Elektrischer Zaun führt zum Tod eines Kindes

Ypané: Elektrische Zäune sollen Verbrecher abschrecken und dienen zur eigenen Sicherheit. Sie können aber auch für Unbedarfte zur tödlichen Gefahr werden.

Ein 11-jähriger Junge starb gestern, als dieser in der Nähe eines prekären Drahtzauns spielte und ihn berührte. Der Eigentümer hatte ihn unter Strom gesetzt.

Die beiden Brüder des Opfers, jeweils sieben und acht Jahre alt, wurden ebenfalls durch Stromschläge verletzt. Sie kamen in das Kinderkrankenhaus Acosta Ñu in San Lorenzo.

Das Unglück passierte bei Villa San Juan, in der Gegend Paso de Oro von Ypané. Die Mutter der drei Kinder erstattete Anzeige auf der örtlichen Polizeidienststelle gegen den verantwortlichen Eigentümer, Marcelino Urbieta.

Laut dem Polizeibericht sei der Maschendraht von Urbieta in etwa auf einem Meter Höhe durch ein Kabel unter Strom gesetzt worden. Die Kinder berührten den Zaun und erlitten einen elektrischen Schlag. Alle drei wurden noch von der Mutter in das örtliche Gesundheitszentrum gebracht. Dort konnte aber nur noch der Tod von dem 11-Jährigen bestätigt werden.

Staatsanwalt Augusto Saldivar stellte einen Haftbefahl gegen Urbieta aus. Er wurde festgenommen.

Wochenblatt / ABC Color

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4 Kommentare zu “Elektrischer Zaun führt zum Tod eines Kindes

  1. So wie ich es weiss gibt es eine regelung ab eine bestimmte höhe. In CDE sieht man die dinge überall mit einem Schild die auf die Gefahr hinweist. Meine PY Freunde sagen ständig das Land braucht viel mehr Kontrolle auf allen ebenen.

  2. Wie dumm muß man aber auch sein, einen zugänglichen Maschendraht am Grundstück unter 220 Volt Strom zu setzen? In diesem Fall muß so viel Dummheit wirklich bestraft werden. Mein Beileid den Eltern der betroffenen Kinder. Trotz des schlimmen Vorfalls wäre grundsätzlich die Idee zu überlegen, Teile der „Außenhaut“ des Hauses bei Abwesenheit oder in der Nacht unter Strom zu setzen. So z.B. Fenster- und Türenvergitterungen und Türgriffe. Kennt sich jemand damit aus?

  3. In Brasilien wie auch in Paraguay sind als Sicherheitsmaßnahmen für Privathäuser hohe Mauern und darauf einen Elektrozaun (mit Warnschildern) und im Hof ein oder mehrere Hunde gebräuchlich. Diese werden wie jedes Haushaltsgerät vom öffentlichen Netz gespeist ( mit Batterie im Fall von Stromausfall ) und leiten Stromstöße von 10 kv mit Energie von nur 0,3 Joule über den geschlossenen Elektrozaun bei minimalem Stromverbrauch. Sie sind nicht tödlich, aber bei Berührung sehr schmerzhaft. Bei Durchschneiden eines der mehreren Drähte heult eine Sirene auf.
    Ein Produzent in Brasilien ist: Genno Tecnologia Ltda. Technische Einzelheiten sind auf der Webseite einzusehen: http:// www.genno.com.br
    Diese Elektrozäune werden auch von Firmen in Asuncion angebracht.

  4. Zuerst müssten mal alle fraglichen Gitter und Griffe isoliert von der Erde sein. Dann kann man in der 2. Stufe darüber nachdenken, wie sie von einem E-Zaun Gerät besaftet werden. Auch de Zuleitungen zu den einzelnen Schockpunkten müssen natürlich die Spannungen aushalten. Wenn das alles nicht von vorneherein geplant ist, ist das nachträglich recht aufwendig. Die Isolatoren für die Fenstergitter stellen wieder einen Schwachpunkt dar, wenn durch die Zerstörung der Isolatoren das Gitter leicht weggezogen werden kann…

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