Erneut Rekordmenge von Kokain aus Paraguay beschlagnahmt

Antwerpen: Am vergangene Freitagabend wurden in der belgischen Hafenstadt erneut 10,9 Tonnen Kokain beschlagnahmt, die laut ersten Meldungen aus Paraguay stammen und am 12. Februar „exportiert“ wurden. Der Wert der Drogen beläuft sich auf 1,4 Milliarden Euro.

Mit der letzten Beschlagnahmung wurden in den vergangenen sechs Wochen 27,64 Tonnen Kokain vom belgischen Zoll sichergestellt, 18 Tonnen allein aus Paraguay.

Erst Ende Februar war im Hamburger Hafen eine Rekordmenge von 16 Tonnen Kokain gefunden worden. Es war offiziellen Angaben zufolge die größte jemals in Europa sichergestellte Kokainmenge. Auch dieser Fund stammte ausschließlich aus Paraguay.

Die paraguayische Staatsanwaltschaft hat erneut erklärt die Zusammenhänge im Land untersuchen zu wollen. Viel Hoffnung auf Ergebnisse gibt es jedoch auf beiden Seiten des Atlantiks nicht, da schon nach dem Fund der 16 Tonnen in Hamburg und 7 Tonnen in Antwerpen die Untersuchung im Sand verlief und keine verwertbaren Daten an die Oberfläche brachte.

Wenn man von einem niedrigen Einkaufspreis von 5.000 US-Dollar pro Kilo und 11.000 Kg Menge ausgeht, musste der Finanzier der letzten Fracht wenigstens 55 Millionen US-Dollar vorschießen, abgesehen von Schmiergeld in den Häfen und dem Transport nach Asunción.

Alle beschlagnahmten Frachten in Deutschland und Belgien aus 2021 aus Paraguay hatten wenigstens einen Einkaufswert von 170 Millionen US-Dollar, was nur wenige einflussreiche Personen vorfinanzieren können. Dazu kommt, dass diese Person, wovon es höchstens ein halbes Dutzend geben dürfte, kein Angst vor der Justiz hat, sondern andersherum.

Wochenblatt / Grenzecho / Última Hora

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4 Kommentare zu “Erneut Rekordmenge von Kokain aus Paraguay beschlagnahmt

  1. Ich halte es fuer fraglich ob das Kokain in Paraguay vorfinanziert wurde. Es gibt auch eine andere Variante.
    Ich denke, das es vielleicht so laeuft wie beim Grundstuecks Kauf in der Brd.
    Die kaeufer zb in Europa und die Verkaeufer in Suedamerica sind sich handelseinig, Vertrauen sich aber nicht sonderlich.
    Daraufhin hinterlegt der kaeufer den Kaufpreis auf einem Anderkonto bei einer Bank, der beide Seiten vertrauen. Der Verkaeufer schickt die Ware auf den Weg und wenn diese angekommen ist wird das Geld auf dem Anderkonto fuer den Verkaeufer und die beteiligten transportere freigegeben.
    Damit stellt sich dann die Frage wer diese diskrete Bank mit den anderkonten sein koennte, der jeder der beteiligten vertraut?
    Die wesentlicher Frage ist warum Transporte, die seit Jahrzehnten geduldet wurden jetzt aufgedeckt werden. Wer hat diese bisher geschützt und wer hat nun den Auftrag gegeben diese auffliegen zu lassen?

  2. Dort wo die Korruption blüht, blüht stets auch der Drogenhandel. Beides gehört zusammen. Jeder im Land weiß das, doch niemand wird zur Rechenschaft gezogen.

  3. Welche Auswirkungen haben die beschlagnahmen in Europa?
    Gibt es nun ein versorgungsproblem?
    Dann werden die finanziellen Verluste der beschlagnahme sehr schnell durch steigende Preise ausgeglichen.

  4. Moyses Comte de Saint-Gilles

    Seit dem letzten Fund in Hamburg ist Cartel bedeutend zahmer und friedlicher in der Politik geworden. Verhaltensanalytisch und kriminaltechnisch gesehen ist das ein Zeichen dass er der Zulieferer war da bedeutende Abweichungen in seinem Vehaltensmuster vorliegen. Er laesst seine Sippschaft sogar in den miesen Luisito spazieren um wohl Naehe zum Volk zu gaukeln. Trotzdem muessen in Deutschland maechtige Finanziers dahinterstecken die wohl auch da in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft als Biedermeier gelten.
    Es ist ja nicht so dass ein Unternehmer nur mal so gratis die Buergermeisterwahlen unterstuetzt oder Spenden an Parteien gibt – ausser er ist ein wahrer Lutheraner und Christ. Nur leider sind ja meines Wissens die Christen in Deutschland ausgestorben so dass man getrost davon auszugehen hat dass jeder der an Parteien spendet, nach der Wahl die Hand aufhaelt um die Rueckzahlung in Empfang zu nehmen. Patrioten sind auch nur sehr rar gesaet und die findet man nur selten in der Baubranche.
    Kein Kaufmann oder Unternehmer spendet nur mal so Geld zu einer Partei ohne Gegenleistungen zu erwarten – und zwar in vielfaeltiger Hoehe der gespendeten Summe.
    Offensichtlich sind da Leute in Deutschland erwacht und merken endlich dass praktisch jede Lieferung aus Paraguay eigentlich eine Drogenlieferung ist. Diese Lieferung hier soll in einem Container voller Leder fuer die Autoindustrie verschifft worden sein. Es gibt nur wirklich eine einzige grosse Lederfabrik in Paraguay und die gehoert den Mennoniten. Allerdings soll diese Lederlieferung im Einflussbereichs der Schlachthofes in Concepcion losgegangen sein – von da wurde der Container verschifft.
    Wiederum beschuldigt man die Argentinier heimlich in Argentinien Drogen hineingepackt zu haben – die Leier wir aber bald nicht mehr ziehen da man anscheinend in argentinischen Containern nie Drogen findet in Paraguayischen aber staendig. Der Schwarze Peter soll also den Argentiniern in die Schuhe geschoben werden.
    Das Leder ist normalerweise fuer Volkswagen, Audi, Mercedes Benz, BMW, Ferrari und Lamborghini bestimmt. Wahrscheinlich steckt das ein deutschlandweites Mafianetz mit den Autobauern zusammen die gemeinsame Sache machen. Zumindest hat man „seinen Mann beim Zoll“ der die Drogen dann vorher abholen laesst bevor der offzielle Inhalt des Containers geloescht wird. Da stecken mindestens Hafenbeamte in Hamburg mit drinnen denn die Drogen muessen ja unter erheblichem Aufwand abgeholt werden – Wachen druecken Augen zu, Beamte sehen weg, alle halten die Hand auf, wenn der Drogentrupp antanzt. Und das Kreise bei den Autobauern „von garnix wissen“ nehm ich denen nicht ab.

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