Ein Österreicher ist verärgert

Asunción: Des Öfteren kam der Österreicher Herbert Bellschan von Mildenburg (92), Repräsentant der Eisenbahnvereinigung “Pdte. Carlos A. López“ nach Paraguay. Eine Schweizer Gruppe “R&M“ will mit ihm etwas bewegen, aber es geht nichts voran.

Im Mittelpunkt steht die Rekonstruktion der Eisenbahnverbindung zwischen Asunción und Encarnación.

„Ich kann keine Erklärung finden. Im Jahr 2010 unterzeichnete die staatliche Eisenbahngesellschaft Fepasa einen Mandatsvertrag mit unseren Genossenschaften. Im Jahr 2011 erfolgte eine technische und finanzielle Vereinbarung mit R & M. Aber die aufeinanderfolgenden Regierungen und die Fepasa ignorierten die Vereinbarungen und wollen sogar die Gültigkeit abstreiten. Wir haben Dokumente, die echt sind. Darauf reagierten die Fepasa und die Regierung nur mit Schweigen“, beklagte von Mildenburg das Vorgehen der Verantwortlichen.

Von Mildenburg kehrte gestern wieder nach Österreich zurück und will dort weiter mit seinen Partnern sprechen. Die europäische Genossenschaft will in zwei bis drei Monaten Führungskräfte nach Paraguay entsenden, die dann nochmals mit den verantwortlichen Behörden über das weitere Vorgehen sprechen werden. Dann soll eine Antwort auf die Fragen erfolgen, wie es nun endgültig weitergeht.

„Es bestehen Verträge für das Projekt und ein Interesse von Investitionen durch R & M. Für Europa ist das, was mit dem Bahnhof in Luque oder der Eisenbahn passiert, eine Katastrophe“, erklärte von Mildenburg.

Es wird geschätzt, dass die Strecke Asunción – Encarnación rund 800 Millionen US Dollar kosten wird. Roberto Salinas, Präsident der Fepasa, erklärte, dass der Vertrag ein Mandat aus dem Jahr 2010 sei und keine ausreichenden rechtlichen Grundlagen habe.

Quelle: ABC Color

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15 Kommentare zu “Ein Österreicher ist verärgert

  1. Eine Eisenbahn wird nicht rentabel sein, dh. nicht genügend Gelder werden dort ankommen, wo sie sollten, um einen Unterhalt und weitere Investitionen zu garantieren. In Paraguay wird etwas einmal gebaut und dann kassiert und sich selbst überlassen. Da müsste der Staat subventionieren, damit die Bevölkerung die Infrastrukur bekommt, doch mit 17% Steuereinnahmen des BIP hat der Staat zu wenig Einnahmen, um gleichzeitig Korruption und Eisenbahn zu finanzieren. Selbst wenn die Eisenbahn elektrisch wäre (statt mit Holzkohle), sind auch Elektromotoren und Rollmaterial einem mechanischen Verschleiß und einem Minimum an Unterhalt unterlegen. Niemand wird Wasser in die Heizkessel füllen, das ist mehr Arbeit als Wasser für Terere herbeischaffen. Wenn USA, Japan oder Schwizzerland die Eisenbahn gerne spenden möchte, da wird sicher niemand etwas dagegen haben, ja, das ist sogar ausdrücklich erwünscht.
    Nicht wirklich viele werden Gebrauch einer Eisenbahn von Encarnacion nach Asuncion machen, so meine Einschätzung, also werden zu wenig Einnahmen resultieren. Schrott-PKWs und -LKWs sind billig (aber immer noch zu teuer für das was sie wert sind).
    Wie stellen sich die Herren aus Gringoland das vor? Eine klimatisierte Eisenbahn? Da werden viele weiterhin die klimatisierten Busse bevorzugen. Und einen ökologischen Zuggüterverkehr, wen interessiert das schon?
    Ich kann aus eigener Erfahrungen mit hiesigen Handwerkern euch sagen wie viel 20m Abstand sein können: 10m, 15m, 26m! Kommt halt nur darauf an von wo an man misst!

  2. Was sind vertragliche Vereinbarungen schon wert? Im Lande der „unbegrenzten Möglichkeiten“ ist alles nur Auslegungsssache und muß nicht für bare Münze genommen werden. Rechtssicherheit sieht anders aus!

  3. Falls der abgebildete Herr oder die Investorengruppe hier mitliest:

    Lasst es sein! Da wird nie was draus. Spart Zeit, Geld und Nerven. Versprechungen oder Vereinbarungen gelten in Paraguay NUR, wenn die Paraguayer mitverdienen koennen. Offensichtlich hat damals ein Armleuchter diese Vertraege unterschrieben und im Nachhinein gemerkt: Da springt ja gar nichts fuer mich raus!

