Eine logische Konsequenz

Salto del Guairá: Damit Drogen freie Fahrt haben können, muss hier und da etwas geschmiert werden, meint man. Diese Auflistung macht klar dass wirklich alle die Hände aufhalten.

Als vor einer Woche bei einer riesigen Aktion eine Drogenschmuggelinfrastruktur zerstört wurde, fand man auch ein Notizbuch, in dem feinsäuberlich alle Zahlungsempfänger mit Namen und Nachnamen sowie Dienststelle aufgelistet waren. All diese wurden nun entlassen. Besonders interessant ist, dass die höchsten Beträge für den Polizeichef, den Senad Spezialagenten und den Kavallerie Kommandeur sind. Aufgelistet wurden die Namen und Beträge sowie der Modus der Zahlung, entweder pro Monat (mes) oder pro Ladung (carga). Einige bekamen auch wöchentlich (semana) ihr Geld fürs durchwinken bzw. wegschauen. Doch jetzt anzunehmen, dass ein solches System noch nicht in den benachbarten Departements Eingang gefunden wäre einfach nur töricht. In San Pedro, Amambay und Concepción wird es kaum anders sein, auch wenn die Beträge variabel sind. Um diese Art der Säuberung muss sich dann der neue Polizeikommandant kümmern. Für Generalkommissar Carlos Rojas war dies anscheinend die letzte große Säuberungsaktion.

Unter der Aufsicht von vier Staatsanwälten wurden letzte Woche fünf Hausdurchsuchungen in Salto del Guairá durchgeführt, bei denen 16 t gepresstes Marihuana gefunden und bei denen 8 Personen verhaftet wurden.

Die Liste der Schmiergelder von Salto del Guairá ist fast identisch mit der, die vor zwei Jahren entdeckt wurde, als eine Ladung von 20 t Marihuana auf der Ruta 10 in Katueté beschlagnahmt wurde.

Wochenblatt / Abc Color

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9 Kommentare zu “Eine logische Konsequenz

  1. Das ganze System hier ist von Fäulnis durchzogen und bedarf eines harten Schnittes. Sonst wird man nicht mehr Herr der Lage und der Staat verkommt zu einer Mafiafiliale.

    1. Da müssen die Schlafmützen in Deutschland noch tüchtig zulegen. Dank jahrelanger links-grüner Indoktrination unter Führung von Merkel sind die Menschen dort offensichtlich nicht nur blind und taub, sondern teilweise schon verblödet. Oder wie anders soll man das bezeichnen, wenn eine Nation sich freiwillig islamisieren läßt und auf Sicht alle Freiheiten und Errungenschaft mit Füßen tritt? Die deutschen Schlafmützen können vielleicht noch etwas von Paraguay lernen!

      1. Von wegen Schlafmützen in D.
        Zitat :“Die Liste der Schmiergelder von Salto del Guairá ist fast identisch mit der, die vor zwei Jahren entdeckt wurde“
        Da hat die paraguayische Justiz 2 Jahre sehr gut geschlafen.

    2. In D werden die Namen auch genannt, spätestens im öffentlichen Prozess.
      Hier werden die Namen genannt und dann findet man irgend einen Grund für Freispruch oder Hausarrest.
      Und Merkel hat damit nichts am Hut.

  2. Ich glaube nur leider, dass dieses Problem mittlerweile längst ein Teil der Kultur und der Identität ist. Ein solches Selbstverständnis des Schmierens lässt sich, glaube ich, nur über einen langen Zeitraum verändern, sicherlich aber nicht ad hoc.

  3. Ist ja der Wahnsinn. Wie soll sowas ein ende haben, wenn so viele davon profitieren? Nehmen wir an, einer von den Polizisten würde tatsächlich nicht da mitmachen wollen und zeigt das in Asuncion an….. der Mann müsste um sein Leben fürchten. Also MUSS er da mitmachen, weil es die anderen auch machen.
    Alle zu entlassen ist bloss eine Luftnummer. Nach einem halben Jahr werden sie eh wieder eingestellt.

  4. Oh, diese armen Leute wurden entlassen und nicht für ein paar Jahre ins Hotel Tacumbu überstellt?
    Ja, Paraguay, das Land unendlicher Freiheiten, wo Blinde Autofahren dürfen und Kriminelle nach Überführung ihrer kriminell-korrupten Straftaten sich einen neuen Job suchen dürfen, am besten einen bei dem sie eine gute Qualifikation und viel Erfahrung mitbringen: Als Staatszüchtungen.
    Aber einen nach europäischen Maßstäben kriminellen Lebenslauf gehört ja hierzulande zum guten Ton. Wenn deine Würste nicht auf deinem selbst entzündeten Müll brätst musst ja ein Aleman de Mierda sein ohne Chance auf ein Angestelltenverhältnis niedrigen Ranges.
    Dieser Leistungsausweis – namentlich auf der List aufgeführt zu sein – dürfte den in der oben erwähnten Liste aufgeführten Damen und Herren zu einem Karrieresprung verhelfen.
    Wer weiß, Möglich wäre, dass in der Liste schon die Namen unserer nächsten Abgeordneten und eventuell sogar eines der nächsten Präsidenten aufgeführt ist.

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