Abholzung und illegaler Holzhandel

Bella Vista: In der vergangenen Woche wurden drei illegale Transporte von Baumstämmen bei Bella Vista, im Departement Caaguazú, aufgegriffen. Das Gesetz der “Null Entwaldung“ wird in der Gegend kaum beachtet.

Der dritte Transport wurde am Donnerstag abgefangen. Auf einem LKW der Marke Mercedes Benz befanden sich 110 Baumstämme. Sie stammen wahrscheinlich aus der landwirtschaftlichen Liegenschaft Tajy Guasu, die sich bei Araújo Cue befindet, zwischen Curuguaty und Canindeyú. Laut dem Eigentümer des Grundstücks, Eduardo Núñez, hätten Campesinos “sein Anwesen überfallen“ und würden die natürlichen Wälder verwüsten.

Der Fahrer des LKWs hatte Pech, denn das Fahrzeug blieb aufgrund eines mechanischen Defekts liegen. Eine Achse brach durch das hohe Gewicht. Wenige Minuten später war die Nationalpolizei vor Ort, nachdem sie von einem vorbeifahrenden Anwalt über die illegale Holzladung informiert wurde. Die Beamten verständigten die Staatsanwältin für Umweltvergehen, Martha Leiva in Coronel Oviedo, über das Geschehen. Sie ordnete die Beschlagnahme des Fahrzeugs und der Fracht an.

Nun hofft der Besitzer des landwirtschaftlichen Anwesens, dass die Staatsanwaltschaft ebenfalls eine Räumung seines besetzten Grundstücks durch die Campesinos anordnet. Es soll sich um drei Gruppen von landlosen Bauern handeln. Nuñez erklärte, der entstandene Schaden sei enorm, allein die Menge in dieser Woche betrage fast 300 Baumstämme. Sollte das Treiben nicht gestoppt werden, so Nuñez weiter, würde sein Land bald vollkommen gerodet sein. Es sollen sich bereits eine Vielzahl gefällter Bäume auf dem Grundstück befinden und warten nur noch auf den Abtransport.

Quelle: ABC Color

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4 Kommentare zu “Abholzung und illegaler Holzhandel

  1. Wenn ich so etwas lese stellt es mir den Kamm! Diese Landlosen sind ja keine Landlosen sondern von Gewerkschaften und Linken Gruppen genutzte Banditen. Hier muss endlich mal hart durch gegriffen werden,wobei diese Menschen Rechts Organisationen als Helfer der Linken und Gewerkschaften entlarvt werden sollten.Klar muss es Menschenrechte geben und Menschen die mit Mut und Arrangement dieses Durchsetzen aber hier wird nur in der Mehrzahl geschrien bei den Landlosen Gesindel und bei EPP Banditen ,da liegt doch der Verdacht nahe warum. Der Manni schrieb einen Kommentar in einen Anderen Artikel wo er denn Sinn dieser Aktionen von Gewerkschaften ,Linken,Sozialisten ,Kommunisten genau darlegte. Damit hat er vollkommen Recht ,denn es gibt nicht ein Land auf dieser Welt wo dieses Linke Pack da Land nach vorne gebracht hat. ganz im Gegenteil .Nun müssen Wälder vernichtet werden wo es sowieso hier zu wenig von gibt nur wegen einer kaputten Ideologie.Wenn Gewerkschaften doch für den kleinen Arbeiter sind warum tragen sie nicht dazu bei Arbeitsplätze zu schaffen? Das Ruhrgebiet ist wegen diesen Gewerkschaften mit den Kumpels untergegangen weil in den 60-70 Jahren immer Neue Forderungen gemacht wurden.Heute sind Millionen von Arbeitslosen im Ruhrgebiet ,weil die Kohle trotz Transport billiger von Sibirien kommt.Das sind die Tatsachen.Hier sollte für die Menschen Arbeitsplätze geschaffen werden dann könnte da aufhören mit den Landlosen weil dann kein Alibi mehr .

  2. Völlig richtig Asgarde980! Doch ob die sogenannten „landlosen Bauern“ und die EPP ausschließlich in den Diensten der linken Gewerkschaften und Lugos Kommunisten stehen ist nicht sicher. Vielleicht „arbeiten“ diese „armen Landlosen“ für verschiedene Herren. Bis vor einem Jahre war ich sehr oft und regelmäßig in Mbutuy an der Ruta 10 gelegen, tätig. Dort konnte ich beobachten, daß Tag und Nacht im Viertelstundentakt Schwertransporter mit riesigen Baumstämmen Richtung Coronel Oviedo – ASU unterwegs waren. Allein zwischen Mbutuy und Coronel Oviedo befinden sich permanent 4 Polizeikontrollen. Wie kann es also sein, daß diese Transporter ungehindert weiter fahren durften, obwohl es doch angeblich ein Gesetz gibt, wonach Wälder nicht gerodet würden dürfen? Irgendwer muß folglich seine Hände schützend über diese Transporte halten und die Polizei zur „Blindheit & Taubheit“ verdammen. Es kann normalerweise nicht schwierig sein, heraus zu bekommen, wer die großen „Strippenzieher“ im Hintergrund sind. Niemand will sich mit diesem heißen Thema ernstlich auseinander setzen, auch nicht die Presse. Man wird schon wissen warum!

  3. Ich war schon mit dem Collectivo in Argentinien einkaufen und die Rückkehr über die Grenze Argentinien-Paraguay sowie die Polizeikontrollen bei der Rückfahrt mit 20 Liter Speiseöl war ziemlich unspektakulär, außer dass es mich ein paar Peanuts gekostet hat, mir die Ware über die Grenze tragen zu lassen und dem Buschauffeur etwas zu geben für die Kontrollen der Duana. Ob Öl oder Holz, kommt wahrscheinlich aufs gleiche raus. Niemand ist unbestechlich.
    Spaß beiseite, schon eine ziemliche Sauerei was mit der Natur passiert. „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann“.

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