FIFA Gate: Weg frei zur Auslieferung

Asunción: Nicolás Leoz bekam nach Jahren der Weigerung grünes Licht für die Auslieferung in die USA, um ihn da wegen Korruption im Fußball den Prozess zu machen. Sein Alter spielt dabei keine Rolle.

Das Berufungsgericht lehnte den Antrag der Verteidigung gegen Richter Humberto Otazú, der schon am 16. November des Vorjahres für die Auslieferung stimmte. Als letzte Instanz, um diesen Schritt zu verhindern, bleibt Leoz nur der Oberste Gerichtshof, der trotz Freundschaft und Hörigkeit von Cartes sich kaum über eine Anordnung aus den USA hinwegsetzen wird.

Da es ab Einreichung einer Berufung keine festgesetzten Termine mehr gibt, die von Rechtsegen mehr eingehalten werden müssen, kann sich trotzdem noch die Auslieferung hinziehen. Es ist demnach möglich, dass der Ex Präsident der südamerikanischen Fußballkonföderation mit seinen 89 Jahren noch eher in Paraguay stirbt, als ausgeliefert zu werden. Obwohl Leoz in Paraguay schon seit 19 Jahren nicht mehr in Haft gehen müsste, geht es nach US-amerikanischem Recht, wo das Alter des Häftlings keine Rolle spielt.

Gegen Leoz wird in den USA wegen Geldwäsche, Betrug und Gründung einer kriminellen Vereinigung ermittelt.

Wochenblatt / Abc Color

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5 Kommentare zu “FIFA Gate: Weg frei zur Auslieferung

  1. Dieser Nicolas Leóz hat kein Mitleid verdient. Er hat, ich erinnere mich genau aus meiner Zeit in Paraguay, 1981 als damaliger Präsident des py. Fussballverbands die Interessen seines Landes verkauft gegen den Titel des Präsidenten des Südamerikanischen Fussballverbandes. Paraguay war 1979 Meister der Nationialmannschaften Südamerikas, und war damit automatisch qualifiziert für das Halbfinale desselben Wettbewerbs 1981, und der Gegner war Brasilien. Das erste Spiel im Stadion „Defensores del Chaco“ in Asuncion endete 1:1. Das Rückspiel in Überlandia/Brasilien endete 0:0, und nach den damaligen Regeln wurde der Sieger durch Losentscheid (Münzwurf) ermittelt. Normalerweise bei fanden die Münzwürfe in solchen Fällen stets in der Mitte des Fussballfeldes statt, aber komischerweise zogen sich die Verantwortlichen zum Münzentscheid zurück in die Umkleideräume, und warfen die Münze hinter verschlossener Türe. Ein Unmenge an Reportern von Radios, Zeitungen usw.usw. usw. warten vor der verschlossenen Türe auf das Ergebnis, plötzlich öffnete sich die Türe und der Präsident des Py Fussfallverbandes, Nicolas Leóz, trat heraus und verkündete, Paraguay habe gewonnen. Das wurde natürlich sofort in ganz Paraguay bekannt und das ganze Volk, von Asuncion bis Hernandarias und von Encarnacion bis Puerto Casado, tanzte und feierte auf der Strasse den Sieg Paraguayis über Brasilien, der den Einzug ins Finale gegen Uruguay bedeutete. Nach weiteren etwa 15-20 Minutos wurde über die Radiosender bekanntgegeben, es liege eine Verwechslung vor, denn Brasil habe gewonnen. Nun sind diese staubigen Brüder also wieder eingetreten in den Umkleideraum und warfen die Münze nochmals. Das konnte in Paraguay niemand glauben, die eben noch tanzenden Paraguayer auf den Strassen blieben plötzlich wie gelähmt stehen, und konnten sich nicht erklären, was nun geschehen war. Kurze Zeit später wurde dann Nicolas Leoz Präsident des Südamerikanischen Fussballverbandes und der Sitz der COMEBOL wurde nach Asuncion verlegt.

  2. Oh welche Neuigkeit!…..
    Gegen Leoz wird in den USA wegen Geldwäsche, Betrug und Gründung einer kriminellen Vereinigung ermittelt.
    Das wird nicht der letzte,davon gibt genug, in der Preislage, die Hals nicht voll bekommen!…….

  3. Ich glaube, es gibt ganz wenige Länder auf der Welt, die ihre eigenen Bürger einer ausländischen Gerichtsbarkeit ausliefern. Paraguay gehört wohl traurigerweiße dazu.

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