Familie Eisen findet keine Ruhe

Itapúa: Die Familie Eisen steht weiter unter psychischen und physischen Druck. Am Freitag drangen schwer bewaffnete Zivilisten auf ihr Anwesen in Mayor Otaño ein. Es herrscht weiter eine angespannte Atmosphäre.

Mitarbeiter einer privaten Sicherheitsfirma brachen die Tore an dem Anwesen der Eisens auf. Sie überraschten mehrere Arbeiter am Hauptgebäude und umzingelten diese. Diejenigen, die flüchten wollten, wurden mit Schüssen in die Luft eingeschüchtert.

Die Eigentümer waren nicht vor Ort. Hab und Gut der Familie Eisen wurde zerstört, ein Mitarbeiter wurde als Geisel gehalten. Ein Angestellter der Justiz, dessen Name noch unbekannt ist, war verantwortlich für die Prozedere. Er hatte einen Gerichtsbeschluss ausgestellt, unterzeichnet vom Richter Emilio Gómez Barrios, im vergangenen Juli. Das Dokument hat aber keine Gültigkeit, denn die Lage der Immobilie ist eine ganz andere. Die Polizei war ebenfalls bei der Angelegenheit nicht vor Ort, zivile Sicherheitsmänner nahmen das Eindringen in das Grundstück vor.

Gegen 17:00 Uhr, am Freitag, erschien der Anwalt der Eisens, Daniel Vergara. Sie konnten nun das Grundstück betreten und den Mitarbeiter, der als Geiseln in Handschellen gehalten wurde, befreien.

Auch die Kontrahenten der Familie Eisen, Geovani Luiz Diaz Tonel und Maria Magdalena Diaz Vda, waren vor Ort. Die Nationalpolizei bestätigte, dass das Eindringen in das Anwesen der Eisens nicht angemeldet gewesen wäre und sie keinen Auftrag erteilt bekommen hätten, den Angestellten der Justiz zu begleiten.

Angeblich soll Luis Rolon hinter der Sache stecken, ein möglicher Zigarettenschmuggler, der auf dem Grundstück eine Landebahn installieren will. Es wäre dann das dritte Mal, dass die Eisens innerhalb von zwei Jahren ihr Grundstück verlassen müssten.

Der Oberste Gerichtshof hat in einem Urteil bestätigt, dass die Liegenschaft in Mayor Otaño, Itapúa, mit einer Fläche von 1.742 Hektar rechtmäßig der Familie Eisen gehört.

Quelle: ABC Color

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4 Kommentare zu “Familie Eisen findet keine Ruhe

  1. Sorgt endlich für Rechtssicherheit in diesem Land. Wenn ihr unsere Investitionen und Kredite wollt dann schützt verdammt nochmal auch unser Hab und Gut.

  2. Monika, das Problem ist nicht die „Rechtssicherheit“, sondern die Unfähigkeit und UNWILLIGKEIT dieses Recht auch gegen die Mafia, durchsetzen zu können.

    Wäre das Gegenspieler sagen wir eine normale Firma aus Brasilien oder auch Deutschland, gäbe es kein Problem.
    Hier scheint aber die Mafia mit guten Verbindungen zur Justiz und genug Geld und krimineller Energie im Spiel zu sein.
    „Privater Sicherheitsdienst“ koennte man auch mit „Gorillas der Mafia“ beschreiben, weißt du. Diese Leute beherrschen Paraguay, der Präsident höchst selber ist ja auch im Zigarrettengeschäft tätig. Viel mehr muß man dazu nicht wissen. Ich glaube persönlich nicht, daß die Familie Eisen hier etwas zu gewinnen hat. Verkaufen (auch unter Wert!) und wegziehen ist vermutlich die gesündeste Lösung. Da wird niemals Ruhe einkehren fürchte ich.

  3. Kann mir jemand mal die Vorgeschichte erzählen? Wieso wird diese Familie so schikaniert?
    Man kann doch nicht einfach eine Familie von ihrem Grundstück vertreiben! Sollen jetzt Zustände wie in Simbabwe herrschen?

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