Einen legalen Riegel vorgeschoben

Pedro Juan Caballero: Mehrere tausend Tiere Lebendvieh sollte aus Paraguay in den brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso geliefert werden, weil da so eine hohe Nachfrage besteht. Paraguayische Viehzüchter, speziell aus dem Chaco, witterten hier gute Verkaufschancen.

Obwohl Pressemitteilungen verbreiten, dass der Rindfleischkonsum in Brasilien stark nachlasse, scheint dies nicht für Mato Grosso zuzutreffen, denn genau aus dem Bundesstaat meldeten sich Schlachtbetriebe bei paraguayischen Behörden, die einen Mangel an Lebendvieh in Brasilien nutzen wollen, um aus Paraguay Rinder zu kaufen und diese in Brasilien zu schlachten. Soweit so gut.

Am gestrigen Donnerstag kam es zu einem bilateralen Treffen der Tierhygienegehörden beider Länder in Pedro Juan Caballero, wo der brasilianische Vertreter, Daniel Ingold, mitteilt, dass man ab diesem Jahr auf die Impfung gegen Maul-und Klauenseuche verzichten wird. Mit dieser Ankündigung, die weltweit ähnlich gehandhabt wird, wären paraguayische Rinder in Brasilien quasi nutz- und wertlos, da diese alle regelmäßig dagegen geimpft werden und somit nicht dem Standard frei von Maul-und Klauenseuche ohne Impfung.

Doch bis es soweit ist könne man noch die Tiere exportieren. Dies hängt, so der Senacsa Leiter, José Carlos Martin, vom Wille beider Länder ab. In Paraguay bedeute dies vom Landwirtschaftsministerium, was die Erlaubnisse dafür ausstellen müsse.

Wochenblatt / Última Hora

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