Elektroautos in Paraguay – die mögliche Zukunft

Asunción: Am vergangenen 15. September billigte das Abgeordnetenhaus ein Gesetzesprojekt mit welchem elektrische Fahrzeuge voll Zoll sowie der Mehrwertsteuer befreit werden.

Der Vorschlag geht nun in den Senat und wird da erneut diskutiert. Mit der Entscheidung werden die Weichen für die automobile Zukunft des Landes gestellt. Neben Autos und Geländewagen gibt es auch Motorräder die auf elektrischer Basis fahren.

„Wenn man mal von den traditionellen Marken absieht bringt die eventuelle Steuer- und Zollbefreiung einen finanziellen Vorteil von rund 30%. Dieser Vorteil sorgt dann nicht nur für neugierige Blicke sondern auch für Kunden“, kommentiert der Abgeordnete Ocampos.

Leise und ökonomisch sind Elektromotoren, die für diese Fahrzeuge eingesetzt werden. Umweltschutz geht alles an aber erst wenn ein finanzieller Vorteil vorhanden ist wachen die meisten Menschen auf.

Als infrage kommende Fahrzeuge wären da der schon altbekannte Toyota Prius oder der Chevrolet Volt, beide für rund 40.000 US-Dollar zu haben. Neu auf dem Markt ist der Nissan Leaf sowie die Modelle der Marke Tesla die sich ausschließlich der Produktion von Elektroautos mit langer Reichweite widmet. Die bekannten Autounternehmen wollen gleichzeitig zwischen 2012 und 2013 mit Elektromodellen auf den Markt kommen.

Für die nationale Industrie bedeutet die Einfuhr der Fahrzeuge weniger Erdölderivate zu importieren und mehr das zu nutzen was wir im Überfluss haben, Strom.

„Die Autos fahren auch 120, 130 km/h aber sind mehr für den Stadtgebrauch geschaffen, da wo die Mehrzahl ihre Autos fahren. Mit einer Maximaldistanz von 150 km kann man in der Stadt sehr gut auskommen“, erklärt der Abgeordnete.

María del Carmen Vera, Marketing Leiterin von Condor (Mercedes Benz) erklärt derzeit keine Elektrofahrzeuge zu importieren weil es noch zu neu sei. Für die Zukunft ist es allerdings vorgesehen. In der vergangenen Woche wurde auf der Automobilausstellung in Frankfurt am Main ein „Brabus“ Mercedes Benz vorgestellt der trotz Elektroantriebs in 6,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h kommt und 220 km/h Spitze schafft.

Die Repräsentanten von Volkswagen in Paraguay, Diesa, studieren noch den Import des VW Touareg Hybrid, der in einigen Ländern der Welt schon verkauft wird. Auf dem Automobilsalon in Frankfurt wurde auch der Volkswagen Nils vorgestellt der mit weniger als 500 kg Gewicht eine Spitzengeschwindigkeit von 130 km/h schafft bei allerdings nur 65 km Autonomie. Mit einer Serienproduktion von elektrischen Volkswagen ist in China ab 2013 zu rechnen. Diese werden dann weltweit vertrieben.

Andrea Melgarejo, Marketing Beauftragte von Cuevas Hermanos S.A. die die Marke Nissan repräsentieren, kommentierte, dass derzeit noch kein Import für das Modell Leaf (Blatt) erfolgt aber es für die Zukunft nicht ausgeschlossen wird. Der Preis für ein solchen Japaner beträgt 28.000 Euro (rund 145.000.000 Guaranies) und schafft 160 km am Stück.

Tapé Ruvichá (Ford) und Eurocar (Fiat) importieren keine Elektrofahrzeuge allerdings war Fiat beim Bau eines Itaipú Elektrobusses maßgeblich beteiligt.
Das bekannteste Elektroauto in Paraguay dürfte ein Smart sein der Von Mercedes Benz und Swatch gebaut wird, dieser kostet in Argentinien, wo er vertrieben wird, rund 25.000 US-Dollar (rund 100.000.000 Guaranies).

Der chinesische Produzent Zilent der noch keinen nationalen Repräsentanten hat bietet seine Limousine für 8.500 US-Dollar an mit einer Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h und einer maximalen Distanz von 130 – 150 km. Eventuell die Lösung für Paraguay, zumindest erschwinglich für die breite Masse.

(Wochenblatt / Abc)

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