Für eine gesündere Bevölkerung in Paraguay

Asunción: Ein Projekt vom Vize-Handelsminister wird vorangetrieben. Die Bevölkerung soll gesünder leben. In Folge dessen will man eine Änderung der Lebensmitteletiketten einführen.

Vornehmlich sind Tabak, Alkohol und Lebensmittel gemeint, die Übergewicht oder gesundheitliche Schäden verursachen. Der Vize-Handelsminister Pedro Mancuello schiebt das Projekt an.

„Wir sind uns einig, dass Zigaretten und alkoholische Getränke gesundheitsschädlich sind. Zugleich muss ein Standard für die Kennzeichnung von Lebensmitteln eingeführt werden, die Übergewicht verursachen können“, sagte der stellvertretende Handelsminister Pedro Mancuello nach einem Treffen mit Vertretern des Ministeriums für Gesundheit und Vertretern aus dem Mercosur-Parlament.

Er berichtete, dass eine institutionelle Arbeitsgruppe daran arbeite, eine Harmonisierung auf Mercosur-Ebene zu erreichen.

Gleichzeitig wird eine Unterredung von Unternehmen aus den betroffenen Branchen zu einem Vorschlag in diesem Sektor angeregt. Mancuello bezog sich auch auf einen Plan zur Vorbereitung einer Lebensmittelerhebung. Die letzte wurde 1976 erstellt.

„Wir müssen analysieren und daran arbeiten, das Verhalten von Menschen für eine gesunde Ernährung günstig zu beeinflussen. Wir haben die Information, dass 30% der Kinder in Paraguay übergewichtig sind, aber die Kennzeichnung wird dieses Problem nicht lösen. Es gibt noch andere Aspekte, die in Betracht gezogen werden sollten, aber wir brauchen mehr Daten, die aus den Umfragen und Konsultationen hervorgehen“, sagte Mancuello.

Er wies auch darauf hin, dass die lokalen Vertreter aus dem Gremium Parlasur den paraguayischen Vorschlag auf dem Mercosur-Treffen, am 10. November in Montevideo, Uruguay, vorlegen werden.

Wochenblatt / ABC Color

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9 Kommentare zu “Für eine gesündere Bevölkerung in Paraguay

  1. Da benötigt man keine großartigen Erhebungen. Der Fall ist doch klar: Die meisten Menschen hier essen zu fett, zu süß, zu viel Fleisch und zu wenig Gemüse/Salate. Dazu zu viel Mandioka und Weismehlprodukte. Und das Ganze gekrönt durch möglichst viele Verschnauf- und Sitzpausen. Wie sollte man das den Menschen abgewöhnen können?

  2. Gar nicht.
    Der alte Fritz sagte vor vielen Jahren schon: jeder soll nach seiner Facon selig werden.
    Hier bezahlt ja schliesslich nicht die Allgemeinheit für die Folgen schädlicher Lebensgewohnheiten wie bei uns, wo Milliarden auch für Drogen-Idioten gesponsort werden.

  3. @Simplicus-Manni
    Ganz neben bei, viele Essen das was sie sich leisten können und haben was macht Satt, das ist aber nicht immer gesund.
    Mit einen Lehren Magen schläft sich schlecht ein und steht sich noch beschissener auf.Selbst in einigen Industrieländern ist in den Kreisen Zuckerwasser in.
    Wenn es nach Dir geht sind sie alle im Land Mager-Mix-Modele.Essen nach der Waage und BMI.
    Ich weiß das es bei Kindern im Bezug auf Essen Probleme gibt das liegt an die Eltern.
    Man muss denen nur soviel geben das Ohren kommt dann ist Ruhe.Egal ob es Cola,Teewurst,Leberwurst,Bockwurst Bratkartoffeln,Grillen/Asado oder sonst was ist,sie essen nur noch das sie brauchen der Rest bleibt liegen.
    Da ist einige Geister mir ausgetrieben wurden.
    Wo ich den lieben Minister recht geben muss die Lebensmitteletiketten müssen geändert werden.Alle Zuckerarten(viele) gehören gehören als Zucker bezeichnet.Z.B Viele Fruchtjoghurte die könnte man auch zur Zuckermast verwenden
    Las jeden leben so wie er will.Wenn schmeckt ist doch wohl wirklich egal, er zahlt selber für sich hier.
    Cola hin Cola her.Menge macht es halt!Ein Deibel ist schnell gefunden.Wer wirklich was ändern möchte, muss die den Kindern in der Schule anfangen.Das ganze fängt im Kopf an.Die Eltern machen doch so weiter!!!!

