Fram: Modellkolonie der Gemeinschaftsarbeit und Selbstverwaltung

Fram: Die eingangs erwähnte Gemeinde im Departement Itapúa wird heute 62 Jahre alt. Es ist eine wohlhabende, schöne Gemeinschaft, die eine große Weitläufigkeit zeigt und ein Modell für gemeinschaftliche Arbeit und Selbstmanagement aufweist.

Hier koexistieren Nachkommen von Ukrainern, Polen, Russen, Japanern, Deutschen und einer bedeutenden Bevölkerung Paraguays.

Fram wurde 20. März 1927 zusammen mit dem aus Carmen del Paraná stammenden Mateo Sánchez als Kolonie von Pedro Cristophenson, einem Norweger, gegründet. Der alte Name des Ortes war Apereá und nun ist Fram ein norwegisches Wort, das “voraus“ bedeutet.

Der Norweger ließ sich auf einem Grundstück von 68.000 Hektar nieder, das im Jahr 1928 erworben wurde. Die Extraktion von Holz stand am Anfang im Erwerbsmittelpunkt.

Der Verwalter der Kolonie war Mateo Sánchez, der eine wichtige Persönlichkeit in der neuen Gemeinschaft wurde.

1954 ermittelte der Kolonisator einen Platz in dem Gebiet, der einem städtischen Zentrum zugewiesen werden sollte. Als die Urbanisierung der Kolonie immer weiter voranschritt, kam es zu einem Antrag im Nationalkongress, mit der Bitte, die Kolonie in einen Gemeindestatus zu erheben.

Am 28. August 1956 verabschiedete der Kongress das Gesetz Nr. 379/56, mit dem die Kolonie in die Kategorie der Gemeinde erhoben wurde. Heute ist die Stadt als “Hauptstadt des Weizens“ bekannt, ein Spitzname, der sich als richtig erwiesen hat, denn die Produktion steht an erster Stelle in dem Bezirk.

Ein besonderes Merkmal der Gemeinschaft ist die Beteiligung ihrer Bewohner an der Lösung von Gemeinschaftsproblemen, die sie in ein Modell der Gemeinschaftsarbeit und des Selbstmanagements verwandeln. Neben der landwirtschaftlichen Nutzung basieren seine wirtschaftlichen Güter auf Agro-Industrie, Viehzucht, Schweine- und Geflügelzucht.

Aber das Wichtigste für diese Stadt ist die Aufgabe der Firma Trociuk & CIA. Es ist ein Industriekomplex, der seit 1989 von mehreren agroindustriellen Unternehmen gegründet wurde. Für Fram ist es von großer Bedeutung, da ein bedeutender Teil seiner Einwohner direkt und indirekt mit dem Unternehmen verbunden ist.

Im Jahr 2011 fing die Regierung von Fernando Lugo, eine große Illusion in dieser Stadt zu verbreiten.

Ein biozeanische Eisenbahnprojekt, das Brasilien mit der Pazifikküste durch Paraguay verbinden sollte, um so Fram als das größte Logistikzentrum in Lateinamerika auszubauen.

Diese Ankündigung wird von den Kolonisten nicht vergessen und gilt als die größte Verhöhnung des damaligen Präsidenten der Republik. Im Dezember 2011 wurde es als das “bahnbrechende“ Projekt angepriesen. Es kam angeblich zur Ausschreibung der ersten Trasse. Diese sollte vom Bahnhof Pacú Cuá in Encarnación bis Santa Maria, an der Fernstraße VI entstehen.

Die zweite Eisenbahnstrecke war dann von der Route VI bis zur Stadt Artigas (ca. 80 km) durch Fram markiert. Nichts wurde jedoch verwirklicht.

Das Projekt wurde von der Internationalen Kooperationsagentur der koreanischen Regierung (Koica) unterstützt und man schätzte die Kosten auf 450 Millionen US-Dollar. Einige argumentieren, dass die Gelder ausbezahlt wurden, aber niemand weiß, wofür sie wirklich Verwendung fanden.

Wochenblatt / ADN Paraguayo

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