Ein reizvoller Gedanke

Asunción: Die Rückzahlung der Schulden von 260 Millionen US-Dollar, die die Petropar bei der venezolanischen PDVSA hat, hinter deren Rücken zu verhandeln und dabei eine satte Kommission einzuheimsen war sicherlich der Gedanke im Umfeld des aktuellen Präsidenten Abdo.

Was in Paraguay aus ersichtlichen Gründen unbekannt blieb und nicht an die kritische Presse gelangte, schaffte die Washington Post ans Licht zu fördern.

In der Veröffentlichung der Post wird Javier Troconis genannt, der von der Guaidó-Regierung als Funktionär designiert wurde um Aktiva Venezuelas im Ausland aufzufinden. Dieser soll mit den paraguayischen Autoritäten schon in 2019 die Halbierung der Schulden bei der Petróleos de Venezuela S.A. (PDVSA) bei sofortiger Zahlung ausgemacht haben. Diese Übereinkunft hätte jedoch die Zahlung einer Kommission von 10 Prozent, also 26 Millionen US-Dollar, an den argentinischen Anwalt Sebastian Vidal beinhaltet der angeblich die PDVSA vertritt, was der Guaidó-Regierung zu hoch vorkam. Aus diesem Grund kam es nicht zu dem Geschäft.

Von paraguayischer Seite argumentiert man hingegen, dass es nie zu dem Deal gekommen wäre, weil einerseits der Fall in Frankreich vor Gericht ausgefochten wird und andererseits Guaidó nicht die Schulden für Maduro eintreiben könne.

Doch es gibt Faktoren, die bei genauer Betrachtung alles in anderem Licht darstellen. Die paraguayische Argumentation wird von Mario Abdo’s Kabinettschef Juan Ernesto Villamayor (Beitragsbild) vorgetragen und der besagte Anwalt ist Sebastian Vidal ist unter anderem Rechtsbeistand von Carlos Abdo, Onkel des paraguayischen Präsidenten und Ex-Präsident des Fußballklubs San Lorenzo de Almagro. Eine Aufteilung der Kommission unter allen Beteiligten wäre nicht auszuschließen.

Wochenblatt / Washington Post / Abc Color

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

4 Kommentare zu “Ein reizvoller Gedanke

  1. 26 Millionen Kommission bei Sofortzahlung wäre ja ok. In die paragauyanische Staatskasse. Um dem Volk ein paar Lastwagen voll voller roter Erde zu spendieren, um die alphaltierten Mondstraßen fachmännisch zu reparieren. Den Rest hättens behalten können. Aber warum an ein argentinischer Anwalt? Na, der hätte nach Erhalt das Geld dem paragauyanischen Volk überwiesen. Für Streichhölzl, um den Müll abzufackeln? Ne, um eine einzig klitzekleine kardinale Müllverbrennungsanlage für 2 Mio. Menschen im Großraum Gran Müllabfackel zu spendieren. Tja, leider ist nix daraus geworden.

  2. „In der Veröffentlichung der Post wird Javier Troconis genannt, der von der Guaidó-Regierung als Funktionär designiert wurde …“
    Die Behauptung Guaido wäre eine Regierung ist schon krass. Wäre so als wenn Gauland als Oppositionsführer im Namen Putins die Wahl in D für gefakte halten würde und dann in Moskau eine Regierung bilden würde.
    Schade, dass das Wochenblatt hier dem „Neusprech“ folgt und unkommentiert so etwas schreibt.

  3. Wer sich mit Menschen und deren Gesichtsausdrücken auskennt, für den ist dieser „Charakterkopf“ eine wahre Fundgrube. Der Mann ist allein von seinem Gesicht her ein „offenes Buch“. Davon kann man in der Politik, speziell in Paraguay, gar nicht „genug bekommen“!

  4. Moyses Comte de Saint-Gilles

    Wie bitte? Nur so mal die Schuld zu halbieren?
    Man, das waere ja der Jahrhundertdeal den Paraguay machen kann.
    Dieser Guaido, wie denn kann er nur so mal die haelfte der Aktiva PDVSA’s den Schuldnern erlassen? Scheint, der krumme Vogel heimst sich die Summe selber ein. Der Vogel gehoert vor ein Standgericht wegen Landesverrats. Guaido verspielt da fahrlaessig das Staatsvermoegen Venezuelas.
    Scheint, also wenn Guaido nicht an den kommie Trog inMaduros durfte und deshalb die Opposition vertritt – selber aber eben noch ein verstohlener Vogel ist als Chavez und inMaduro.
    Wahnsinn: ich begeb mich gleich mal auf Einkaufstour und lass mir die Haelfte der Rechnungen erlassen – das waere das selbe.
    Kein Wunder dass Venezuela aus dem letzten Loch pfeift denn den anderen Glaeubigern duerfte auch das Wasser im Maul zusammenlaufen nach solchem „Deal“. Weihnachtsrabatt also das ganze Jahr durch…

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.