Gefängniswärter drohen mit Generalstreik

Asunción: Auf die etwa 10.000 Inhaftierten Paraguays in rund einem Dutzend Gefängnissen passen rund 1.000 Wärter auf, die kommende Nacht einen Generalstreik beginnen wollen weil einige Kollegen Gehälter zu spät gezahlt wurden und weil noch kein 13. Monatsgehalt sowie vereinbarte Zulagen für Gefährlichkeit überwiesen wurden. Während die Ministerin für Arbeit und Justiz, Sheila Abed, erst für Ende Januar die Zahlungen verspricht, drängen die Schließer auf eine schnellere Lösung.

Die alle in einer Gewerkschaft vereinigten Angestellten werden sich am heutigen Morgen zu einem letzten Treffen zusammensetzen um neue Vorschläge der Ministerin anzuhören. Eines stellte Abed jedoch klar, auf Druck der Gewerkschaft Sintrasepp nicht nachzugeben. Ein Wärter verdient etwa 3.500.000 Guaranies mit Zulage für Gefährlichkeit und Familienzuschlag.

Falls es zu dem 30-tägigem Streik kommen sollte, wovon auch das Frauengefängnis betroffen wäre, würde einigen schwarzen Schafen ein wichtiger Geschäftszweig wegbrechen. Jedem ist bekannt, dass eine zuverlässige Versorgung mit Drogen hinter Gittern nur von diesem Personal bewerkstelligt werden kann. Aber auch andere Sachen, die weniger illegal sind, können das Gehalt der Wärter aufbessern. Polizisten stehen bereit den Dienst der Wärter temporär zu übernehmen.

(Wochenblatt)

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