Ein schwieriges Unterfangen

Asunción: Bei dem Projekt einer Eisenbahnverbindung geht es, wenn auch sehr schleppend, voran. Es bestehen Gesetzesentwürfe, die nun von der Fepasa umgesetzt werden sollen. Massiver Widerstand ist aber wohl gewiss.

Im Jahr 2015 gab es aus dem Senat schon eine vorläufige Zustimmung, dass entlang den alten Bahngleisen jeweils ein 20 Meter freier Streifen bestehen muss. Roberto Salinas, Direktor der staatlichen Eisenbahngesellschaft Fepasa, erklärte, die Umsetzung einer Räumung sei von wesentlicher Bedeutung, dass der Zugbetrieb aufgenommen werden könne. Er fügte an, es wäre nicht überall vonnöten einen 40 Meter breiten Raum zu schaffen, jedoch gäbe es einige sicherheitsrelevante Abschnitte, in denen dies zwingend erforderlich sei.

Auf der Strecke zwischen Asunción und Ypacaraí sollen Züge im Abstand von fünf bis 10 Minuten zirkulieren. In der ersten Phase des Projekts wird die Verbindung von der Hauptstadt nach Luque gebaut. Die Investitionssumme beläuft sich auf 250 Millionen US Dollar.

Salinas betonte, es käme zu keinem Enteignungsprozess bei dem Schutzstreifen an den Bahngleisen, denn das Areal gehöre der Fepasa. Es gibt einige übergreifende Grundstückstitel aus der staatlichen Gesellschaft. In diesen Fällen werden Ersatzmaßnahmen diskutiert.

„Es haben sich nun mittlerweile viele Leute dort niedergelassen wo sie eigentlich nicht hingehören. Deshalb muss nun eine Räumung zwingend erfolgen“, erklärte Salinas.

Die Fepasa hat zusammen mit der sozialen Wohnungsbaubehörde Senavitat ein Programm entwickelt. Dabei sollen 260 Familien umgesiedelt werden. „Es sind verschiedene Gruppen gebildet worden, die davon profitieren, vor allem die Bedürftigsten. Sie besitzen kein Land an den Bahngleisen, es gehört ihnen nicht und sie haben auch nicht das Recht es einfach zu besetzen“, betonte Salinas.

Quelle: La Nación

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5 Kommentare zu “Ein schwieriges Unterfangen

  1. Das ist lustig, da wird schon davon gesprochen, in welchem takt diese Züge fahren sollen, abwohl sonst noch garnichts vorhanden ist und sicher auch nie sein wird?

  2. Hier bei mir wird die Ruta 7 4 Spurig gemacht ohne mich zu fragen obwohl es laut Titel mein Land ist wo ein kleiner Teil Straße gebaut wird. 1000 von Bäumen werden gefällt ohne einen Ausgleich dafür zu schaffen. Was ich damit sagen will ist folgendes. Verstehe die Diskussion nicht wenn das Land an den Schienen der Fepassa gehört bei mir ist ein Titel vorhanden und trotzdem wird gebaut von Tape Pora . Mag hier nicht genügend Schmiergeld geflossen sein oder soll da noch etwas an Schmiergeld fließen.Die Bahn ist genauso notwendig wie die Ruta. Leute die das Fepassa Land unrechtmäßig in Besitz genommen haben müssen gehen oder ein erhebliches Strafgeld Zahlen sowie eine Androhung das eine Anzeige erfolgt mit möglicher Haftstrafe .Wenn es arme Leute sind sollte man denen eine Anstellung für den Bau der Bahn geben und später bei der Bahn als Bedienstete ,würde viele Probleme lösen.

  3. Da kann ich mir schon vorstellen, dass nach Bekanntgabe der Verordnung sich viele dieser Landstreicher und Taugenichtse in der 20m-Zone niedergelassen haben. Man hätte eben zuerst schattige Mangobäume fällen müssen. Wie sonst werden sie nach der Umsiedlung mit Nichtstun Land besitzen. Ich pflichte dem Herrn Salinas vollkommen bei, dass das nicht vorkommen sollte.
    Wie aber soll mit 250 Mio. USDollar eine Eisenbahnstrecke von Asuncion nach Luque gebaut werden? Das ist viel zu wenig für immerhin um die 10Km. Bei einer Investitionssumme Größenordnung das Doppelte, besser Vierfache, wären sicherlich einige Hermanos, Tios und Padrinos aus Politik- und Parteifilz sofort dabei. Bei dieser lächerlichen Summe wird das Projekt schon gar nicht angefangen oder muss nach Fertigstellung von ca. 200m zwangsläufig wegen „noch viel Projekt aber kein Geld mehr vorhanden“ als fertiggestellt erklärt werden.

  4. Zuerst braucht es einen Kredit fuer die Planung durchzufuehren, der alleine verschlingt mindestens 50 Millionen $
    Zweitens muessten Fahrplaene fuer den 10 Minuten Taktfahrplan erstellt werden! Sehr wichtig am Anfang… lol
    Drittens muessten Fahrspuren,Schienen neu verlegt werden, falls diese Bahnen spaeter mit mehr als 10 Stundenkilometer verkehren wollen, Barriereanlagen, Bahnhoefe, Haltestellen, Unter- oder Ueberfuehrungen fuer die Bahnbenutzer usw.
    Viertens sollte eine Kalkulation fuer den Unterhalt, Loehne, neues Rollmaterial (Altes Rollmaterial ist nur fuer touristische Nostalgiefahrten geeignet, jedoch gibt es in Paraguay keine Touristen) erstellt werden, damit die Unkosten durch die Fahrpreise gedeckt werden koennen
    Fuenftens wird dann festgestellt das der Buerger solche existenzsichernde Fahrpreise NIE wird bezahlen koennen
    Sechstens dann koennen die naechsten Praesidentschaftskandidaten mit solch leeren Versprechungen ein weiteresmal versuchen die Buerger zu verarschen..
    Siebtens eine Eisenbahn ist nie selbsttragend.. mit Ausnahmen einiger wenigen Privatbahnen
    Also muss der Staat die Unkosten uebernehmen, vermutlich mit neuen Interventionen am Geldmarkt! Oder einfach ausgedrueckt er verschuldet sich weiter

    Aus meiner Erfahrung ist eine Eisenbahn sehr gut, fuer die Verkehrsentlastung, aber nicht mit Nostalgie Zuegen…
    Sondern nach realistischer Abklaerung… eventuell bezahlt der Autofahrer mehr fuer das Benzin und dieser Betrag wird fuer die Finanzierung von gut ausgebauten Eisenbahnanlagen verwendet
    Leider wird das Vorgehen daran scheitern das dieses Benzingeld vor der Ueberweisung verschwindet
    Also besser zurueck zu den Transporten mit Esel…

    1. Ja, wirklich schade. Eine Eisenbahn wäre ja eine tolle und notwendige Sache. Aber so viel ich weiß bezahlt der Bund jährlich 2 Milliarden Schwizzerfränkli an die Schwizzerländischen Bundesbahnen SBB. Also wenn sich so eine Eisenbahn nicht von selbst tragen kann, dann ist sie in Paraguay wohl fehl am Platz.
      Ich denke, wenn der Transport von Güter oder auch der Personenverkehr mit der Eisenbahn zwar schneller, aber teurer ist, dann wird hier sowieso niemand zur Eisenbahn greifen. Zeit hat man, aber keine Plata.

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