchen „intelligenten“ Landsleuten man hier teilweise umgeben ist. Ich hoffe nur, daß sich vielleicht jetzt dankbare Leser des Wochenspiegels dazu aufraffen können, der Redaktion jetzt Anerkennung auszusprechen und ihr weiterhin Mut zur furchtlosen Berichterstattung zuzusprechen. Wer wollte schon in „vorderster Front“ den Kopf hinhalten, während andere nur aus der Deckung und anonym mit Kraftausdrücken den „Mutigen“ spielen?

  2. Warum kann die Presse, auch das Wochenblatt nur negativ ueber die Verfassungsaenerung schreiben. Eine wahre Volksaufhetzung! Keiner schreibt ueber die Vorteile. Das Volk waehlt den Pressdent ob Lugo, Cartes, Fulano und Fulano jeder kauft Stimmen. In allen Laender rings um kann ein Pressident wieder gewaehlt oder NICHT wieder gewaehlt werden! Warum nicht in Paraguay???

    1. Auch ich bin für eine Verfassungsänderung, weil es völliger Nonsens ist, daß ein Präsident nur für eine Amtsperiode gewählt werden kann. Letztendlich hat das Volk ja „das letzte Wort“, zumindest auf dem Papier. Doch genau hier setzt das typisch paraguayische Problem ein. Jeder weiß doch, wie hier Umfragen und Wahlen funktionieren. Der Bestechlichkeit und Manipulation sind alle Toren geöffnet. Und wie jetzt die Verfassungsänderung durch gepaukt werden soll hat wohl kaum noch etwas mit Recht und Beachtung der Gesetze zu tun. Folglich kann man für die Verfassungsänderung vom Prinzip her sein, doch wie das abläuft in absolut nicht in Ordnung. Wenn nun das Wochenblatt darüber wahrheitsgemäß und sehr kritisch berichtet, was sollte daran falsch sein? Oder welchen konkreten Vorwurf will man dem Wochenblatt machen? Wer sich jedoch „Putins Demokratieverständnis“ oder das von linken-kommunistischen „Demokratien“ zum Vorbild nimmt, den werden ungesetzliche und diktatorische Maßnahmen nicht stören. Doch solche Zeitgenossen sollten sich vorsehen. Lebten sie tatsächlich in einer Art Diktatur, könnte sich diese schon ganz schnell auch gegen sie selbst wenden!

      1. Hoch lebe Putin, hoch leben die Putin-Versteher, hoch auch mit der Bibel und den Laienpredigern. Was anderes sind die USA als eine Schnüffel- und Polizei-Diktatur?

    2. Hans, ich denke fiele sind für eine Wiederwahl, wie es zur Verfassungsänderung kommt, das ist nicht sauber?
      Fast keiner würde sich ärgern, wenn das nach Gesetz und legal gemacht würde.

    3. Hans, ich denke fiele sind für eine Wiederwahl, wie es zur Verfassungsänderung kommt, das ist nicht sauber?
      Fast keiner würde sich ärgern, wenn das nach Gesetz und legal gemacht würde.

    4. Hans, ich denke fiele sind für eine Wiederwahl, wie es zur Verfassungsänderung kommt, das ist nicht sauber?
      Fast keiner würde sich ärgern, wenn das nach Gesetz und legal gemacht würde.
      HC weiss wenn es Legal gemacht wird, ist es für ihn zuspät.

  3. Es geht um 2021. Dann wird das thema neue vertag itaipu wieder am tisch sein: strom weiterhin billig nach brasilien verschenken und als gegenleistung das eiegene tasche füllen. JEDER will ein stück vom kuchen haben, und hc kann sich leisten alle zu kaufen.

  4. Teil der Bevölkerung ist strikt gegen das enmiendo. Spreche den Machern des ‚ Wochenblatt‘ meine große Anerkennung für die offene und journalistisch unvoreingenommene Berichterstattung aus.

  5. @Rolf da muss ich ganz entschieden widersprechen. Der weitaus allergrößte Teil der Bevölkerung ist strikt gegen das enmiendo. Spreche den Machern des ‚ Wochenblatt‘ meine große Anerkennung für die offene und journalistisch unvoreingenommene Berichterstattung aus.

    Hallo ‚Wochenblatt‘ so lautet der korrekte Text. Erste Fassung bitte streichen.

    Danke

  6. Zur Abstimmung wurde knapp die Hälfte der Senatoren und der Senatspräsident erst gar nicht eingeladen und diese 23 Senatoren stimmten über eine Verfassungsänderung ab, über die zum jetzigen Zeitpunkt nicht abgestimmt werden kann.
    Cartes könnte bei einer Wiederwahl international gar nicht anerkannt werden. Im schlimmsten Fall könnte der Import von paraguayschen Produkten vom Ausland boykottiert werden.

  7. In welchem Land interessiert sich die Politkaste schon für das Volk, mal davon abgesehen, dass es als Schuldgeldsklaven genutzt wird?
    In Terrorhelvetien sind die sieben Bundesclowns und die von Lobbies beherrschten Hampelmänner Parlamentarier in Bundesbern jedenfalls mit Garantie nicht daran interessiert, etwas fürs Volk zu tun! Vielmehr geht es darum eigene Pfründe zu sichern mit hochdotierten VR-Pöstchen nach dem Ausstieg aus der Politikshow. Natürlich läuft da alles absolut diskret ab, deshalb ist die Schweiz dafür ja so weltberühmt!
    Vielleicht in Bolivien? Vermutlich auch nicht…

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