    Abgesehen davon herrscht die geballte Inkompetenz in einigen Themen. Ich hab hier im Ministerium schon eine Gruppe im Auftrag einer italienischen Firma zu Besuch gehabt. Die Gobernacion Central hat mit diesen irgend eine komische Vereinbarung getroffen, ein kleines Klaerwerk in Ñemby zu errichten. Die Italiener stellten sich das so vor, dass sie das Werk bauen und betreiben und den Service von der Municpalidad bezahlt bekommen.
    Bloss war der Witz, dass Ñemby ueberhaupt keine Schmutzwasserleitungen hat – dachten wohl, dass das Abwasser ueber die Strassen automatisch zur Klaeranlage laeuft.
    Abgesehen davon koennen die Italiener nicht einfach kommen und dies machen, da diese Art von PPP eine parlamentarische Genehmigung braucht und das bei der liberalen Partei die da regiert quasi unmoeglich ist. – wusste auch keiner. Die Italiener haben dann gesagt, gut wir sehen mal ob wir die Rohrleitungen da auch irgendwie einbringen koennen und wollten nochmal kommen – taten sie aber nicht mehr, weil sie wussten, das ist nur vergebene Müh.
    Vor den Italienern kam auch eine Gruppe Spanier schon, die eine Studie gemacht haben. Und nach den Italienern eine Gruppe Koreaner.
    Man kann darueber fast lachen, aber wenn man die stinkenden, kontaminierten Baeche sieht, bleibt es einem im Halse stecken.

  4. Das ist und bleibt auf unbestimmte Zeit das Problem Paraguays . Ein Wort Vetternwirtschaft!!!Somit sind keine Investitionen hier im großen Stil möglich obwohl Paraguay das Potenzial hat Wirtschaftlich stark zu werden und somit die Immense Arbeitslosigkeit ab zu bauen und somit auch die Verbrechens rate zu minimieren.

  5. Einen Vertreter der 91 Jahre alt ist für eine Firma mit einem Aktienkapital von CHF 100.000.- die schon 2014 im Handelsregister von Amtswegen gelöscht wurde ist vielleicht auch für paraguayische Stellen nicht der richtige Gesprächspartner.
    Grund: Handelsregister (Löschungen)

    R & M Financial Engineers and Trust (Switzerland) AG, in Zug, CHE-101.264.803, Aktiengesellschaft (SHAB Nr. 83 vom 01.05.2013, Publ. 7171566). Die Gesellschaft wird in Anwendung von Art. 155 HRegV von Amtes wegen gelöscht, nachdem kein begründetes Interesse an der Aufrechterhaltung der Eintragung innert angesetzter Frist geltend gemacht wurde.

    Tagesregister-Nr. 15805 vom 28.11.2014 / CH51430246474 / 01857499

    1. Da schau her, das kam mir bekannt vor und wurde tatsächlich schon 2012 so ähnlich kommentiert.
      https://wochenblatt.cc/erste-spatenstich-zum-neuen-eisenbahnprojekt-findet-am-kommenden-sonntag-statt/
      Geht es hier um Geldwäsche oder was soll das?

    2. Na so was….rein zufaellig gibt es in der Schweiz auch eine Firma, die sich abgekuerzt R&M nennt:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Reichle_%26_De-Massari

      Haben allerdings nichts mit Eisenbahn oder Investitionen allgemein zu tun. Will hier eine Briefkastenfirma etwa den paraguayischen Staat besch***en?

      Jetzt wo das ersichtlich wird, ist dieses „Projekt“ in einem ganz anderen Licht. Sehr dubios.

      1. Klagenfurt (10. Oktober 2012) Das ehemalige Mitglied der Waffen-SS, Herbert Bellschan Mildenburg (geb. 1924) besitzt zwar ein stattliches Haus in der Klagenfurter Aichelburg-Labia-Straße (Nr.18), hat sich aber schon vor langer Zeit nach Paraguay abgesetzt. Im Jahr 2005 war er rüstig genug, um zum Prozess des Holocaust-Leugners Ernst Zündel nach Deutschland zu reisen. Hier und da taucht er in seiner Heimatstadt auf, zuletzt, um vor Kriegsveteranen und Rechten die Festrede 2012 auf dem Ulrichsberg zu halten.

        „Das Haus von Bellschan Mildenburg steht schon sehr lange leer. Im Jahr 2003 war die ganze Siedlung in heller Aufregung, als bekannt wurde, dass auf seinem Dach eine Mobilfunkanlage installiert werden sollte. All unsere Einsprüche, Verhandlungen und Gespräche nutzten nichts, Bellschan Mildenburg ließ die Anlage installieren. Ihm ist die Strahlenbelastung völlig egal, denn er lebt ja auf einem anderen Kontinent“, erinnert sich Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann, die ebenfalls betroffene Anrainerin ist.
        „Diese Handymasten-Anlage ließ Bellschan vor einigen Monaten noch weiter ordentlich aufrüsten. Seither bestrahlt die vielarmige Anlage weiter hunderte Haushalte noch intensiver – darunter die angrenzenden 180 Wohneinheiten der „Stadtvillen“. Wie sollte man auch von einem ehemaligen Angehörigen der Waffen-SS Rücksichtnahme erwarten? Hinter ihm die Sintflut! Bellschan kassiert tüchtig von den Mobilfunkbetreibern und kann sich damit seinen Lebensabend in Paraguay versüßen“, so GRin Schmid-Tarmann verärgert.

