Es ist vorbei: Metrobus Projekt offiziell gescheitert

Asunción: Die Firma Mota Engil verlässt offiziell die Metrobus-Baustellen. Das wurde von dem Minister Arnoldo Wiens mit gebrochener Stimme bestätigt, weil das Unternehmen angeblich in Konkurs ging.

Wiens sagte, dass seine Behörde rechtliche Schritte einleiten werde. Jetzt prüft man, wie die verlassenen Baustellen so saniert werden können, damit der Transit in den Bereichen wieder fließen kann.

Das Ministerium für öffentliche Arbeiten und Kommunikation (MOPC) steht nun vor der enormen Herausforderung, eine Lösung für das Metrobus-Projekt zu finden. Offiziell zog die Firma Mota Engil ihre Arbeiter und Maschinen zurück. Sie brach den Vertrag mit dem Staat einseitig.

Arnoldo Wiens bestätigte die schreckliche Nachricht, dass das Gebiet von Fernando de la Mora und San Lorenzo in einem Chaos zurücklässt, besonders für den Transit und Tausende von Kaufleuten. Wiens kündigte an, dass sie rechtliche und finanzielle Maßnahmen einleiten werden, die dem internationalen Unternehmen entsprechen.

Mit der gebrochenen Stimme behauptete der Minister, dass “wir alle verloren“ seien, vor allem in der chaotischsten Gegend, auf den Straßen Mariscal Estigarribia und Defensores del Chaco. Er versprach, dass der Staat die Betroffenen in der Zone nicht im Stich lassen werde.

Erstens werden sie nach einer Möglichkeit suchen, Abschnitt 3 in einen Zustand zurückzuversetzen, sodass die Händler ihre Verkäufe am Ende des Jahres wieder aufnehmen können und zweitens, dass der Transit wieder normal fließen könne. Ersteres wurde von den Anwesenden gefeiert, die ihre weitere Begeisterung kaum noch halten konnten, als Wiens sagte, dass sie die lang ersehnte Subventionszahlung in Kürze erhalten werden, die als Entschädigung und Einbußen durch die Bauarbeiten dienen solle.

Wochenblatt / Paraguay.com

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11 Kommentare zu “Es ist vorbei: Metrobus Projekt offiziell gescheitert

  1. Johan Moritz van Nassau-Siegen

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    Diktator Zalazar’s prophezeiung bewahrheitet sich dann doch.
    Der portuguisische Diktator sagte:
    „Wenn wir Angola verlieren [als Kolonie] so wird Portugal reduziert zu einem Land wo man nur am rio Tejo sitzen kann und Vinho blanco Trincadeiro-a-la-Sauvignon trinken kann“.
    Was anderes wird’s in Portugal dann nicht mehr geben – keine Unternehmen und keine Arbeit.

    Tja, so langsam frisst der Kapitalismus seine liebsten Kinder – die Unternehmen wie Mota Engil.
    Wenn man mal wenigsten so klug waere und das alttestamentliche capitalistische System einfuehren wuerde dann wuerde kein Unternehmen je bankrott gehen muessen und so einen Bananenstaat wie Paraguay in der Scheisse sitzen lassen.
    Biblisches alttestamentliches kapitalistisches System:
    jedes 7te Jahr totaler Schuldenaerlass und Sklavenbefreiung; [Erlassjahr]
    jedes 49te Jahr Rueckfuehrung aller gekaufter Laenderreien zu seinem urspruenglichen Eigentuemer [Jubeljahr].

    Niemand braeuchte mehr bankrott gehen und die Produktionskraft wird rueckerstattet.
    Aber ich glaub es geht erst die Welt unter bevor das passiert!