  4. @Wolfgang
    genau in der Schule fängt es an.
    Was wird dort in der Pause ausgegeben? Kekse!
    Und in der Cantina verkaufen sie Hamburger, Empanadas und Süßigkeiten.
    Und bei Schulschluß steht dann der Eisverkäufer vor dem Tor…………

  5. Richtig. In den zwei Imbissbuden (x 2 Millionen) gibt es in jedem der zwei die gleichen Produkte. Alles „frische“ wurde in Öl gebraten. Aber es gibt auch ein Licht am Horizont, viele machen sich doch Jugo. Die inländischen Orangen, Bananen und noch ein paar gibt es doch recht billig. Argentinische Orangen, Orangen die man auch schälen kann, sind natürlich für die meisten demasiodo caro. Richtig, und Kekse, und Süßigkeiten und Helado.
    Privat wird viel in Öl gebraten: Empanadas, Milanesa, Torillas und noch viele Gerichte mehr, da müsste ich jetzt echt nachdenken wie die wieder alle heißen, weiß es zwar, aber fallen mir gerade nicht ein. Jedenfalls mindestens zwei bis dreimal wöchentlich in Öl gebraten, dazu sonntags auf dem Grill ihr Asado.
    Fleisch für sieben Euro das Kilo ist nach europäischem Maßstab Klasse 3 Fleisch. Aber nur das können sich nun mal die meisten leisten. Schon mal für euren Hund Pollo oder Puchero gekocht und dann abkalten lassen? Da brauchst einen Fettbrecher und die Schicht weißen Fettes zu durchdringen.
    Aber es gibt auch gesunde Gerichte. Nicht in Öl gebraten. Sondern alles in einen Topf, zwei Stunden auf dem Herd wirklich alle Keime und Vitamine abgestorben.
    Und was gönnt man sich als armer Mensch. Richtig (@Christian2005). Eine 3 Lt. Flasche Coca sonntags muss sein. Man gönnt sich ja sonst nichts.
    Auf den zwei Fußballfeldern (x 2 Millionen) hierzulande wird, richtig, Fußball gespielt. Fußball, Fußball, Fußball. Was will man sonst machen auf einem Fußballfeld.
    Die „reichen“ Säcke der Politik-Mafia, die die Steuergelder abzügeln, können sich natürlich schon 10.000 Euro „Asociarte“ leisten, um in irgend einem Club Mitglied zu werden. Für den Rest des Volkes behilft man sich halt mit Fußballfeldern.
    Seiten des Staats wird einzig Nu Guazu (neben dem Flughafen) zur Verfügung gestellt, ein großer schöner Park, wo man nebst ein paar Freizeitgestaltungsmöglichkeiten inkl. Vitaparcour, auch Pizza, Hamburger, Kekse, Eis und sonstig Vitaminreiches bekommt.
    Aber sonst, so für kleines Entgelt, gibt es in einer Großstadt und deren Agglomeration… nichts. Nicht einmal eine Eishockeyhalle, einfach nichts. Außer Fußballfelder.
    Auch reizen mich die Mondpisten und der lebensgefährliche Verkehr nicht sonderlich zum Radfahren, Scooter kannst vergessen. Bleibt einzig mein Dreirad für etwas Fitness.

  6. Ach und ja, wenn man hierzulande sein Geld verdienen muss und 60% der Bevölkerung zwischen 150 und 400 Euro monatlich verdient, dann ist Fleisch für 7 Euro das Kilo eben auch nicht gerade billig.

  7. Traf vor Jahren in der Stadt beim Imbiss eine Paraguayerin mit Baby, welche Diesem in der Nuckelflasche Coca Cola servierte, ich war entsetzt. Hab sie gefragt, ob sie das gut findet, und sie war entsetzt, dass ich Cola nicht auch vergöttere…noch Fragen?

  8. Solange sich keine grundlegenden Verbesserungen in der Bildungspolitik, Gesundheitsfuersorge, Arbeitsplatzbeschaffung ergeben, nutzt auch die Neuetikettierung der Waren nicht, um das Verzehr-/Konsumverhalten der hiesigen Bevoelkerung zu wandeln.

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