“Höhlenmenschen“ antworten der Finanzministerin

Asunción: Es mit Humor zu nehmen geht leider nur dann, wenn man nicht selbst betroffen ist. Als Höhlenmensch will keiner bezeichnet werden, ob aus dem Kontext gerissen oder nicht.

Anstatt wie an den anderen Tagen, wo die Campesinos, dank der Finanzministerin auch bekannt als Höhlenmenschen, auf den Straßen demonstrieren haben sie sich heute zusammengefunden, um mit den Knüppeln ein Gebilde zu erstellen, in Reminiszenz an die beleidigende Aussage einer Ministerin der Regierung, die zudem die Summe für das finanzielle Gesamtpaket viel zu groß darstellte, als die in Realität ist.

Am kommenden Montag um 9:00 Uhr kommt es zu einer außerordentlichen Sitzung im Senat. Diese kann jedoch, wie am vergangenen Donnerstag nicht stattfinden, wenn nicht die einfache Mehrheit zusammenkommt. Je nach Ausgang der Sitzung wurden schon Vorbereitungen für den kommenden Dienstag gemacht, an dem Asuncion’s 480. Geburtstag ansteht.

Zu diesem nationalen Feiertag wollen die Campesinos beim Umzug teilnehmen und haben sich schon dafür eingeschrieben. Auch wenn es nur ein Protestmarsch ist, unter dem Deckmantel des Festumzuges wird der Protest legal.

Wochenblatt / Última Hora

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

8 Kommentare zu ““Höhlenmenschen“ antworten der Finanzministerin

  1. Naja, Höhlenmenschen konnten keine Autos reparieren. Und keine Elektroinstallationen durchführen, keine Wand bemalen, ohne den Fussboden mit zu bekleckern, keine geraden Mauern mauern bzw. ein Dreieck von einem Viereck unterscheiden, konnten kein Buch lesen.
    Aber Höhlenmenschen konnten den halben Tag herum sitzen und zuschauen, wie jemand mit seinem Mammut vorbei ritt, jammern wie arm sie seien, jammern über die Hitze, weil die Klimaanlage noch nicht erfunden war und den anderen halben Tag Wasser mit Kräuterchen trinken. Manchmal arbeiteten sie aber auch und gingen fischen. Sie konnten ihr Facebock-Profil updaten und wie auf dem Bild deutlich erkennbar Feuer machen.
    Ich finde Ähnlichkeiten frappant.

    1. Ja, Rassismus ist schlecht. Schwierig wird es, wenn er auf Statistiken beruht.
      Wenn also Frau Merkel feststellt, dass die Zuwanderer nicht krimineller sind als die Einheimischen, so ist das gut, politisch korrekt, und breiter Applaus ist ihr sicher.
      Wenn dann aber das zuständige Amt 14 Tage später feststellt, dass die Zuwanderer 7,6-mal krimineller sind als die Einheimischen, so ist das Rassismus, und in der Nazi-Ecke anzusiedeln.
      Oh heilige Einfalt!!!!

  2. Aber SML hat recht, während andere Bauern Ihre Ernte einfahren, oder es versuchen, sind diese Leute in Asu, um den Kredit zu löschen, die diese für nicht relevante Dinge selber aufgenommen haben ( Handy, Auto, PC und weiß der Deibel was noch ). Nur nicht zum arbeiten. Sie wollen Tumult, der von Politikern bezahlt wird, verursachen. Letztendlich steht dann ein Politiker da “ Ich bin die Lösung des Problems „, egal welcher Partei er angehört

    1. Zum zigten mal werde ich erwähnen, dass es im Eingereichten Vorschlag der Campesinos klar draufsteht, dass nur Kredite mit subsidido versehen werden, die für den Ackerbau (nicht Pc, Auto und Handy) aufgenommen worden sind. Wäre also Zeitverschwendung, wenn sie für die löschung solcher Kredite auf der Strasse wären.

      Wie wäre es, sich mal in ihre Lage zu versetzen, als über sie zu lästern. Seit jahren sind sie daran ums Überleben zu kämpfen als Kleinbauern, die nicht wie die Sojeros Privilegien erhalten. Da haben sie Agrarkredit bekommen… der Staat hat ihnen dazu einen technischen Beistand versprochen, dies aber nicht eingehalten. Zudem haben sie von der Samenbank schlechte Samen erhalten und die ihnen vorgegaukelten guten Preise waren viel niedriger als versprochen. Da sie die Schulden deswegen nicht bezahlen konnten haben sie bei Banken Schulden aufgenommen, die jetzt drohen ihnen ihr Land wegzunehmen, weil sie diese nicht zahlen können.
      Deswegen sind sie auf der Strasse und nicht am „versuchen“, vermutlich macht versuchen wenig Sinn, wenn das Land schon fast der Bank gehört.

      Wären die Kleinbauern Sojeros hätten sie schon längst das Geld in den Arsch geschoben bekommen. Die Fahren kurz einen Tag mit ihren Maschinen vor und da kriegen sie schon ein Veto für die Steuern.

      Wenn sie schon gegen die Kleinbauern sind…. da möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es diese sind, die die Supermärkte mit einheimischen Lebensmitteln Füllen, nicht die Sojeros. Und dass Paraguay gut daran täte, die einheimische Lebensmittelproduktion zu fördern, wie das auch Europa (Keine Höhlenmenschen, oder?) tut und nicht nur auf den Sojaexport zu setzen. Die Produktion von Soja, mit den angewendeten Methoden richten grossen Schaden an und solange sie sich erfolgreich von gerechten Steuern drücken bringen sie dem Land kaum Nutzen.

      1. danke Annina für Deinen Kommentar, Du hast in diesem, auch in anderen Kommentaren völlig recht. Hoffentlich erreichst Du da was….ABC-Color, vielleicht…

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.