Ein Tagesausflug nach Sapucaí

Sapucaí: Am heutigen Sonntag wird mit einem großen Fest das 107. Jubiläum der Stadtgründung gefeiert. Ort der Veranstaltung, bei der viele Künstler auftreten werden, ist die Werkstatt der paraguayischen Eisenbahn.

Ab 10:00 Uhr werden Gäste im englischen Stadtteil erwartet. Eingeladen wurden auch einige Politiker sowie Kulturbeauftragte. Nach dem offiziellen Teil beginnt ein musikalisches Programm mit den Gruppen Generación aus Villarrica, Despertar y Sintonía, Francisco Russo, Diego Chávez, dem Gitarrist Gory Rojas und den Humoristen Jagua ha Pirãi.

Ebenso werden Reyna María, Nora Cañete und das Ballet Avare Sume erwartet.

Der Besuch der ehemaligen Werkstatt der paraguayischen Eisenbahn ist immer wieder eine Zeitreise. Umgeben von Kolonialbauten, an den der Zahn der Zeit nagte sowie schönen Hügeln findet man seit kurzem auch ein sehr gut eingerichtetes Museum, welches, viele Relikte aus vergangenen Tagen zur Schau stellt.

Auch wenn Lokomotiven vor und in der ehemaligen Werkstatt stehen, sind diese leider nicht mehr funktionstüchtig.

Wochenblatt / Abc Color

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3 Kommentare zu “Ein Tagesausflug nach Sapucaí

  1. Zur Geschichte der paraguayischen Eisenbahn :
    Ursprünglich ein Staatsbetrieb wurde 1887 an die englische Firma “The Paraguay Central Railway Co.” verkauft die langsam die Strecke bis Encarnacion verlängerte und mit argentinischer Kapitalbeteiligung 1911 durch einen Ferry Boat über den Parana die Verbindung zum argentinischen Eisenbahnnetz bis Buenos Aires herstellte. Die Gesellschaft war nie sehr rentabel und 1931 wurde die letzte Dividende auf die Stammaktien und 1946 die Zinsen auf deren Bonds bezahlt. Als 1959/1961 die Defizite zu groß wurden und die englische Gesellschaft den Betrieb aufgeben wollte kaufte der paraguayische Staat die Anlagen für damals 200.000.- Pfund auf 20 Jahre Abzahlung. 1999 wurde dann der Betrieb bis nach Encarnacion eingestellt. Fehlende Investitionen bedingt durch politische Instabilität, den Chaco Krieg 1933 wie den Bürgerkrieg 1947 haben dem Unternehmen ein langsames Siechtum beschert. Die letzte Dampflokomotive wurde 1951 in Deutschland gekauft. Das Museum in der ehemaligen Werkstatt der Eisenbahn in Sapucai ist sehr interessant und der Ort landschaftlich schön was wohl auch die Engländer damals veranlasste dort sich niederzulassen.

  2. Danke Ramon!
    Endlich mal wieder ein Kommentar der alte Schule, die sich mit Land/leute befasst, und sachlich erklärt, und nicht das ewige nörgeln…

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