  6. an caziquelambare!
    Was soll da Gefasel von Waffen SS ? Die Waffen SS sind und wahren Helden im Kampf um Deutschland sie war die Feuerwehr an vielen Fronten immer da wo die Italienische Front einbrach sind die Jungs von der Waffen SS in die Lücke gesprungen unter mehr als erheblichen Verlusten haben sie die Front geschlossen und gehalten bis die Wehrmacht nachrückte. Viele viele Tausende junger Männer sind im Heldenhaften Kampf für Deutschland gefallen. Sie sind in meinen Augen nicht würdig über diese Helden so ein Sche–s zu schreiben.

    1. Auch Scheixxe ist braun……wenn du schon faschistoide Ideen hier verbreitest, dann wäre es hilfreich wenn du wenigstens ein bisschen deutsche Grammatik und Rechtschreibung beherrschen würdest.

    2. ^Herr Asgard980, das sind nicht meine Worte sondern der Text aus der Kärntner Tageszeitung! Wie man zur Waffen SS steht (derübrigens auch mein Großvater angehörte als Mitglied der Wachmannschaft im KZ Mauthausen) hat mit dem Artikel hier im Wochenblatt nichts zu tun! Übrigends hat mein Großvater grausliche Dinge erzählt aus Mauthausen, die mit Ihrer Glorifizierung der Helden der SS nicht in Einklang zu bringen sind! Alle Menschen der Welt haben Angst vor Typen wie Ihnen … und Sie sind zu Recht geächtet als Anhänger einer brutalen Ideologie

  7. Na, cachiquelambaré, solltest erstmal rechnen lernen. Der von dir übelst beschimpfte Mann als einstiger SS-Angehöriger war zu Kriegsbeginn gerade mal 15 Jahre alt. Glaubst du, er hatte noch Zeit bis 1945, einen Posten zu erlangen, bei dem er wirklich auch etwas zu sagen hatte?? Aber du läßt Dich nach wie vor leiten von den in den Hitzezellen der amerikanischen Gefangenenlagers in Heilbronn erpreßten Aussagen von 2 Personen, die derart mit Hitze gefoltert wurden, daß sie gar nicht mehr wahrnahmen, was auf dem Zettelchen stand, das sie unterschreiben sollten. Es handelte sich damals um Sepp Dietrich und um Jochen Peiper, die von den stets friedliebenden Amerikanern ein Zettelchen vorgelegt bekamen, das sie unterschreiben sollten, und die beiden haben die Unterschrift zunächst abgelehnt, wurden aber dann in Hitzezellen unter ständig steigender Hitze bis zum Verbraten total entnervt und unterschrieben sogar im Unterbewußtsein. Erst hinterher haben die beiden erfahren, was sie unterschrieben hatten. Es war eine Erklärung, die SS sei eine „verbrecherische Organisation“ gewesen. Und aufgrund diesen beiden wertlosen Zettelchen sperrte man in der Folgezeit noch Tausende an ehemaligen SS-Angehörigen in den Kerker, allein schon wegen „Zugehörigkeit zu einer verbrecherischen Organisation“. Man hielt den Armen ganz einfach diese ominösen Zettelchen vor mit der Bemerkung: hier haben es Eure höchsten Chefs mit ihrer Unterschrift sogar freiwillig zugegeben. Wer etwas gibt auf diese durch fürchterliche Folterungen erpressten Unterschriften, der ist genauso wenig werden wie diese Zettelchen, mit denen man viele Tausende Unschuldige in amerikanische Kerker auf deutschem Boden sperrte.

    1. https://www.derstandard.at/story/2000104831899/rechte-zeitzeugen-bei-neonazis-aeusserst-gefragt
      https://www.derstandard.at/story/1347492645838/mitglied-der-waffen-ss-hielt-doch-ansprache-bei-ulrichsbergtreffen
      https://www.youtube.com/watch?v=oJBZ2q341Qg

      „Herbert Belschan von Mildenburg betonte, er spreche als „simpler Heimkehrer“, der als Jugendlicher als Mitglied der Waffen-SS in den Krieg gezogen sei und nach vier Jahren Krieg und Gefangenschaft wieder nach Hause gekommen sei. Auch zwei weitere Heimkehrer hielten Ansprachen, dazu trat auch ein Vertreter der Gedenkgemeinschaft für Walter Nowotny ans Rednerpult.“

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