Endlich wurde einmal jemand darauf aufmerksam

Asunción: Seit Jahren schon bringen Passagierbusse aus Puerto Elsa kommend mit Ziel Mercado 4 Nacht für Nacht Schmuggelgut in die Hauptstadt. Endlich wurde einmal ein Bus gestoppt und nachgesehen.

Bei der Kontrolle am Kopf der Remanso Brücke kam es zu dem, was zu erwarten war. Kein einziger Passagier war bei der Nachtfahrt anwesend. Stetig bringen Busse Windeln, Milchpulver und alle Arten von Gemüse zum Hauptmarkt, der ohne diese Lieferungen keinen Bestand hätte. Unter den Blicken der Polizei, die immer eingeweiht war, wurden die Busse an der Straßenecke República de Colombia und Perú nachts ausgeladen und die Waren verteilt.

Dass vergangene Nacht ein solcher Bus gestoppt wurde, zeigt nur, dass diese Lieferung nach dem Skandal um General Ramón Benítez dennoch weiterliefen und gar nichts mit ihm zutun hatten. Der Wert der Lieferung beläuft sich auf schätzungsweise 40 Millionen Guaranies.

Auch wenn die Beschlagnahmung dem Tomatenpreis nicht hilfreich ist, so sichert es zumindest Arbeitsplätze und schafft Absatzmarkt für nationale Produkte.

Wochenblatt / Abc Color

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4 Kommentare zu “Endlich wurde einmal jemand darauf aufmerksam

    1. Na, warum auch sollte sich was ändern? und was? das die „Ordnungskräfte“ nicht mit verdienen? das sind doch kleine Fische. Schau nach Brüssel (EU) da sitzen die richtig großen Haie. Oder EU – Mercosur, da wird Richtig …! Hier geht es in vielen Fällen ums überleben.

  1. Stefan Krasulsky

    Antworten

    Ich lerne daraus, dass Diesel zu billig und Arbeitskräfte bzw. Hulfsgeräte (Gabelstapler) immer noch zu teuer sind in Paraguay …

  2. Davon leben die arg./py Packjungs an der Grenze, die dir das in Arg. Eingekaufte über die Grenze tragen, kostet dann schon mal 5 bis 10 USD (30 – 60 Mil), das müssen die PY’s einberechnen, wenn sie Speiseöl, Waschmittel, Pampers zum Anfeuern seines Mülls (nach Gebrauch) und anderes, was in Arg. billiger zu haben ist, über der Grenze vom Chauffeur in den Laderaum unten verstauen lassen. Je nachdem, wie viele Kartons das sind – den Inhalt will der Chauffeur gar nicht wissen – kostet die Busfahrt ein wenig mehr als die 2.800 Gs., kann dann schon mal 20 bis 40 Mil sein.
    Davon leben auch die Zöllner, warum die Busse mind. zwei Mal nach der Grenze gestoppt werden und dann weiterfahren können. Beim Ausladen kann es passieren, dass der Buschauffeur noch etwas mehr haben möchte, sonst gibt er die Ware nicht heraus, schließlich hatte er Auslagen.
    Da kann der Zoll auch nichts machen, wenn niemandem der Passagiere die Ware gehört. Gibt zu viel Arbeit dies herauszufinden.

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