Für “Geister-Projekt“ im Voraus Geld verlangt

Asunción: In den letzten Wochen klagten vermehrt Bewohner aus dem Stadtviertel Sajonia über einen irregulären Sammelversuch der Gemeinde Asunción für ein “Geister-Projekt“ im Abwasserbereich.

Es wird geschätzt, dass die Kommune mit dem Prozedere bis zu vier Millionen US Dollar aufbringen könnte.

Ludovico Sarubbi, Ex-Direktor von dem staatlichen Wasserversorger Essap und Bewohner von Sajonia, berichtete, dass er eine Rechnung von der Stadtverwaltung in Asunción erhalten habe. Darin sei eine Forderung über 144.817 Guaranies enthalten mit dem Begriff “Konstruktion eines privaten Gully-Abwassersystem“, ohne nähere Beschreibung, wofür eigentlich dieses Projekt vorgesehen sei, wann es errichtet werde und wofür es eigentlich nützlich sei.

Auf jedem Fall hielten Sarubbi und weitere Betroffene, die sich zu einer Nachbarschaftskommission zusammenschlossen, den Fall für völlig irregulär, insbesondere weil die Kommune beabsichtige, im Voraus eine Dienstleistung in Rechnung zu stellen.

„Ich möchte glauben, dass der Bürgermeister Mario Ferreiro etwas vermasselt hat, weil er eine Zahlung für ein Projekt nicht leisten kann. Ich weiß aber nicht, ob dieses jemals in Erfüllung geht, wenn ich bezahle“, erklärte Sarubbi.

Er wies weiter darauf hin, dass man durch eine schnelle Berechnung der Bewohner in Sajonia, die in etwa 110.000 betrage, von denen jeder etwa 150.000 Guaranies bezahle, zwischen drei und vier Millionen USD in die Stadtkasse gespült würden.

„Ich denke, dass dieses Geld andere Löcher stopfen wird und das ist genau das Problem, denn die Staatsbürger werden in ihrem guten Willen ausgenutzt. Man kann doch nicht im Voraus für ein Projekt bezahlen, von dem ich nicht weiß, ob er jemals Wirklichkeit wird“, sagte Sarubbi.

Wochenblatt / ABC Color

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