Erst Unterstützung zahlen und dann zurückfordern

Puerto Elsa: Marta Rodríguez, Repräsentantin der Verkäufer an der Grenze zu Argentinien, erklärte, dass rund 900 von ihnen die Unterstützungszahlung von 2.000.000 Guaranies zurückzahlen sollen, da sie nicht alle Auflagen erfüllt hätten.

Die Geschäftsleute in Nanawa, auch als Puerto Elsa bekannt, schmuggeln zwar noch wie früher alles aus Argentinien, verkaufen jedoch auf dem örtlichen Markt kaum noch etwas, weil es an Kauftouristen hapert. Da niemand nach Puerto Elsa fährt, um paraguayische Produkte einzukaufen, ist logisch, dass da nur argentinische Produkte gehandelt werden, genau das was seit Jahrzehnten offiziell verboten un inoffiziell geduldet wird. Doch da in Argentinien quasi alles günstiger ist, fahren Touristen aus Asunción gerne in den Ort, in dem auch zu Pandemiezeiten weiterhin der Schmuggel boomt.

Die Schmuggler und Verkäufer dieser argentinischen Produkte stellten ebenso einen Antrag auf eine Unterstützungszahlung und bekamen diese in vier Raten ab dem 10. April ausbezahlt. Jetzt jedoch, so Marco Antonio Elizeche Almeida, Vizeminister für die finanzielle Administration des Finanzministerium, filtrierten sie die Liste der Begünstigten erneut und kamen zu dem Schluss, dass rund 900 Personen ihre Unterstützung zurückgeben müssen, da sie nicht alle Anforderungen erfüllten.

Marta Rodríguez erklärte: “Sie bitten uns in einer formellen E-Mail des Finanzministeriums das Geld zurückzugeben Ich denke nicht, dass das die Art ist mit den Leuten zu spielen. Diese Regierung der Menschen spielt mit den Menschen. Diese Leute haben einen Mindestlohn erhalten und haben nicht das Geld, um es dem Staat zurückzugeben. Es sind Personen, die das Geld brauchen“.

Almeida behauptet, dass der Antrag auf Rückzahlung des wirtschaftlichen Zuschusses an diejenigen gerichtet worden sei, die die Anforderungen nicht erfüllt haben.

„Sie wurden gebeten, das Geld zurückzugeben, weil sie die Anforderungen nicht erfüllten. Einige von ihnen haben Abrechnungen von mehr als 2 Milliarden Guaranies. Wir haben eine Überprüfung durchgeführt und Fälle von Personen gefunden, die nichts hätten bekommen dürfen. Es gibt mindestens 900 Händler, die das Geld zurückgeben müssen. Wenn es nicht zurückbezahlt wird, teilen wir dies der Staatsanwaltschaft mit und es wird ein Prozess gegen sie eingeleitet”, sagte er.

Als Voraussetzung wird festgelegt, dass die Begünstigten in den Grenzstädten zu Argentinien leben, im Register der einheitlichen Steuerzahler (RUC) aufgeführt sein, keine Staatsdiener sind und keine anderen Arten von Subventionen vom Staat erhalten.

Ziel des Zuschusses ist die Unterstützung von Händlern, die von der Schließung der Grenzen zu Argentinien betroffen sind, die das Nachbarland im Rahmen der Covid-19-Pandemie beschlossen hat.

Wochenblatt / Última Hora

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