Ein hart umkämpfter Markt hinterlässt Verluste

Asunción: Die Copaco, als Aktiengesellschaft, hatte es noch nie einfach. Auch dieses Jahr akkumuliert sie anstatt neuer Klienten neue Schulden. Dank der Einnahmen der Dinac amortisiert man die Verluste.

Schon zur Übernahme der staatlichen Kommunikationsbehörde Copaco als Aktiengesellschaft mit nur einem Aktionär, dem Staat, im August 2018 lagen die Verluste der ersten 8 Monate bei 6,9 Millionen US-Dollar. Glücklicherweise gelang es diese Summe beizubehalten und nicht auf 11 oder 12 Millionen US-Dollar anwachsen zu lassen. Ein hart umkämpfter Markt für Internet und Kabelfernsehen sorgte durch ein nicht besonders guten Kundendienst für Abwanderung zu preislich weitaus teureren Mitstreitern. Die Copaco verlor demnach 7.891 Festnetzkunden und 9.202 Adsl Internetkunden in 2018. Dennoch schaffte es die neue Copaco Administration wenigstens 700 Kunden zurückzugewinnen, einerseits über den Preis, dank neuer Verträge und einem Kundendienst der dem der Mitanbieter in nichts nachsteht.

Laut dem Leiter der Compañía Paraguaya de Comunicaciones, Sante Vallese, „gelingt es dem Staatsunternehmen nur in die schwarzen Zahlen zu kommen, wenn alle Angestellten zusammen an einem Strang ziehen“, was laut seiner Ansicht möglich ist, „da dem Unternehmen seit August mehr Anerkennung zuteil wird“.

Die zivile Luftfahrtbehörde Dinac ist eines der wenigen Staatsunternehmen, welches jährlich Überschüsse erwirtschaftet und somit Unternehmen wie die Copaco am Leben erhält.

Wochenblatt / Última Hora

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8 Kommentare zu “Ein hart umkämpfter Markt hinterlässt Verluste

  1. „einem Kundendienst der dem der Mitanbieter in nichts nachsteht“
    diesen Satz sollte man sich einrahmen lassen im Land, wo Kundendienst oder Garantie nur auf dem Wunschzettel der Kunden existiert!

  2. Wir hatten als Copaco Geschäftskunde einmal einen Totalausfall von mehreren Tagen. Nach einer persöhnlichen Beschwerde in der städtischen Niederlassung von Copaco rief zeitnah (genau einen Tag später früh morgens) der zuständige Techniker an und vereinbarte einen Termin bei uns zur Mittagszeit.
    Wir waren mittags vor Ort, er aber nicht. Nach etlichen Telefonaten am nächsten Tag das gleiche Spiel.
    Bei der Hotline in der Niederlassung ezählte uns die Dame dann folgendes:
    „Das kann ja passieren, denn unseren zuständigen Techniker sind nicht mehr die jüngsten und brauchen eben mehr Zeit für ihre Arbeiten.“
    Nach einem Besuch in der Chefetage der Niederlassung wurde die kompetene Dame umgehend entlassen und der Anschluß am gleichen Tag noch vor Ort von den alten und gehetzten Technikern repariert.
    Der Redaktion und den Lesern wünsche ich alles Gute fürs neue Jahr.

  3. Man kann sich des Eindrucks nicht verwehren, daß hier viele Altlasten entsorgt werden, Schlafmützen beschäftigt sind und alle zusammen haben keinerlei Ahnung von Organisation und was ihre Aufgaben sind. Von ein paar wenigen Ausnahmen vielleicht abgesehen! Wenn ich am Monatsende meine Internet-Rechnung bezahlen will, geht bei denen die große Sucherei los. Dann werden in abgegriffenen Ordnern nach den Monatsabrechnungen gesucht. Das kann zwischen 3-10 Minuten andauern, weil die Belege weder nach Rg.Nummern noch nach dem ABC abgeheftet sind. Alles eben wie im Mittelalter. Aber Personal haben die beschäftigt, als ob hier ständig Hochbetrieb herrschen würde! Kein Wunder, wenn in diesem Laden nichts funktioniert.

    1. Bei welcher Mittelalterfirma sind Sie im Internet? Copaco wohl? Ich bekomme jeden Monat eine Rechnung zugeschickt (nicht Copaco), die bezahle ich in der Kooperative, d.h. die scannt den Barcode ein und fertig. Wenn die Rechnung mal nicht ankommt, reicht die Kunden- oder Liniennummer. Auch damit kann ich -ohne Rechnung- in der Kooperative (oder Zweigstelle) bezahlen, die können das nachgucken. Dauert dann nur 10 Sekunden länger. ANDE bezahlen funktioniert genauso einfach. Außerdem kann ich mir die Rechnungen im Internet runterladen und wenn ich will ausdrucken. Anbieter wechseln und weniger Probleme!

  4. Auch bei uns war es 9 Tage am Stück weg. Man hatte 1000 Ausreden, warum es nicht geht, bis hin zu der Aussage, das die Leitung in Ordnung sei und wir mal unsere Stromversorgung kontrollieren sollten. Jetzt läuft es zwar wieder, aber nur noch mit einer Maximalleistung von 30 %. Copaco will in Kürze einen neuen Sendemast aufbauen. Aber was heißt in Kürze ?, bei der Geschwindigkeit, wie Copaco arbeitet, kann mal wohl in 2025 damit rechnen. Sobald mein Vertrag ausläuft, werde ich die Statistik der Abgänge erhöhen.

  5. Nachtrag: Es ist natürlich selbstredend, das seid gestern Abend 20:00 Uhr bis jetzt das Netz nicht geht.
    Alle Jahre wieder.

  6. Ich hatte viele Jahre einen Festnetzanschluss und wir waren 50 Teilnehmer. Mit der Pensionierung der Telefontante (Handvermittlung) wurde der Dienst eingestellt und es kam auch bis heute nicht mehr zu einer Wiederaufnahme des Dienstes , auch nicht durch verbesserte Technik, als die damalige Freileitung ueber 7 Km in den naechsten Ort. Aber die Kundschaft sprang schon ab als Tigo mit einem Mast herkam.
    Wenn man ueberlegt, welche Personalkosten nur hier aufliefen, das wurde ueber die Telefongespraeche niemals eingespielt, abgesehen von technischen Stoerungen, die oft tagelang anhielten.
    Vor vielen Jahren wurde ein Angebot von einer spanischen Bank ausgeschlagen, die den ganzen Schrotthaufen kaufen wollte und heute wird man ihn nicht mehr los. Geschenkt zu teuer!
    So bleibt ein Fass ohne Boden, welches Geld verschlingt, das anderswo dringender gebraucht wird.
    Erinnert mich an den deutschen Steinkohlebergbau, wo man 200 Milliarden versenkte und niemand den Mumm hatte, dies zu beenden. Aber am 21. Dez. war auch damit endlich Schluss.

  7. Eine Privatisierung ist notwendig. Die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft bringt nichts, wenn es nur einen Aktionär, nämlich den Staat gibt. Das ist Augenwischerei, Verarscherei. Druck kommt nur von Aktionären, die eine Rendite wollen….. aber bei Verlusten gibt es keine Dividende….. mindestens sofort 30 Prozent des Personals entlassen und Verkäufertypen einstellen..

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