Ein Priester auf Abwegen

Asunción: Wegen missbräuchlicher Ausübungen seines Amtes, Betrug und Vortäuschung falscher Tatsachen verurteilte Richter Paublino Escobar den Priester Pedro Robadin zu einer Geldstrafe in Höhe 100 Tagessätzen vom Mindestlohn.

Insgesamt beläuft sich die Geldstrafe somit auf 7.850.400 Guaranies. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Am Montag, den 18. September, kommt es zu einer erneuten vorläufigen Anhörung.

Das Vergehen liegt schon eine Weile zurück. 2012 gab Eugenia de Mendoza dem Priester alte Juwelen, die er verkaufen sollte. Robadin erklärte damals, dass er diese an Emilia Alfaro verkaufen werde, die Interesse bekundete.

Mendoza filmte die Übergabe der Juwelen. Der Priester gab damals aber Mendoza weder Geld für den angeblichen Verkauf noch die Schmuckstücke zurück.

Es kam zur Anzeige und dann zur Anklage, die von der Staatsanwältin Silvana Otazú vorbereitet wurde. Jedoch erst fünf Jahre nach der Tat wurde diese jetzt geahndet. Jedoch könnte der Fall noch in die Länge gezogen werden, wenn am Montag neu verhandelt wird.

Wochenblatt / ABC Color

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6 Kommentare zu “Ein Priester auf Abwegen

  1. Der Fall ist doch eigentlich klar. Warum dauert es dann 5 Jahre, bis endlich ein Urteil gesprochen werden kann? Sollte der Priester womöglich noch in Berufung gehen, dann können vermutlich nochmals wenigsten 3 Jahre zugegeben werden. Was ist das nur für eine Justiz die so lange braucht, um einen relativ leichten Fall zum Abschluß zu bringen? Umgekehrt könnte es womöglich sein, daß ein zu Unrecht Beschuldigter jahrelang im Gefängnis sitzt (oder unter Hausarrest steht – solche Fälle sind genug bekannt) bis endlich Recht gesprochen wird. Da kann es einem eigentlich himmelangst werden, in einen Rechtsstreit hinein zu geraten.

      1. Ich kann nur das kommentieren, was ich aus dem Artikel des Wochenblattes entnehme. Sollten Sie über bessere Informationen verfügen, dann wäre es ja nett von Ihnen, den Bericht entsprechend zu ergänzen Aber alles kein Anlaß, meinem Kommentar gleich mit den ersten beiden Worten grundlos demagogisch zu antworten. Oder haben Sie ein Problem? Außerdem kenne ich zahlreiche Rechtsfälle in Paraguay in welchen sich die Gerichtsverfahren über Jahre hinziehen (gezogen werden!) und die Beschuldigten über einen langen Zeitraum unter Hausarrest gehalten wurden. (man wollt sie offensichtlich weich klopfen) Da glücklicherweise die zu Unrecht beschuldigten über genug Geld und Unterstützung verfügten konnten sie diese lange Zeit überstehen. Natürlich hinterläßt das Spuren in der Gesundheit, ganz abgesehen davon, daß so mancher an den Rand des finanziellen Ruins getrieben wurde. Am Ende wurden die Beschuldigten zwar frei gesprochen, bekamen jedoch keine Entschädigung, weder vom Kläger noch vom Gericht. In obigem Fall wurde der Priester nicht unter Hausarrest gestellt bis zur endgültigen Klärung. Wie schön für ihn. Das war auch nicht mein Thema, mir ging es allein um die fürchterlich lange Prozeßdauer, was in Paraguay ja keine Einzelfälle sind. Und niemand ist davor gefeit. Nun hoffe ich, daß mir nicht schon wieder eine Verallgemeinerung oder gar Rassismus gegen die Paraguayer vorgeworfen wird.

        1. Es wäre angebracht, wenn Sie, statt wie üblich Schlüsse auf Grund fehlender Informationen zu ziehen, mal lesen, nachdenken und vergleichen würden, statt gleich zur Tastatur zu greifen. Dann würde Ihnen die Peinlichkeit falscher Schlüsse erspart bleiben. Wie schon erwähnt ist die Information öffentlich. Es dauerte keine 5 Jahre bis ein Urteil gefällt wurde, wie sie behaupten, das steht auch im Wochenblatt Artikel nirgends. Der Beschuldigte hat das Verfahren verschleppt und wurde dafür bestraft.

  2. Ein altes paraguayisches Sprichwort auf Deutsch sagt: „ Man leiht kein Geld dem Dorfpolizisten oder dem Priester „ Dies dürfte der Frau wohl bekannt gewesen sein. Aber da trifft eben ein anderes Sprichwort zu: „Alle sind klug die einen vorher und die anderen nachher.“
    Die Justiz soll dann Dummheit wieder in Ordnung bringen.

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