  2. So ein Quatsch.
    Es geht um´s Geld und die Politik.
    So oder so: Entweder die Neue Regierung hängt das der Alten an,
    oder die Alte der Neuen. Folge dem Geld und den Schuldigen wirst finden du.

    mfg

    PS: Nach der Botschaft das Nächste…Rückbau scheint gerade voll Inn…

    1. Einen Rückbau wird es wohl kaum geben, denn auch der kostet Geld. Es wird eine „unvollendete, wie bei Beethoven“, bleiben. Die Löcher werden eventuell mit Sand aufgefüllt und das war es. Asu hat dann noch mehr Schlaglöcher ( wo einem das Auto auseinander fällt ). Mehr wird nicht passieren. Die alten “ Verantwortlichen „, die die Kohle eingesackt haben sind abgetreten oder wurden entlassen, egal, die haben die Kohle im Sack. Nach mir die Sintflut.

  3. Ich habe mich schon die ganze Zeit gefragt, wie die Leute (falls es überhaupt jemals zur Verwirklichung dieses Projekts kommen sollte!!!) in die Busse einsteigen sollten. Hier auf dem Foito ist doch wieder ganz klar zu sehen, daß die Busse an den Haltstellen rechts andocken; der Einstieg aber wie gewohnt auf der rechten Seite ist. Auf der Fahrerseite einsteigen ist aber nicht möglich, da müßten sie ja über den Fahrer drüber steigen, falls der Einstieg dann in den Bussen auf Links geändert würde.
    Das zweite Problem dürfte doch die Zubringung der Fußgänger zu den Haltestellen sein. Über die Zebrastreifen zu den Einstiegen – ist doch klar – doch wer die Gebräuche der Einheimischen kennt, der weiß doch, daß mindestens 95 % der Fußgänger den Zebrastreifen scheut, wie der Teufel das Weihwasser. An- oder überfahrene Fußgänger dürfte doch zum Tagesgeschehen gehören – ja, wenn der Metrobus überhaupt einmal Wirklichkeit werden sollte !!!
    Eine vielleicht gute Lösung wäre aber jetzt, alles so belassen wie es ist – und es als neue Touristenattraktion weltweit zu inserieren: Wie ein VIERTWELTLAND erfolgreich städtische Verkehrsprobleme löst und dabei erfolgreich Millionen US-$
    im Korruptiuonssumpf versenkt.!!!

    1. Auf der Fahrerseite einsteigen und über den Fahrer zum Sitz- oder Stehplatz gelangen, hahaha, so was gib es wirklich nur hierzulande.
      Jeder hier weiß, egal wo an- oder überfahren worden bist, auf den Fußgängerstreifen oder nicht, dass erstens kein Vortritt hattest als Fußgänger, zweitens halb gestorben bist bis ein Krankenwagen anno 1959 – übrigens von Deutschland gespendet – dich zum nächsten Krankenhaus 200 Kilometer entfernt bringt, dort auch als längst Halbtoter abgewiesen wirst, wenn nicht genügend Plata im Sack hast und drittens, falls alles überlebst, halt ohne Arme und Beine mehr, der der dich angefahren hat eh keine Plata noch Versicherung hat und die Polizei auch nichts tun kann, wenn keine Kamera alles aufgezeichnet hat, falls doch bekommst ein Rapport, mit dem kannst dir einen Anwalt nehmen und ihn anzeigen, warten, hoffen und eventuell dein letztes Hemd wegen Verleumdung verlieren. Ist aber ganz ok für mich, so habe ich im Auto immer Vortritt, muss einfach aufpassen beim Aussteigen (habe auch keine Plata, noch Versicherung und wenn mich einer anzeigt mache ich Gegenanzeige).

  4. Ich habe mich schon die ganze Zeit gefragt, wie die Leute (falls es jemals zur Verwirklichung dieses Projekts kommen sollte)
    in diese Busse einsteigen sollen. Hier auf dem Foto ist doch ganz klar zu sehen, daß die Busse an der Haltestelle rechts andocken; der Einstieg aber, wie gewohnt, auf der rechten Seite des Busses ist. Auf der Fahrerseite; links; Einsteigen ist aber nicht möglich.
    Das zweite Problem dürfte aber die Zubringung der Passagiere zu den Haltestellen sein. Über den Zebrastreifen zu den Einsteigen; ist doch klar – doch wer die Gebräuche der Einheimischen kennt; der weiß doch, daß mindestens 95 % der Fußgänger den Zebrastreifen meiden, wie der Teufel das Weihwasser. Angefahrene oder überfahrene Fußgänger dürften dann doch zum normalen Tagesgeschehen gehören – wenn der METROBUS jemals Wirklichkeit werden sollte.
    Eine hier vielleicht praktikable Lösung wäre vielleicht: alles so zu lassen, wie es gerade ist und es als neue Touristenattraktion weltweit zu propagieren: Wie ein VIERTEWELTLAND erfolgreich städtische Verkehrsprobleme löst und dabei erfolgreich Millionen von US$ im Korruptionssumpf versenkt.

