Ein Platz am Tisch der Mächtigen

Asunción: Sollte Mario Abdo Präsident des Landes werden, und es spricht vieles dafür, dann schuldet er einigen bekannten Politikern wenigstens einige kleine Gefallen. Grund dafür – ein Abendessen.

Ein veranstaltetes Abendessen, bei dem Geld für die letzte Phase des Wahlkampfes gesammelt wird, fand gestern Abend statt. Ein Platz am Tisch der Mächtigen kostete 1.000 US-Dollar. Insgesamt 1.500 Eintrittskarten wurden verkauft. Nicht alle waren anwesend.

Das Essen, welches im 9. Stockwerk des Turm 1 im Paseo La Galeria stattfand, soll Mario Abdo Benítez und seinem Stellvertreter Hugo Velázquez die nötige Unterstützung geben, um die letzten dreieinhalb Wochen ihre Position zu stärken. Mit Einnahmen von 1,5 Millionen US-Dollar oder rund 8.400.000.000 Guaranies dürfte dies umsetzbar sein.

Anwesend waren neben dem Präsidenten Horacio Cartes und seinen Töchtern Sol und Sofía auch Senatoren wie Víctor Bogado und Juan Darío Monges. Auch Ex Gesundheitsminister Antonio Barrios und ehemalige Berater wie Sergio Godoy und Arnaldo Franco oder Santiago Jure waren zugegen. Ebenso waren César Ruiz Díaz, Marys Llorens, Zuny Castiñeira, Raúl Cubas Grau, Iván Dumot, Andrea Saba und viele mehr zugegen. Santiago Peña war nicht gekommen.

Für den heutigen Abend wird eine vergleichbare Veranstaltung in Encarnación stattfinden. Die Eintrittspreise liegen mit 10.000.000 Guaranies etwas über dem Preis von gestern. Es werden rund 200 Gäste erwartet, viele davon vom zweistaatlichen Wasserkraftwerk Yacyretá.

Wochenblatt / Abc Color

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2 Kommentare zu “Ein Platz am Tisch der Mächtigen

  1. Die Elite des Landes ist sich einig und gerne unter sich. Sie leben wie auf „Wolke sieben“ in einer völlig vom Volk abgehobenen, glitzernden von Wohlstand geprägten Welt. Das liebe Volk ist nur zum wählen wichtig und damit das liebe Volk auch wirklich richtig wählt, werden rechtzeitig Volksnähe demonstriert und Geschenke verteilt. Das meine ich zunächst ganz allgemein, denn in Deutschland ist es nicht viel anders. Vielleicht nicht ganz so auffallend und plump, dafür viel feiner gestrickt und mit viel Raffinessen getarnt. Parteigenossen werden immer bevorzugt. Das war im Dritten Reich so, in der DDR so und ist heute in der immer mehr manipulierten „Demokratie“ nicht anders. Feiglinge und charakterlose Opportunisten schwimmen immer mit dem Strom (nur lebende Fische schwimmen gegen den Strom) bzw. hängen ihr Mäntelchen nach dem Wind. Je älter ich werde, desto klarer wird mir das – oder haben sich die politischen Verhältnisse in den letzten 20 Jahren so gravierend verändert? (zumindest in Deutschland!) Und die Masse der Menschen begreifen das einfach nicht und lassen sich wie die dummen Lämmer manipulieren. FJS: „Die dümmsten Lämmer wählen sich die Schlächter selber“

  2. Laut Winston Churchill soll das beste Argument gegen die Demokratie sein, sich eine halbe Stunde mit einem durchschnittlichen Wähler zu unterhalten.

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