  5. Johan Moritz van Nassau-Siegen

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    Moeglich das Mota Engil schon vor Jahren „aus dem letzten Loch pfiff“. Die Boerse wiederspiegelt ja eh nur die Meinung der Masse – wo der Buchfuehrer die wahren Zahlen kennt und frisiert.
    Ein Loesung solcher finanzieller Probleme ist irgendwo in Bananenlaendern Gigantische Projekte zu ergattern (unterbietung der Preise denn man ist ja eh bankrott) und irgendwie zu staatlicher Vorkasse zu gelangen um das Geld dann schnellst in Manager Boni und stopfung anderer Loecher zu stecken und ausser Landes zu bringen, in der Hoffnung dass noch irgendwie ein Wunder geschieht und das marode Unternehmen sich „wie durch ein paepstliches Wunder“ (vielleicht durch ein paepstliches Stueck Duennschiss das auf Paraguay runterfaellt wenn seine Heiligkeit gerade uebers Land fliegt) saniert wird.
    Boeswilligkeit und Verzweiflung seitens Mota Engil mag wohl auch im Spiel gewesen sein. Ohne Zweifel stecken da eine gewaltige Menge lokaler Zocker (Subunternehmer) auch dahinter und haben sich einen geschmierten Tag gelebt.
    Ich mein der Bauboom ist was z.B. Kanada noch am laufen haelt und dazu braucht man halt millionen Immigranten die Neubauten nachfragen.

  6. Da kann ich gut den Bau meines von fünfzehn Equipos vom Dipl. Handwerksmeistern gebastelten Hühnerstalls erkennen: Alle konnten vor Beendigung der Arbeit wieder zum Kinderhüten gehen, ich konnte den Dreck, den sie hinterlassen haben, aufräumen und den Baupfusch aufs Gröbste bereinigen.
    Den Baupfusch kann man aber nie mehr ganz auf den richtigen Weg bringen, außer man reist alles ab und lässt sich ein paar Eritreaer, Burkina Fasoerer und Burmesen einfliegen, von denen ich schon gehört habe, dass diese in der Schule den Unterschied zwischen einem Drei- und einem Viereck mitgekommen haben, auch wenn aus zwei gleichgeschlechtlichen Dreiecken ein Viereck hin bekommst.

  7. Und Schuld sind immer die Anderen! Was viele befürchtet hatten, ist nun tatsächlich eingetroffen. Paßt doch wunderbar in das Gesamtbild. Mich jedenfalls wundert hier überhaupt nichts mehr – man muß immer mit dem Schlimmsten rechnen, dann ist man auf der sicheren Seite.

  8. Wenn man natuerlich bei der Vergabe eines solchen Projektes Firmen, meist aus Amigos bestehend, die vom Planen, Bauen und Projektabwicklung nur mal in einer Doku Soap gehoert haben beruecksichtigt muss doch der Normaldenkende (gibts hierzulande in der Politik nicht) den Kopf schuetteln. Also fragt man sich doch wer hat davon proftiert? Die Antwort darauf kann sich jeder selber geben. Also bleibt locker und nehmt euch fuer eure Grossprojekte Firmen zur Ausfuehrung die schon mal sowas gemacht haben und nicht nur in einer Doku Soap von Weitem gesehen.
    Anmerkung:
    Das Land hat so viele faehige Ingenieure. gut ausgebildete Facharbeiter, und sonstige Leute von Gottes Gnaden………ich glaub ich hab eben gelogen………Asche auf mein Haupt.

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